08.08.2012

Euroweb-Anwalt Philipp Berger will sich von eigener angestellter RechtsanwÀltin vor Gericht vertreten lassen

Vor ein paar Tagen habe ich ĂŒber eine wunderliche Anklage berichtet, und darĂŒber, dass ich Strafanzeige wegen Falschbeschuldigung und versuchter Freiheitsberaubung gegen Philipp Berger und Christoph Preuß gestellt habe. In der Sache hat sich was neues getan.

Philipp Berger, der ja formell (noch) ein "Rechtsanwalt" ist, hat an das Gericht schreiben lassen und beantragt, dass Adrijana Blazevska ihn vertreten dĂŒrfe. Womöglich versteht der Anwalt Berger ja vom Strafrecht - und wie sich zeigen wird auch vom Berufsrecht - noch weniger als vom "Presse- und Medienrecht". Ich frage mich, ob er außerhalb seiner, durch die Berichte  auf den Webseiten der Kanzlei offenbar gewordenen HaupttĂ€tigkeit als "Lautsprecher und HeißluftgeblĂ€se in Sachen Euroweb" ĂŒberhaupt was kann und auf welchem juristischem Gebiet er denn fit genug ist um mithalten zu können.

Dem Vertretungsantrag war zu widersprechen. Denn seine Angestellte, die Frau Adrijana Blazevska, ist selbst auch Zeugin. Diese will ich dazu vernehmen, was denn eigentlich vor der kleinen Strafkammer des LG Chemnitz gelaufen ist und wieso das dortige Gericht zu der Auffassung kommt, gegen eine RĂŒckabwicklung des zwischen der Euroweb und dem Betrugsopfer geschlossenen Vertrages sei es möglich, dass die dortige Angeklagte (eine DrĂŒckerin, welche nicht mehr bei der Euroweb arbeitet)  wegen geringer persönlicher Schuld frei gesprochen werden könne.


Als Zeugin kommt Frau Blaszevska jedenfalls nicht als Vertreterin in Frage. Das gilt fĂŒr sĂ€mtliche - auch ehemalige - AnwĂ€lte der Kanzlei Berger, die ja möglicherweise Aussagen zu strafbaren Verhalten des Anwaltes Berger und zu den zahlreichen, bewusst unwahren VortrĂ€gen der Kanzlei in zahlreichen Euroweb/Webstyle-Sachen vor Gericht tĂ€tigen können.  Und wegen möglicher Interessenkollisionen.


Nach meiner Ansicht hat die Vertretung vor allem einen Zweck: Philipp Berger begibt sich in dem Prozess in die Gefahr, sich selbst erheblich zu belasten. Da wird ihn die AnwĂ€ltin Adrijana Blazevska natĂŒrlich ab und an in seinem Redefluss stoppen mĂŒssen. Vermutlich wird der Anwalt Berger im Prozess ganz oft sagen

"Oh! Auf anwaltlichen Rat erinnere ich mich nicht!".

oder

"Ich verweigere  auf anwaltlichen Rat gemĂ€ĂŸ § 55 StPO die Aussage!"


BegrĂŒnden lassen hat der Philipp Berger den Vertretungsantrag damit, dass ich ihn angeblich "diffamiere".  Nun denn, da werde ich doch mal die diffamierenden Artikel von seiner Webseite und die diffamierenden "Hinweise nach § 10 TMG" vorlegen.

Ich bin ja gespannt wie böse der Richter und der Staatsanwalt auf die NebenklĂ€gerbank  schauen, wĂ€hrend ich mir den Berger zur Brust nehme.

NatĂŒrlich gehe ich davon aus, dass der Berger allen Ernstes versucht, aus dem Prozess auch noch Profit zu schlagen, in dem er sich von seiner eigenen Angestellten vertreten lĂ€sst.



Es folgt eine Rechtsberatung eines kleinen Schlossers aus dem Osten fĂŒr die großkotzig berichtende Kanzlei Berger LAW LLP, speziell fĂŒr Philipp Berger und die mit "einer Vielzahl von mietrechtlichen Angelegenheiten" befassten und "schwerpunktmĂ€ĂŸig im Strafrecht" arbeitenden Adrijana Blazevska:



Ich bezweifle, dass das hier besprochene Ansinnen zulĂ€ssig ist und stĂŒtze mich auf:
§ 46 BRAO - RechtsanwĂ€lte in stĂ€ndigen DienstverhĂ€ltnissen
(1) Der Rechtsanwalt darf fĂŒr einen Auftraggeber, dem er aufgrund eines stĂ€ndigen Dienst- oder Ă€hnlichen BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisses seine Arbeitszeit und -kraft zur VerfĂŒgung stellen muß, vor Gerichten oder Schiedsgerichten nicht in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt tĂ€tig werden.
Und ich bescheinige dem Anwalt Berger bezĂŒglich der Strafanzeige ein Ă€ußerst dummes Verhalten. Denn ich habe ihm ganz gewiss nicht grundlos vorgehalten, dass er am Betrug der Euroweb teilnimmt und noch viel weniger grundlos habe ich dem Philipp Berger vorgehalten, dass er lĂŒgt.  Oder durch seinen Angestellten Jean-Paul Bohne lĂŒgen lĂ€sst.

Das es mal wieder so aussieht, als mĂŒsste ich die ganze Kanzlei Berger Law LLP  rechtlich beraten und als hĂ€tten diese - auch noch im Berufsrecht - den Rat eines Schlossers nötig, tut mir wirklich ganz doll leid!

(FĂŒr die vielen RechtsanwĂ€lte, die auch die auch § 46 BRAO kennen und deren Ruf als Teil der Anwaltschaft zu Unrecht durch die Berger LAW LLP beschĂ€digt wird).

---
Das der Herr Berger als "Opfer" bezeichnet wird hat im Slang (der Sprache der Straße) eine ganz besondere Bedeutung. Der Slang meint damit eine Person, die sich ganz besonders als "Opfer" eignet. Bevor in Blogs, in denen mir Suff  und "WAHNsinn" unterstellt wird, wieder mal gelogen wird beweise ich meinen Vortrag bezĂŒglich der Vertretung durch den Scan.





Kommentare:

Anonym hat gesagt…

SĂŒss sieht sie aber schon aus, diese Adrijana.

Schick auch eine Beschwerde an die Anwaltskammer. Ich bin nicht sicher, ob die BRAO in dem Prozess selbst zu tragen kommt, oder nur gegenĂŒber der Anwaltskammer.

. hat gesagt…

"SĂŒss sieht sie aber schon aus, diese Adrijana."
Das Foto hat kein Datum. Ist aber wohl schon ziemlich alt. Hab die Dame schon in Natur gesehen.

"Schick auch eine Beschwerde an die Anwaltskammer."
Das ist lÀngst erledigt.


"Ich bin nicht sicher, ob die BRAO in dem Prozess selbst zu tragen kommt, oder nur gegenĂŒber der Anwaltskammer."

BRAO: "Bundesrechtsanwaltsordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 303-8, veröffentlichten bereinigten Fassung, die zuletzt durch Artikel 8 des Gesetzes vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2515) geÀndert worden ist"

Das Gericht wird keine ordnungs- also gesetzwidrige Vertretung zulassen und so einen Revisionsgrund schaffen. Zu dem kann sie nicht Zeuge (Hab deren Ladung natĂŒrlich begrĂŒndet und beantragt) und zugleich Vertreterin vom Berger sein, weil als Zeugin hat sie - außer zur eigenen Vernehmung - mach der Eröffnung bis zu den PlĂ€doyers draußen zu sitzen.

Unter dem Aspekt wÀre ihre Zulassung nochmals ein Revisionsgrund:

§ 337 StPO
(1) Die Revision kann nur darauf gestĂŒtzt werden, daß das Urteil auf einer Verletzung des Gesetzes beruhe.
(2) Das Gesetz ist verletzt, wenn eine Rechtsnorm nicht oder nicht richtig angewendet worden ist.


§ 338 StPO
Ein Urteil ist stets als auf einer Verletzung des Gesetzes beruhend anzusehen,
...
8. wenn die Verteidigung in einem fĂŒr die Entscheidung wesentlichen Punkt durch einen Beschluß des Gerichts unzulĂ€ssig beschrĂ€nkt worden ist.


Beides lĂ€ge vor. Kann ich die Zeugin nicht vernehmen könnte es sein, dass ich hierdurch Straftaten des Euroweb-Chefs Preuß und LĂŒgen es Philipp Berger im Interesse der Euroweb nicht glaubhaft machen kann. Die ErfĂŒllung von § 337 StPO in einer verfahrensrechtlichen Frage reicht aber schon aus. Ich habe schon opponiert, also wĂ€re die Entscheidung zu meinem Nachteil, Sie wĂŒrde meine Verteidigungsmöglichkeiten durchaus beschrĂ€nken, auch weil die nicht unparteiische Zeugin den Verlauf des Prozesses mitbekommt und ihre Aussagen entsprechend zielorientiert gestalten kann.

Das es ein Revisionsgrund wÀre liegt dem Gericht auch schon vor.

Anonym hat gesagt…

Naja nen paar AnwĂ€lte hat der Berger ja noch in seiner Kanzlei in BeschĂ€ftigung. Mal sehen wer als nĂ€chstes fĂŒr Berger in Aktion treten darf. :)

. hat gesagt…

"Mal sehen wer als nĂ€chstes fĂŒr Berger in Aktion treten darf."

Du meinst: "soll" oder "muss".

Ich wette die Bereitschaft dazu ist nicht bei allen Angestellten gleichmĂ€ĂŸig verteilt.

Wer dumm ist macht dem Bergerschen Mist natĂŒrlich mit.

Kiesfurzer hat gesagt…

"Mal sehen wer als nĂ€chstes fĂŒr Berger in Aktion treten darf."

Ich weiß nicht recht, es böte sich zwar einer aus der unmittelbaren NĂ€he an, aber den zu mandatieren kĂ€me einem juristischen Selbstmord gleich. Der taugt allenfalls was, um kleinen MĂ€dchen einen Schrecken einzujagen und das auch mehr per Aussehen, denn aufgrund seiner juristischen FĂ€higkeiten.

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
. hat gesagt…

"Jetzt haben Sie dich am Kragen, dummer Ossi-Assi. Biste erst mal einschlĂ€gig vorbestraft kriegste natĂŒrlich fĂŒr jede weitere Beleidigung tĂŒchtig Nachschlag...[zensiert]...kommste wieder mal in den Knast."

Ich will vor allem nicht vergessen mich fĂŒr das obige Lob zu bedanken:

Wie muss mein Artikel doch gelungen sein, wenn die Gegner so extasisch reagieren!

Herr Berger: Ihre Freunde werden offensichtlich panisch. Ist ja auch kein Wunder bei den hier sichtbar gemachten Anti-Qualifikationen der Partner und Angestellten Ihrer Kanzlei!

. hat gesagt…

"es böte sich zwar einer aus der unmittelbaren NÀhe an, aber den zu mandatieren kÀme einem juristischen Selbstmord gleich."

Der Krefelder war dagegen wenigstens manchmal ein verlogenes Ärgernis. Der Philipp Berger und seine Laienspielertruppe sind doch amĂŒsant. Ich meine die tun so als könnten die was und liefern tatsĂ€chlich eine Lachnummer nach der anderen.

Ich bin ja auch mit den Abmahnungen lĂ€ngst noch nicht fertig... Au weia, wenn ich die dem AG Kassel vorlege! Dann muss sich das Gericht aller 1/4 Stunden vertagen, weil der Richter nicht weiß ob er noch lacht oder ĂŒber den von DĂŒsseldorfer Juristen verbrochenen Blödsinn schon kotzt!

canary hat gesagt…

"Ich bin ja auch mit den Abmahnungen lĂ€ngst noch nicht fertig... Au weia, wenn ich die dem AG Kassel vorlege! Dann muss sich das Gericht aller 1/4 Stunden vertagen, weil der Richter nicht weiß ob er noch lacht oder ĂŒber den von DĂŒsseldorfer Juristen verbrochenen Blödsinn schon kotzt!"

Na klar, die Dussel haben viel zu viel Zeit dafĂŒr, allerhand Blödsinn zu verzapfen! Eigtl. sollte deshalb um DĂŒsseldorf eine Mauer errichtet werden, damit ja niemand mehr rauskommt!

http://www.youtube.com/watch?v=sKDgNSj9jJw

*Werbungmach* http://shop.express.de/de/wisl_s-cms/73/Noch_mehr_Koeln/1389/Tastatur_op_Koelsch.html

Kommentar veröffentlichen