30.12.2013

Die Marke "Euroweb" ist "tot" - Offene Fragen an die D├╝sseldorfer Justiz

Die Euroweb Internet GmbH hat es geschafft: Deren Firmen- und Markenname hat offensichtlich einen derart negativen Ruf, dass selbst die eigenen Verk├Ąufer die Verwendung des Namens vermeiden. Neben der Inhaberin einer KFZ-Werkstatt aus S├╝ddeutschland haben sich hier auch weitere Firmeninhaber und Gesch├Ąftsf├╝hrer gemeldet und berichten unisono (w├Ârtlich oder sinngem├Ą├č wieder gegeben) wie folgt:
  1. Ich wurde telefonisch angesprochen [also nach wie vor rechtswidrige Kaltanrufe].
  2. Mir wurde gesagt, der Anrufer k├Ąme von der Firma [unterschiedlich, aber in keinem Fall Euroweb].
  3. Mir wurde gesagt, es gehe um die kostenlose Erstellung eines Webauftritts.
  4. Erst im Termin r├╝ckte der Au├čendienst mit der Wahrheit heraus, dass er a) von der Euroweb komme und b) dass die Sache doch Geld koste.
  5. Mir wurde aber eine Ersparnis von [Betr├Ąge zwischen 12.000 und 25.000 Euro] vorgerechnet.
  6. Der Verk├Ąufer hat mir erkl├Ąrt, dass Angebot gelte nur bis 17:00 Uhr des selben Tages.
Eine gro├če Mehrheit gibt an:
  • Ich habe nicht unterschrieben und den Au├čendienst zum Verlassen der Firma aufgefordert.
Zu der, den Gerichten vorgetragenen L├╝ge, dass die Euroweb die Vertr├Ąge nur einmal anbiete, habe ich folgende Aussagen:
  • Einige Tage sp├Ąter rief mich der Vertreter tats├Ąchlich nochmals an und fragte, ob ich mich zwischenzeitlich anders entschieden habe.
Das die Euroweb-Dr├╝cker unter fremden Name auftreten hat einen Grund. N├Ąmlich den, dass die potentiellen Opfer der Abzocke sonst nach "Euroweb" googlen und dabei ├ťbles lesen (dass die Geschichte mit der Ersparnis eine eiskalte, geradezu arschlochm├Ą├čige  L├╝ge ist z.B.) und dann nat├╝rlich keine Vertr├Ąge abschlie├čen. Den aus dem h├Âchst negativem Image der Marke "Euroweb" resultierenden wirtschaftlichen Misserfolg sp├╝ren die Dr├╝cker nat├╝rlich als erste und am empfindlichsten - liegt doch deren Grundgehalt gerade mal bei 1000 Euro und damit schon sittenwidrig niedrig. Als zum Erfolg verdammte lassen sich die Dr├╝cker dann nat├╝rlich auch weitere L├╝gen einfallen, welche nicht im Handbuch stehen. So neben dem Firmenname auch die M├Ąr vom R├╝cktrittsrecht:
  • Mir wurde erkl├Ąrt, es g├Ąbe ein R├╝cktrittrecht. Zum Gl├╝ck wusste ich schon von Ihrer Webseite, dass damit die K├╝ndigung nach § 649 BGB gemeint war und dass die von der Euroweb danach trotzdem die volle Summe haben wollen.
und
  • Dank Ihrer Informationen habe ich zigtausend Euro gespart.
  • Ich habe Strafanzeige erstattet / erstatten lassen.
Immer wieder h├Âre/lese ich folgende Meinung und Fragen:
  • Das sind doch Betr├╝ger! Wieso wurden die noch nicht vor Gericht gestellt? Wieso k├Ânnen die das jahrelang ungest├Ârt so machen?
Die Frage gebe ich gerne an Frau Petra Berger-Zehnpfund, Chefin der StA D├╝sseldorf sowie an deren Dienstherren Dr. Bernd Scheiff, den Pr├Ąsidenten des LG D├╝sseldorf und den Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen (Herrn Thomas Kutschaty) weiter. Gleich mit dem Hinweis, dass ich das Weisungsrecht kenne. Die M├Ąr von der Unabh├Ąngigkeit der StA soll der letztgenannte mir bitte gar nicht erst vortragen. Ich kenne seine Weisungsbefugnis.

Weiterf├╝hrend:

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