06.09.2012

Euroweb-Vertragsverlängerung: Euroweb muss klein beigeben

In den letzten Monaten kam mir verst√§rkt zu Geh√∂r, dass Euroweb-Kunden, deren Vertrag auslief, weil jene diesen zum Vertragsende (um einer automatischen Verl√§ngerung vorzubeugen) gek√ľndigt hatten, um ein Update angegangen wurden. Das "Ja" hierzu wird aufgezeichnet.

Danach behauptete die Euroweb allerdings, der Kunde habe eine Zustimmung zu einer Verl√§ngerung gegeben. Den mir bisher vorgelegten Mitschnitten der Zustimmung (welche die Euroweb den Kunden √ľbersandte) ist das allerdings so nicht zu entnehmen. Die Kunden geben auch regelm√§√üig an, √ľber die von der Euroweb behauptete Vertragsverl√§ngerung sei gar nicht gesprochen worden.

Dennoch leiten die "Inkasso-Spezialisten" der Kanzlei Berger, so jedenfalls die "Kunden" die mir berichteten, bei streitigen Sachen (also auch dann wenn Vertragsabschluss schon bestritten wurde) wohl regelm√§√üig das gerichtliche Mahnverfahren ein. Das allein ist schon √§u√üerst fragw√ľrdig, denn auf diesen Kosten bleiben die - im Falle vorher bestrittener Forderungen - stets sitzen!

Thorsten Romaker hat nun wohl eine Gerichtsentscheidung vorliegen, nach welcher der Euroweb anscheinend mal wieder arglistige T√§uschung bescheinigt wird. Zugleich f√ľhrt er aus, dass auf das Bestreiten eines Vertragsabschlusses hin wohl h√§ufiger Vergleichsangebote √ľber 300 .. 350 Euro gemacht werden. Auch mir ist so ein Fall bekannt, wo nach dem Widerspruch gegen√ľber dem AG Hagen (das hatte den Mahnbescheid antragsgem√§√ü erlassen) auch ein solches Vergleichsangebot gemacht wurde.

Naja. Davon bleibt, wenn ich den Anwaltskostenrechner richtig bediene,  die knappe H√§lfte der Euroweb, denn der urspr√ľnglich durch die Kanzlei Berger angemahnte und verlangte Betrag ist deutlich h√∂her. Zieht man jetzt noch die Kosten f√ľr das gerichtliche Mahnverfahren ab, dann bleibt bei meinen Berechnungen f√ľr die Euroweb gar nichts mehr (au√üer einer theorethisch von der Euroweb an die Kanzlei Berger zu zahlenden Differenz!) √ľbrig.

Urspr√ľnglich wollte die Euroweb in einigen F√§llen sogar insgesamt weit √ľber 5000 Euro. F√ľr zwei Jahre "Partnerschaft".

Bei dem Betrag von 300 oder 350 Euro kann man sich einen Vergleich √ľberlegen, man trifft ja auch auf seltsame Richter. Das sind die ganz wenigen F√§lle, in denen dann die selbe Kanzlei Berger Law LLP (welche parallel diese auffallend niedrigen Angebote macht)  berichtet: "Telefonisch erfolgtes Upgrade eines Internet-System-Vertrags stellt Abschluss eines Neuvertrages dar" .

Offensichtlich wissen der Herr Philipp Berger und sein Partner Andreas Buchholz also, dass deren Berichte auf der Kanzleiwebseite einen falschen Eindruck hinterlassen.

Sinnbild. Titel: "19:00 Uhr, Abk√ľhlung auf 34 °C."  Das Bild wurde am "Lago di Como", einer "Pflicht-Badestelle" der Moto-Guzzi-Freaks fotografiert.

Rechte: Jörg Reinholz, Kassel

Das scheint das falsche Bild zu sein. Anderseits: Daf√ľr wird es nicht mehr bei jedem reichen. Bei denen, die die Vertragsverl√§ngerung bestreiten, scheinbar immer h√§ufiger.

1 Kommentar:

H√∂rner E. hat gesagt…

Das ist ein wahrer Abzockverein. Ich hatte mich dummerweise mal f√ľr diese Idi... entschieden, d. h. habe mich √ľberrumpeln lassen, dann aber sofort widersprochen. Also die brachten KEINE Leistung und schicken mir jetzt nach knapp 2 Jahren einen Mahnbescheid √ľber 3.850 EUR. Also Leute seid vorsichtig !!!

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