31.03.2012

Berger LAW LLP = "Kanzlei Ahnungslos"?

Es spricht einiges daf├╝r, dass der Verfasser der nachfolgenden "Information", welche mindestens die "Rechtsanw├Ąlte" Philipp Berger, Amin El Gendi und Andreas Buchholz verwenden, seine Berufsbezeichnung im Lotto gewonnen hat oder das diese g├Ąnzlich ohne Ansehen der Person, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Haarschnitt, Geburtsort, Piercings, Tattoos, dem Alter, vor allem aber ohne jede Pr├╝fung und Nachweis hinsichtlich der Ausbildung oder gar der Intelligenz vergeben wurde:
Anderen als dem bestimmungsgem├Ą├čen Adressaten ist es untersagt, diese E-Mail zu lesen, zu speichern, weiterzuleiten oder ihren Inhalt auf welche Weise auch immer zu verwenden.
...
Partner: Philipp Berger, Amin El Gendi und Andreas Buchholz

Berufsbezeichnung: Rechtsanw├Ąlte (Bundesrepublik Deutschland)

Die Haftpflichtversicherung besteht bei der ERGO Versicherungsgruppe AG, Versicherungsnummer SV 72610011

Umsatzsteuer-Identifikationsnr.: DE253718217 (FA D├╝sseldorf-Altstadt)

Zun├Ąchst einmal steht diese "Information" und damit das angedachte Verbot das Email zu lesen, soweit man nicht der Adressat sei, am Ende der Nachricht. Also, nachdem man das gelesen hat, erf├Ąhrt man, dass die Anw├Ąlte es verboten haben wollen. Und speichern musste man die Nachricht vorher auch.

Das ist, wie wenn Mutti ganz unten in die Keksdose ganz unten einen Zettel legt, auf dem steht "Naschen verboten! Deckel abheben auch!" - Ein Kommentar mit angemessen schwarzem Humor k├Ânnte auf "Oh. Das ist sicherlich sehr wirkungsvoll!" lauten.

Weniger humorvoll w├Ąre die Frage "Wie bl├Âd ist das denn?"

Dann w├Ąre da noch etwas: Die Kanzlei Berger will jedem Nichtadressaten auch untersagen, die Mail zu speichern und weiter zu leiten.

Ok. Schauen wir uns mal den Laufweg eines Mails der Kanzlei Berger an:

Return-Path: <....@berger-law.de>
Received: from mx2.mail.vrmd.de ([10.0.1.21])
by vm55.mail.vrmd.de (Cyrus v2.3.7-Invoca-RPM-2.3.7-2.el5_3.2) with LMTPA;
Thu, 25 Nov 2010 00:42:30 +0100
X-Sieve: CMU Sieve 2.3
Envelope-to: ...@fastix.de
Delivery-date: Thu, 25 Nov 2010 00:42:30 +0100
Received: from mail05.euroweb.net ([91.199.247.30])
by mx2.mail.vrmd.de with esmtp (Exim 4.69)
(envelope-from <....@berger-law.de>)
id 1PLOyr-0003eD-TS
for ....@fastix.de; Thu, 25 Nov 2010 00:42:30 +0100
Received: (qmail 18135 invoked from network); 25 Nov 2010 00:42:29 +0100
Received: from business-088-079-084-233.static.arcor-ip.net (HELO LAPPHIL) (88.79.84.233)
by mail05.euroweb.net with SMTP; 25 Nov 2010 00:42:21 +0100
From: =?iso-8859-1?Q?BERGER_Rechtsanw=E4lte?= <....@berger-law.de>

Also: Die Nachricht wurde von dem Server "mail05.euroweb.de" entgegen genommen, 9 Sekunden lang gespeichert und dann weiter geleitet. An den Server "vm55.mail.vrmd.de". Dieser hat die Nachricht
entgegen genommen, gespeichert und dann weiter geleitet. An den Server "mx2.mail.vrmd.de". Dieser hat die Nachricht entgegen genommen, gespeichert und f├╝r mich zum Abruf bereit gehalten.

W├╝rde das Verbot der Herren "Rechtsanw├Ąlte"
Philipp Berger, Amin El Gendi und Andreas Buchholz gelten, dann h├Ątte also weder die Euroweb Internet GmbH die Nachricht auf dem Server im Rechenzentrum der Neterra Ltd. in Bulgarien ("mail05.euroweb.de") noch die Variomedia AG auf den Servern in Potsdam speichern oder weiter leiten d├╝rfen. Die sind ja keine Adressaten.

Dann w├Ąre die Nachricht des Herrn Berger aber nicht bei mir angekommen, die Kanzlei k├Ânnte, w├╝rden sich die Betreiber von Mailservern artig an das Verbot halten, keine Mails versenden.

Nur die Euroweb musste von dem Verbot ├╝brigens wissen - oder es zumindest erahnen k├Ânnen, wird doch der Anhang sicher auch f├╝r Mails von der "Berger Law LLP" an die Euroweb benutzt. Oh je! Die d├╝rfen die Mails der Kanzlei Berger, die nicht f├╝r die Euroweb bestimmt sind, also nicht speichern, also nicht transportieren, denn die wissen von dem Verbot...

Fazit: Nieten im Talar(*)!

Die
"Rechtsanw├Ąlte" Philipp Berger, Amin El Gendi und Andreas Buchholz wirken ziemlich ahnungslos und verwenden eine, im Hinblick auf den Beruf als Juristen geradezu absurd dumme "Information" und versuchen so etwas zu verbieten, was nicht zu verbieten ist und was auch als wirksames Verbot keinerlei Sinn erg├Ąbe. Zusammen mit den geradezu d├Ąmlichen Abmahnungen, von denen ich j├╝ngst berichtete, und von dem leicht zu ergr├╝ndenden Falschvortrag in mehreren Prozessen ergibt sich f├╝r mich wie folgt:

Gut, dass die Euroweb keine besseren Anw├Ąlte hat!

Allerdings muss ich zugestehen, dass die Euroweb dann auch nicht so hohe Ums├Ątze aber auch l├Ąngst nicht so viele Prozesse am Hals h├Ątte. War doch der Herr "Rechtsanwalt" Amin El Gendi und mutma├člich der
"Rechtsanwalt" Philipp Berger auch an der Entwicklung des Euroweb-Gesch├Ąftsmodells - also der betr├╝gerischen "Referenzkundenmasche" - mit beteiligt.

Aber, wenn die Euroweb bessere Anw├Ąlte h├Ątte - w├╝rden solche f├╝r jene auch so dreist l├╝gen?


Ich frage mich, ob die Kanzlei - wegen des (besonders aber keinesfalls ausschlie├člich) hierdurch sichtbar werdenden geistigen Defizits - einen Risikoaufschlag f├╝r den Haftpflichtversicherungsvertrag SV 72610011 bei der ERGO-Versicherung zahlt. Angemessen w├Ąre der Zuschlag um die Gemeinschaft der Versicherten hierdurch vor einer unangemessenen Beteiligung an einem unzweifelhaft erheblich erh├Âhten Risiko einer Haftungsverpflichtung zu bewahren.

Das gilt vor allem auch dann, wenn der Anhang auf eine besonders geistlose Weise "gegutenbergt", n├Ąmlich ohne jede Benutzung der eigenen Synapsen stumpf und dumm mit Copy & Paste in eigene - und auch nicht gerade die Intelligenz des Autors bezeugende - Werke ├╝bernommen wurde.

---
*) K├Ânig Friedrich Wilhelm I. in Preu├čen, am 15. Dezember 1726:
„Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, dass die Advocati wollene schwarze M├Ąntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gem├Ą├č zu tragen haben, damit man diese Spitzbuben schon von weitem erkennen und sich vor ihnen h├╝ten kann.“

1 Kommentar:

. hat gesagt…

An die angestellten Anw├Ąlte der "Kanzleien Berger Law LLP" (D├╝sseldorf) und "Kanzlei Berger LLP" (K├Âln):

Eine T├Ątigkeit in diesen Kanzleien wird sich wohl nicht positiv auf die Bewertung Ihrer Vita durch Dritte auswirken. Man war in der Zeit halt nicht arbeitslos. Viel positiveres au├čer vielleicht die Tatsache, dass man in den Bergerschen Kanzleien von Partnern lernt, was man besser nicht oder wie man es besser nicht macht, k├Ânnte eine Kanzleif├╝hrung, bei der Sie sich sp├Ąter mal bewerben, darin unter Umst├Ąnden nicht erkennen.

Man sollte den beruflichen Aufenthalt in einer solchen Kanzlei also m├Âglichst kurz halten und nach einer weniger die eigenen beruflichen Aussichten besch├Ądigenden Kanzlei intensiv Ausschau halten.

Nicht, dass Sie sonst irgendwann Ihr unterbezahltes Arbeitsleben im Keller z.B. einer "GI Gerichtsinkasso GmbH" fristen und Mahnungen abzeichnen m├╝ssen.

Kommentar ver├Âffentlichen