16.02.2013

Euroweb Internet GmbH machte 2011 Verluste

"Nach einem positiven Jahresergebnis von TEUR 1.054 im Vorjahr erwirtschaftete die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag von TEUR 209."
So steht es im Gesch√§ftsbericht der Euroweb Internet GmbH f√ľr das Jahr 2011. Im privaten Kreis habe ich das vorausgesagt, "durch die Blume" auch schon Ende 2010 dem Philipp Berger und dem Christoph Preu√ü. Das ist also auch eingetreten.

Nicht eingetreten ist die Voraussage der Euroweb, die im Gesch√§ftsbericht f√ľr das Jahr 2010 eine "Ausweitung der Gewinne" versprach. Schon f√ľr das Jahr 2010 wurden "Gewinne" ausgewiesen, die ich f√ľr "trickreich herbeigerechnet" halte - ohne aber zu behaupten, dass die angewendeten Methoden juristisch unzul√§ssig sind - √ľber die ich aber behauptete und behaupte, dass die Euroweb die Gewinnrechnung "aufh√ľbschte" um sich f√ľr Kredite sch√∂n zu machen.

Der gesamte R√ľckgang des Eigenkapitals der Euroweb Internet GmbH betrug im Jahr 2011 sogar fast 2 Millionen Euro, die Bilanzsumme sank um 1.565.000 Euro auf 9.044.000 Euro - das ist ein R√ľckgang um fast 15%. Die Verbindlichkeiten insgesamt stiegen insgesamt von ca. 1.160.000 Euro auf 2.938.000, also um etwa 153%. Allein die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten stiegen dabei um 1.867.000 Euro, was den Schluss zul√§sst, dass aus Eigenkapital und langfristigen Verbindlichkeiten kurzfristig zu zahlende Schulden wurden. Damit steigt immer das Risiko eines Kreditausfalls. Der Gewinnvortrag halbierte sich von rund 1,3 Mio Euro auf ca. 0,65 Mio Euro. Dies d√ľrfte sich auf den Gesch√§ftsbericht 2012 - der hier noch nicht vorliegt - negativ auswirken. Zudem sanken auch die bilanzierten Vorr√§te von 407.000 Euro auf  127.000 Euro - also um fast 2 Drittel.

Das sieht schon ziemlich mies aus. Der Gesch√§ftsbericht widmet sich im beschreibenden Teil auch Ausf√ľhrungen, die trotz der euphemistischen Darstellungsweise als solche auf Engp√§sse hinsichtlich der Liquidit√§t zu verstehen sind.
Figur 1: Wollte die Euroweb durch diese Jubelmeldung vom 13. Juni 2012 den Eindruck von Kreditw√ľrdigkeit verbreiten? Dass der Autor von der Euroweb ist, sieht man sehr gut an dem Fehler rechts unten, der dadurch entsteht, dass der angebliche(!) Euroweb-Designer "" (der Name ist vermutlich falsch!) am Layout herumgepfuscht hat. Unter dem Name "" wird jedenfalls Schleichwerbung betrieben, andererseits werden unter diesem Name Wettbewerber der Euroweb verunglimpft.
Ganz besonders heftig f√§llt der Abfall der bilanzierten Sachanlagen von (rund) 1,4 Millionen Euro auf nur noch 250.000 Euro aus, die Finanzanlagen schmolzen von 2,2 Millionen auf ca. 813.000 Euro. Das alles birgt nat√ľrlich negative Auswirkungen hinsichtlich der Kreditw√ľrdigkeit. Der im Prognoseteil gegebene Ausblick, dass man zu g√ľnstigen Konditionen Schulden aufnehmen k√∂nne, verwundert unter diesen Umst√§nden doch sehr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen (bei nahezu konstanten, sogar leicht gesunkenen "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" um die 13 Mio Euro) von etwa 311.000 auf 399.000 Euro, also um grobe 25%. Das kann man als statistischen Hinweis darauf sehen, dass auch Rechnungen sp√§ter gezahlt wurden als im Vorjahr. Nein, das ist kein gutes Anzeichen.

Das gleiche Bild ergibt sich unter Hinsicht auf  die Personalkosten und die Mitarbeiterzahl. Bei einem Anstieg der durchschnittlich Besch√§ftigten von 147 auf 150 sanken die Personalausgaben (inklusive Sozialleistungen) insgesamt von 4.191.586,33 auf 4.109.584,96 oder pro Kopf von 28.514 Euro auf 27.397 Euro - oder eben um durchschnittlich 4% pro Kopf. Man muss also von teils erheblichen Lohneinbu√üen der Mitarbeiter ausgehen - ein weiterer Hinweis auf eine ungew√∂hnliche Sparsamkeit in einem Unternehmen, dass nicht aufh√∂rt zu bl√§hen, wie toll es sei und dass dessen Mitarbeiter sich unter Palmen wohl f√ľhlen w√ľrden. Diese Palmen sind wohl eher aus Pappe, wenn die Mitarbeiter im Jahr 2012 im Durchschnitt mit monatlich 1948 Euro nach 2024 Euro brutto (2011) nach Hause gehen. Das sind immerhin 76 Euro weniger. Jeden Monat! Ohne diese Lohneinbu√üen als √úbernahme oder eher dem Abw√§lzen der durch eine falsche Gesch√§ftspolitik der Euroweb entstandenen Verluste durch/auf die Arbeitnehmer w√§re der Verlust f√ľr das Unternehmen fast doppelt so hoch ausgefallen. Doch wie lange werden die Arbeitnehmer derartiges Absinken der L√∂hne hinnehmen? Den Erfahrungswerten nach verdient ein normaler Angestellter ohne F√ľhrungsverantwortung in einem vergleichbaren Unternehmen h√∂chstens 2/3 des Durchschnitts: Diese gehen demnach also maximal mit 1300 Euro brutto(!) nach Hause. Eine derart prek√§re Bezahlung wird deren Leistung nicht f√∂rdern.

Nachdem im Jahr 2010 offenbar schon klamme Kasse herrschte und zur "Sicherung der Liquidit√§t" ein Millionenkredit aufgenommen wurde d√ľrften sich bei einer weiteren Sicht auf den Gesch√§ftsbericht Zahlen finden, welche eine desolate Situation beschreiben. Schon bei einem ersten Blick auf den Bericht finden sich jedenfalls Hinweise darauf, dass Einiges unternommen wurde, um den Verlust "kleinzurechnen". Ich stelle aus juristischen Gr√ľnden ausdr√ľcklich klar, dass ich nicht unterstelle, dass hierbei der Rahmen des Legalen verlassen wurde. In der "2-Minuten-Pr√ľfung" des Gesch√§ftsberichts haben sich naturgegeben keine Hinweise darauf ergeben.

Es erscheint nach dem kurzen Blick auf den Gesch√§ftsbericht und weitere Eintr√§ge im Handelsregister des AG D√ľsseldorf au√üerdem m√∂glich, dass gegenw√§rtig (oder in der j√ľngsten Vergangenheit) die Umbenennung von Firmen und eine Neuordnung im Konzern stattfand oder stattfindet, damit das Unternehmen zumindest vermeintlich kreditw√ľrdig bleibt. Daraus kann man schlie√üen, dass auch im Jahre 2012 (und wegen der fehlenden Umkehr in der Gesch√§ftspolitik auch dar√ľber hinaus) die Situation "sich eher nicht verbessert(e)", dass sich die nach unten zeigende Trendsituation als nachhaltig und stetig erweist. M√∂glicher Hintergrund der Ver√§nderungen ist demnach auch eine Risikoabw√§lzung. Immerhin entspricht der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten in etwa auch dem der vorherigen Auszahlung an die Gesellschafter (die den Gewinn aus dem Jahr 2010 weit √ľberstieg!) - was das "Ger√ľchle" der Deinvestition seitens der Gesellschafter bei einem gleichzeitigen Anstieg der Kreditaufnahme hat. Man kann dar√ľber also auch sagen "die Gesellschafter fl√ľchten aus den Verbindlichkeiten", was als Warnzeichen  zu verstehen ist. Auch die Beteiligungs- und Beherrschungsverh√§ltnisse werden durch die j√ľngsten Strukturver√§nderungen "eher nur noch undurchsichtiger" - Vertrauen schafft das nicht.

Ursachenforschung:

Neben dem mit den Worten "garstige Abzocke, wenn nicht Betrug" durchaus richtig beurteilten Gesch√§ftsmodell, der hierdurch selbst verursachten und voraussehbaren Rufsch√§digung durch die in solchen F√§llen niemals ausbleibende √∂ffentliche Kritik und dem ergo offensichtlich fehlenden Nachhaltigkeitsgedanke seitens der Eigner und der Gesch√§ftsf√ľhrung (Christoph Preu√ü, Daniel Fratzscher) ist aus hiesiger und vern√ľnftiger Sicht ohne den geringsten Zweifel auch deren Niederkr√ľchtener Anwalt Philipp Berger von der Berger Law LLP - insbesondere dessen rufsch√§dliche und deshalb mit  "strunzd√§mlich" treffend eingesch√§tzte "Ligitation PR" - f√ľr den inzwischen schon dramatischen Ergebnisr√ľckgang verantwortlich. 

Weil der "das Maul groß aufreist, wo man besser schweigt!"

Denn auch dessen abschreckende Ver√∂ffentlichungen sorgen daf√ľr, dass der Anteil der Vertriebskosten am tats√§chlich extraordin√§rem Preis f√ľr die von der Euroweb erstellten Webseiten weiter steigt und die Vertriebsmethode das Produkt derart sinnlos verteuert, dass es am Markt immer schwerer verk√§uflich wird. Das Gejammer √ľber die Konkurrenz, die zu "Dumpingpreisen"  anbiete, findet sich im Gesch√§ftsbericht an mehreren Stellen. Fakt ist aber, dass die Euroweb selbst durch eine geradezu irre Konzernstruktur, den teuersten denkbaren Vertriebsweg, durch Rechtsstreite und durch den besch√§digten Ruf auch die h√∂chsten Ausgaben hat. Das Konzept mit dem Direktvertrieb und der "Referenzkundenmasche" hat ausgedient. Mittelfristig ist das Unternehmen, so es sich nicht grundlegend neu erfindet, aus meiner Sicht vom Markt verschwunden.

Sei es nun durch Liquidation oder Pleite.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Von einem "Schlosser", der 1994 die Bilanz und den Geschäftsbericht einer Betriebskrankenkasse mit einem Geschäftsvolumen von 146 Mio aufgestellt hat, darf man erwarten, dass der bei einem kurzen Blick in einen solchen einiges sieht...

. hat gesagt…

"Von einem "Schlosser", der 1994 die Bilanz und den Geschäftsbericht einer Betriebskrankenkasse mit einem Geschäftsvolumen von 146 Mio aufgestellt hat,"

Hoppla! Offensichtlich hat sich jemand sehr intensiv mit meiner Vergangenheit beschäftigt. Ich hätte jetzt weder das Jahr noch das Geschäftsvolumen gewusst...

Wen habe ich nur wie stark geärgert, dass mir jemand auf diesem Wege die Nachricht zukommen lässt, wie intensiv man sich mit meiner Person befasst?

Anonym hat gesagt…

"Neben dem mit den Worten "garstige Abzocke, wenn nicht Betrug" durchaus richtig beurteilten Gesch√§ftsmodell, der hierdurch selbst verursachten und voraussehbaren Rufsch√§digung durch die in solchen F√§llen niemals ausbleibende √∂ffentliche Kritik und dem ergo offensichtlich fehlenden Nachhaltigkeitsgedanke seitens der Eigner und der Gesch√§ftsf√ľhrung (Christoph Preu√ü, Daniel Fratzscher) ist aus hiesiger und vern√ľnftiger Sicht ohne den geringsten Zweifel auch deren Niederkr√ľchtener Anwalt Philipp Berger von der Berger Law LLP - insbesondere dessen rufsch√§dliche und deshalb mit "strunzd√§mlich" treffend eingesch√§tzte "Ligitation PR" - f√ľr den inzwischen schon dramatischen Ergebnisr√ľckgang verantwortlich."

Lug und Trug lohnt sich nicht mehr. Vor allem in D√ľsseldorf. Kein Wunder, wenn D√ľsseldorfs Webdesignabzockpraktikanten sich dabei so d√§mmlich anstellen wie die d√ľmmsten & untalentiertesten Teilnehmer v. Deutschland sucht den Superstar!

Wenn das der G√ľnni w√ľsste!

http://www.youtube.com/watch?v=ctobtQHurHQ

Anonym hat gesagt…

Soweit zu "Euroweb steht f√ľr Erfolg im Internet."

Scheint "profitabel" hat nichts mit Erfolg zu tun...

Anonym hat gesagt…

Nah hoffen wir mal das bald bei Euroweb die Euros weg sind, die der Unternehmensgruppe und nicht die der Kunden!

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