05.05.2013

Ecojet / SCS Schneider GmbH - Geldverschwendung statt Amortisation!

Update: Der BGH hat das besprochene Schandurteil aufgehoben. Der 15 Zivilsenat des OLG Frankfurt (Richter K├Âlsch als Einzelrichter) hatte zuvor eben so kl├Ąglich versagt wie Richter Prietz von LG Kassel.

Eine SCS-Schneider GmbH (Gesch├Ąftsf├╝hrer ein Marcus Schneider) bietet f├╝r viel Geld ein angebliches Energiesparsystem an, dessen angebliche Funktionsweise reichlich obskur erscheint. Es besteht aus Magneten...

Angebliche Funktionsweise des Ecojet-Systems der SCS Schneider GmbH
Figur 1: Angebliche Funktion des Ecojet-Systems - "exzellente Pseudowissenschaft"
Die SCS-Schneider GmbH behauptet also, es komme insgesamt zu einer vollst├Ąndigeren Verbrennung, die Verbrennungstemperatur und die Reaktionsgeschwindigkeit steige.

Dagegen (1):
Der Energieerhaltungssatz w├╝rde verletzt

In der Schule haben wir einst gelernt, dass Energie nicht aus einem Nichts entsteht, sondern dass nur verschiedene Energieformen ineinander umgewandelt werden. Selbst bei Atombomben resultiert die Energieerzeugung aus einem Masseschwund, seit Einstein ist bekannt, dass Masse und Energie letzendlich zwei unterschiedliche, ineinander umformbare Zust├Ąnde von Materie sind. Das ein solcher Prozess stattfindet behauptet aber die SCS-Schneider GmbH auch gar nicht - denn sonst w├Ąre deren Anlage ja ein Atomkraftwerk...

Die Werbeaussage
"Die van-der-Waals Kr├Ąfte werden beeinflusst, es kommt zur Induktion von tempor├Ąren Dipolen, also einer Ladungsverschiebung"
erweist sich als unsinniges, anscheinwissenschaftliches "Superplapla". Wenn das stimmen w├╝rde, dann k├Ąme wohl weder das Heiz├Âl noch das Gas ohne erheblich Widerstand zu leisten durch die D├╝sen - denn die Ausrichtung der angeblichen Dipole m├╝sste hierf├╝r wieder ver├Ąndert werden. Daf├╝r w├Ąre ein erheblicher Mehraufwand von N├Âten. Und zwar an teurer Elektroenergie. F├╝r die Pumpen. Und: In den D├╝sen w├╝rde alles wieder verwirbelt, was den behaupteten Effekt zunichte macht.

Konzentrieren wir uns also auf die ├╝bliche Funktion eines Heizkessels: Hier wird eine Stoffmischung verbrannt, die entweder ein Heiz├Âl oder ein Gas ist. In jedem Fall sind es Kohlenwasserstoffe. Bei denen bestehen (in Chemie hatte ich im Abitur - Vornote, schriftliche und m├╝ndliche Pr├╝fung - eine glatte Eins), niemals Verbindungen zwischen Wasserstoffatomen untereinander, sondern stets mit einem anderen Stoff - in der Regel mit Kohlenstoff, allerdings sind diese Kohlenwasserstoffe nicht rein, so also auch insbesondere mit Sauerstoff - z.B. bei Alkoholen oder einigen als gesundheitssch├Ądlich bekannten Derivaten der Benzole z.B. Cumol.

Bei der vollst├Ąndigen Verbrennung dieser Stoffe wird immer die selbe Energiemenge frei. Damit ist jetzt zu pr├╝fen, was die Aussage
"Es werden Wasserstoffbr├╝cken gel├Âst, so dass mehr Sauerstoff angebunden werden kann."
 her gibt.
F├╝r diese Heizstoffe behauptet die SCS-Schneider GmbH (Gesch├Ąftsf├╝hrer Marcus Schneider) mit dem Ecojet-System w├╝rden "Wasserstoffbr├╝cken gel├Âst, so dass mehr Sauerstoff angebunden werden kann." Das bedarf der W├╝rdigung.


Chemische Grundlagen

Die Verbrennung ist ein Prozess, bei dem chemische Energie in W├Ąrmeenergie verwandelt wird. Wir erinnern uns an den Energieerhaltungssatz.
  • Wasserstoff ist "einwertig". Ein Wasserstoffatom kann also immer nur eine molekulare Verbindung zu genau einem anderen Atom herstellen. Das ist eine Grenze, die un├╝berwindbar ist. Deshalb binden sich stets zwei Wasserstoffatome an ein Sauerstoffatom, Sauerstoff ist zweiwertig, kann also zwei Br├╝cken bilden, die von je einem Wasserstoffatom besetzt werden. Es ist nichts ersichtlich oder denkbar, wie hier "mehr Sauerstoff" angebunden werden soll.
  • Kohlenstoff ist "vierwertig". Es kann z.B. als Methan 4 Wasserstoffatome, als Kohlendioxid zwei Sauerstoffatome anbinden. Es kann aber auch, unter Sauerstoffmangel verbrannt, unter Anbindung eines Sauerstoffatoms zu Kohlenmonoxyd verbrennen, wobei nur 2 der m├Âglichen Bindungen zum stets zweiwertigen Sauerstoff benutzt werden. Mehr dazu unter "Chemische Verbrennung".
L├Âst man in den Hauptbestandteilen von Heiz├Âl oder Gas (Erdgas), wie die SCS-Schneider GmbH behauptet, Wasserstoffbr├╝cken, so entst├Ąnde aber noch in der Leitung atomarer Wasserstoff und wom├Âglich sogar atomarer Kohlenstoff - und zwar, wenn die Steigerung der Heizleistung von 7,9% stimmen soll in erheblicher Menge. Doch daf├╝r braucht man au├čerdem auch noch eine Menge Energie! 

Dagegen (2)
Auf die Reaktionsgeschwindigkeit kommt es nicht an

Um die Umsatzmenge der Stoffe einer chemischen Reaktion zu erh├Âhen kann man deren Reaktionsgeschwindigkeit erh├Âhen. Das wird durch die Regulierung von Temperaturen, Dr├╝cken erreicht oder durch das Einbringen von Katalysatoren. Man kann aber auch einfach den Reaktor vergr├Â├čern. Bei Heizkesseln ist der Reaktor (Brennraum) vergleichbar klein. W├╝rden die - an der Energieeffizienz der Heizkessel forschenden Hersteller eine h├Âhere Reaktionsgeschwindigkeit w├╝nschen, dann k├Ânnten die das auch erreichen. Man kann davon ausgehen, die nur behauptete Erh├Âhung der Reaktionsgeschwindigkeit ist ohne Einfluss, vielleicht sogar unerw├╝nscht!


Dagegen (3):
Hat die SCS-Schneider etwa das Perpetuum Mobile erfunden?

Fraglich ist also, woher denn die, f├╝r die behauptete L├Âsung der Wasserstoffbr├╝cken notwendige, nicht geringe Energie k├Ąme. Vom Magnet kann diese nicht stammen, denn der w├Ąre irgendwann "leer". K├Ąme als Energielieferant der Durchfluss des Brennstoffes durch das Magnetfeld in Betracht. Das bedeutet aber: Diese Energiezufuhr muss teuer bezahlt werden, denn der Brennstoff m├╝sste (das Verfahren gibt das nicht her) dann gegen einen Widerstand gepumpt werden. Die behauptete Zufuhr der Energie lie├če sich dann direkt am Stromz├Ąhler beweisen - unter einer extremen Kostensteigerung statt einer Einsparung. Au├čerdem m├╝sste die Pumpe getauscht werden, denn die bestehende kann das nicht leisten. Der Gasdruck (bei Gasheizungen) reicht daf├╝r ebenfalls nicht. Ich verzichte mal auf die Berechnung.


Dagegen (4):
Chemische Verbrennung

Der Verbrennungsprozess ist zwar mehrstufig und kompliziert, aber im Wesentlichen l├Ąuft dieser auf das folgende heraus:
  1. Zuerst werden die Kohlenwasserstoffe aufgespalten. Hierf├╝r ist Energie notwendig. (Anz├╝nden....)
  2. Danach werden die Wasserstoffatome zu Wasser verbrannt, hierbei werden immer 2 Wasserstoffatome und ein Sauerstoffatom zu einem Wassermolek├╝l. Dieser Prozess liefert Energie.
  3. Au├čerdem wird Kohlenstoff zu Kohlenmonoxid, dieses dann zu Kohlendioxid verbrannt. Diese Prozesse liefern Energie.
Der einzige Punkt, an welchen "mehr Sauerstoff angebunden werden kann" ist also die Kohlenstoffverbrennung. Dieses w├╝rde sich in zwei Punkten realisieren:
  1. Es entst├Ąnde im Abgas weniger Ru├č.
  2. Es entst├Ąnde im Abgas weniger Kohlenmonoxid.

Ich komme zu dem Schluss: Die Behauptung, dass "Wasserstoffbr├╝cken gel├Âst, so dass mehr Sauerstoff angebunden werden kann." ist nicht haltbar.

W├╝rde die Behauptung der Fuldabr├╝cker SCS-GmbH des Marcus Scheider stimmen und w├╝rde in einem Ma├čstab Ru├č oder Kohlenmondoxid den Schornstein einer Heizanlage verlassen, dass durch eine bessere Verbrennung ("mehr Sauerstoff") 7% Prozent oder mehr an ├ľl oder Gas einzusparen sein, dann w├╝rde diese Heizanlage stillgelegt oder bek├Ąme erst gar nicht eine Zulassung:

Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein sehr giftiges Gas welches bei einer unvollkommenen Verbrennung entsteht. Der Anteil von CO im Abgas darf einen Grenzwert von 1170 ppm nicht ├╝berschreiten. das bedeutet: Nur 1170 von einer Million Molek├╝len im Abgas (~0,1%) d├╝rfen Kohlenmonoxid-Molek├╝le sein.

Luft hat knapp 80% (oder 800.000 ppm) Stickstoff, knapp 20% (oder 200.000ppm) Sauerstoff. Im Abgas finden sich die eingetragenen Stickstoffmolek├╝le (im Wesentlichen) unver├Ąndert, geringste Mengen an Stickoxiden), Wasser, Kohlendioxid, geringste Mengen Kohlenmonoxyd und - nur bei ├ľlfeuerungsanlagen - geringste Mengen an Ru├č. Diese wird auch ├╝berwacht.

Eine Erh├Âhung der  Verbrennungstemperatur w├╝rde ├╝brigens zu einer Erh├Âhung des Anteils der Stickoxyde f├╝hren. Das ist einerseits wegen deren Giftigkeit sehr unerw├╝nscht und senkt andererseits sogar die Energieeffizienz, denn die Oxydation von Stickstoff verbraucht Energie.

W├╝rde eine im Abgas vorliegende Menge an Ru├č und Kohlenmonoxid es zulassen, bei einer besseren Verbrennung 7% mehr Energie zu gewinnen, dann w├╝rde die Heizanlage als Giftschleuder zwangsweise stillgelegt und versiegelt, denn dann m├╝ssten der Anteil am stark giftigen und noch nutzbare Energie enthaltendem CO, grob ├╝berschlagen rund 60.000 ppm betragen. Alternativ w├╝rden die Nachbarn ihre Gem├╝seernten und die Dekontaminierung des Gartens in Rechnung stellen - wegen des wohl zentnerweise ausgesto├čenen Ru├čes an dem dann auch stets giftige Kohlenwasserstoffe anhaften.

Dagegen (5)
Wettbewerb der Hersteller

Die Hersteller der Heizungsanlagen stehen in einem Wettbewerb. Eines der in diesem Wettbewerb h├Âchst wichtigen Merkmale ist die Energieeffizienz von Heizungsanlagen. Effiziente Anlagen wie z. B. Gas-Brennwertkessel k├Ânnen unter g├╝nstigen Umst├Ąnden Wirkungsgrade von ├╝ber 95 % bezogen auf den Brennwert oder ├╝ber 105 % bezogen auf den (etwas niedrigeren) Heizwert erreichen. Eine weitere Steigerung um 7%, einfach durch den Einsatz von vergleichsweise billigen Magneten, wie es die SCS verspricht? Das w├╝rden die machen! Machen die aber nicht. Warum nicht? Weil es nichts bringt!

Fazit:

Das von der SCS-Schneider GmbH (Gesch├Ąftsf├╝hrer ein Marcus Schneider) angebotene System kann die ├Âffentlich und beim Verkauf gegebenen Versprechen gar nicht erf├╝llen. Die behauptete Funktionsweise erweist sich bei sachlicher Betrachtung als etwas, was mit "grober, nur wissenschaftlich klingender Unsinn" richtig beschrieben ist. Ich w├╝sste nichts, warum ich das nicht "Scharlatanerie" nennen sollte.

Personas:

Die SCS GmbH des Marcus Schneider in Fuldabr├╝ck nennt als Ansprechpartner u.a.
  • Dipl.-Ing. (FH) J├╝rgen Findeisen (Dresden)
  • Dipl.- Ing. Peter Freund (Hannover)
  • Dipl.-Ing. (FH) Olaf Brokate (V├Âhrum)
  • Dipl.-Ing., VDI G├╝nter Gumz (Kassel)
Ich bin schwer entt├Ąuscht, dass sich Ingenieure dazu hergeben, ein solches teures aber nutzloses Produkt - bei dem es offensichtlich nicht mal zum Placeboeffekt reicht - zu verkaufen. Aber bittesch├Ân: Mir ist l├Ąngst nicht nur ein Rechtsanwalt bekannt, mir sind sogar Richter (z.B. der Fall Wolski) bekannt, die nicht nur entgegen der Berufsehre handelten, sondern sogar kriminell wurden. Man kann auf Titel also einfach nichts mehr geben.

Geschichtliches:

Das Bayerische Landesamt f├╝r Umwelt (LfU) ver├Âffentlichte im Juni 2009 ein Infoblatt, das sich eingehend mit angeblich energiesparenden Magneten, den Versprechungen der Anbieter und den angeblichen wissenschaftlichen Hintergr├╝nden befasste und zu dem eindeutigen Schluss gelangte:
"Diese Magnettechnik hilft nicht, Brennstoff zu sparen".

Ein zum "Ecojet" nahezu identisches System hatte die SCS-Schneider GmbH, mit dem nahezu gleichen Vormachen noch von einem Sitz in Bayern aus, als "Ecojet Powerjet" f├╝r Fahrzeuge angeboten. Der ADAC hat es anno 2000 getestet und kam zu dem Schluss, dass die versprochene Einsparung nicht stattfindet:
"Auch der Ecojet Powerjet Baseline 800 (696 Mark ohne Einbau) konnte die Werbeversprechungen nicht einl├Âsen. Dieses System, das mit Kunststoffb├Ąndern ├╝ber der Kraftstoffleitung befestigt wird, arbeitet ebenfalls mit Magnetfeldern. Der Wirkmechanismus, der vom Hersteller selbst nicht im Detail erkl├Ąrt werden kann, soll zu einer  Verbrauchsreduzierung um bis zu 12 Prozent f├╝hren. Tats├Ąchlich wurden keine Einsparungen festgestellt."
Ungef├Ąhr seit dem werden die offensichtlich nutzlosen Magnete an ├╝bert├Âlpelte Hausbesitzer, W├Ąschereien, B├Ącker und so weiter verkauft. Ich gehe n├Ąmlich davon aus, dass der Marcus Schneider von der SCS GmbH sehr wohl von der tats├Ąchlichen Nutzlosigkeit wei├č.

Figur 2: Aus dem Handbuch der schweizerischen Betrugspr├Ąventionskampagne «Den Trick kenne ich» (PDF, 16MB)
Betrug? Beschiss? Scharlatanerie? - Gerichtliches:

Manche Richter haben dem Grundgesetz zu wider ein sehr gespanntes Verh├Ąltnis dazu, wenn man derlei Schabernack als "Betrug" oder "Scharlatanerie" bezeichnet. So hat es vor kurzem der Richter Prietz vom LG Kassel fertig gebracht, ein Urteil zu f├Ąllen, dem ich mich nicht anzuschlie├čen vermag - und dass voraussichtlich sp├Ątestens vor dem BGH, alternativ dem BVerfassG, keinen Bestand haben wird. Ich halte das "Urteil" des Richters Prietz f├╝r ein "Schandurteil", f├╝r ein (weiteres) Versagen des Gerichts.

In der Sache 7 O 15/12 des LG Kassel verbot der Richter Prietz dem Kassler Ingenieur Thomas Berger allen Ernstes zu behaupten oder zu verbreiten, bei dem Produkt handele es sich um einen "gro├č angelegten Schwindel" bzw. "Betrug" und um "Scharlatanerieprodukte". Doch, dass es sich um "gro├č angelegten Schwindel" bzw. einen "Betrug" und um "Scharlatanerieprodukt" handelt, das vertrete auch ich als Meinung - und ich empfehle jedem Richter, der Richter oder gar ein "angesehener Richter" bleiben will, die Klauen von meinem Recht aus Art. 5 GG zu lassen und damit die Warnung vor der nutzlosen Geldausgabe nicht gesetz- und verfassungswidrig zu beeintr├Ąchtigen.


Aus meiner Sicht hat n├Ąmlich dieser Richter Prietz vom LG Kassel den Inhalt und Gedanken des Art. 5 Grundgesetz, aber auch des § 193 StGB nicht gen├╝gend verinnerlicht. Kritik darf herzlich b├Âse, treffend sein und sogar richtig weh tun - sagt in st├Ąndiger Rechtsprechung der BGH. Die derzeit in Fuldabr├╝ck befindliche SCS GmbH des Marcus Schneider vertreibt f├╝r viel Geld ein Produkt, dessen Werbeversprechen im wahrsten Sinne es Wortes "hei├če Luft" sind - woran es keinen tragf├Ąhigen wissenschaftlichen Zweifel gibt und zieht den Leuten daf├╝r viel Geld aus der Tasche. Wenn jetzt jemand, Herr Thomas Berger hat das getan, Dritte ├╝ber diesen Sachverhalt, also ├╝ber einen drohenden oder eingetretenen Verm├Âgensverlust aufkl├Ąrt, dann greift ergo § 193 StGB und demnach greifen die §§ 823, 824, 1004 BGB als Anspruchsgrundlage gerade nicht. Das Urteil des Herrn Prietz ist "vorn und hinten" nicht haltbar.

Ein Richter mit offenbar bedenklich geringen Kenntnissen in den Naturwissenschaften...

Aber vielleicht hat der Richter Prietz ja auch "treugl├Ąubig-doof" das "Ecojet-System" erworben und nunmehr erhebliche Probleme damit, sich selbst einzugestehen, dass er ganz sch├Ân beschissen wurde. Dieses Ph├Ąnomen des "grundlosen Besitzerstolzes" tritt (insbesondere) nach mittelgro├čen Investitionen (K├Ąufen) selbst bei den kl├╝gsten Leuten auf. Es ist aus der Psychologie und dem Marketing bekannt.

Andererseits ist mir das LG Kassel durchaus als Gericht bekannt, an dem - in anderen Zusammenh├Ąngen - das Recht zu Gunsten Krimineller gebeugt wurde bis es brach. Ich wei├č nicht, ob der Richter Prietz diese merkw├╝rdige Tradition fortsetzen will - und ich hoffe, dass dieses "h├Âchst rechtsfreie Schandurteil" schon durch das OLG Frankfurt korrigiert wird!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

OT

"Selbst bei Atombomben resultiert die Energieerzeugung aus einem Masseschwund, seit Einstein ist bekannt, dass Masse und Energie letzendlich zwei unterschiedliche, ineinander umformbare Zust├Ąnde von Materie sind."

Genauer: Bei der Atombombe wird Ver├Ąnderung der Bindungsenergie (potentielle Energie) in Bewegungsenergie (kinetische Energie) verwandelt. Es gibt nur einen Schwund bei der Summe der Ruhemassen m(0), nicht bei der Gesamtmasse, da die schnell auseinanderfliegenden Spaltprodukte einen relativistischen Massenzuwachs haben, der diesen Schwund exakt kompensiert:

m(v) = m(0) / Wurzel(1-v²/c²).

Die Gesamtmasse m bleibt erhalten.
Die Gesamtenergie mc² bleibt erhalten.

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