10.04.2013

Wird Amazon bestreikt? Urabstimmung!

Das k├Ânnte einen Trend setzen. Seit etwa 20 Jahren sind die L├Âhne in Deutschland so langsam gestiegen, dass diese hinter der Inflationsrate her hinken. Inzwischen ist Deutschland trotz der im europ├Ąischen Vergleich enormen Arbeitsproduktivit├Ąt geradezu ein Billiglohnland geworden - in dem es aber den Arbeitnehmern unterschiedlich gut oder eben schlecht geht. Einigen wenigen geht es vergleichbar gut. Deren Anteil sinkt aber rapide weil deren tarifgebundene Arbeitspl├Ątze praktisch nur noch durch Leiharbeitnehmer in prek├Ąren Vertragsverh├Ąltnissen besetzt werden. Ein stark anschwellender Teil der Arbeitnehmer verarmt aber. Viele sind sogar trotz Vollzeitjob nicht mehr in der Lage f├╝r ihren Lebensunterhalt aufzukommen.

Die Zeichen stehen auf Sturm
 
Einen besonders gro├čen Anteil an dieser Entwicklung haben Unternehmen wie auch Amazon, die sich keiner Tarifbindung unterwerfen wollen und dar├╝ber hinaus Arbeitskr├Ąfte ├╝berwiegend durch Leiharbeitsunternehmen "binden". Selbst fest angestellte Mitarbeiter in Wechselschicht verdienen laut verd.i um die 3900 Euro im Jahr zu wenig, weil die von Amazon bislang gew├Ąhrten Zulagen f├╝r Nacht- und Feiertagsarbeit weit unter denen liegen, die der Tarifvertrag f├╝r die Branche vorsieht.

Urabstimmung!

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verd.i hat mit Amazon ├╝ber eine Anerkennung des Tarifvertrages verhandelt, Amazon zeigte sich hart und lehnt es ab, f├╝r die Besch├Ąftigen tarifvertragliche Regelungen zu vereinbaren. Die Gespr├Ąche sind gescheitert.

Jetzt ist es f├╝r die Arbeitnehmer an der Zeit, sich der eigenen Kraft bewusst zu werden und ein Zeichen setzen, also solchen Unternehmen mal zeigen, was diese davon halten, dass Amazon und andere Deutschland zu einem Billiglohnland machen in dem sich Aktion├Ąre und B├Ąnker zu Lasten der Arbeitnehmer und durch Ausbeutung in einem Ma├čstab bereichern, der schon lange den Begriff "soziale Marktwirtschaft" ad absurdum f├╝hrt.

"Wenn Dein starker Arm es will stehen alle R├Ąder still!"

Der m├Âgliche Streik k├Ânnte ein Aufbruchssignal sein. N├Ąmlich eines daf├╝r, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland eine klare Linie ziehen, darauf zeigen und aussagen:

"Ich will nach 20 Jahren sinkender Realeinkommen endlich meinen gerechten Lohn!"

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