06.01.2014

Die Euroweb wurde nach Prozessbetrug abgemahnt

Ich habe soeben die Euroweb Internet GmbH abgemahnt. Hintergrund ist, dass diese sich einen wirtschaftlichen Vorteil verschafft, in dem diese notorisch Prozessbetrug begeht.

Bildschirmfoto: Einen ordentlichen Nachweis des Faxversandes kann ich natĂŒrlich auch liefern - auch an die Kanzlei Berger, pardon: Der Andreas Buchholz ist ja jetzt Namensgeber.

Prozessbetrug ist strafbar, strafbare Handlungen sind auch stets unlauter im Sinne des § 3 UWG.

Das Gute an der Abmahnung ist, seit heute, dem 06.01.2013 um 12:00 bzw. 12:03 Uhr wissen
  1. die Euroweb-GeschĂ€ftsfĂŒhrer sowie
  2. die Damen und Herren der DĂŒsseldorfer Kanzlei "Buchholz und Kollegen"
ultimativ darĂŒber Bescheid, dass der gerichtliche Vortrag, wonach die
"Euroweb auch nicht vollausgelastet war, sodass kein Raum fĂŒr die Annahme von Ersparnissen durch anderweitigen Erwerb bestand."
nichts anderes als eine glatte LĂŒge ist, die unzweifelhaft in der Absicht des Prozessbetruges erfolgte. Das hat, bei weiteren (spĂ€teren) gleichartigen Handlungen, erhebliche Folgen hinsichtlich der strafrechtlichen Bewertung, die sich spĂ€testens dann auch negativ gegen die dann unzweifelhaft in krimineller Absicht unwahr vortragenden angestellten "RechtsanwĂ€lte" der DĂŒsseldorfer Kanzlei "Buchholz und Kollegen" auswirken muss. Die "Partner" kannten die Wahrheit schon viel lĂ€nger.

Ganz ehrlich: WĂ€re ich "Rechtsanwalt" und wĂŒrde ich - im Zivilverfahren (wo das nicht erlaubt ist) - so dreist fĂŒr meine Mandanten lĂŒgen wie Herren Philipp Berger und Andreas Buchholz es tun, dann wĂŒrde ich - dafĂŒr bezahlt oder nicht - mit dem Sachverhalt nicht auch noch öffentlich herumposen - was ja geschieht.

Das nÀmlich fÀllt unter:

"Dummdreist
ist, wer
Dummdreistes
tut!"

... weil es Anlass bietet, dass sich Typen wie ich mit den Aussagen beschĂ€ftigen und dann auch deren Unwahrheit und deren VorsĂ€tzlichkeit und die hier ĂŒbermĂ€ĂŸig deutliche ("krasse") Betrugsabsicht erkennen.

Nachtrag fĂŒr die Staatsanwaltschaft: Falls einer der Herren Tatbeteiligten es sich erlaubt, so dreist Strafanzeige zu stellen, wie der an den hier gegenstĂ€ndlichen Taten unzweifelhaft beteiligte, und auch sonst unweifelhaft kriminelle Herr "Rechtsanwalt" Philipp Karl Berger es schon getan hat:

Dieser Artikel steht wegen der enormen Vielzahl identischer FĂ€lle des Prozessbetruges, begangen durch die gleichen Personen nach dem gleichen Tatmuster, und der damit verbundenen Gefahr der Wiederholung unter dem ausdrĂŒcklichem Schutz des Artikel 5 GG und des § 193 StGB, denn er ist geeignet, um die Richter (vor der DritttĂ€uschung), besonders aber die Opfer zu warnen und ĂŒber die effektiven Möglichkeiten der Verteidigung gegen die Straftat(en) der Gauner zu informieren und vor einem empfindlichem, diese sogar in wirtschaftliche Not bringen könnenden Vermögensverlust zu bewahren. Man lese auch diesen von mir selbst erwirkten Beschluss (AG Starnberg, "Dialerparasit") nach, der im Übrigen auch der Beschwerde stand hielt.

Falls Sie das mal wieder nicht verstehen, meine Damen und Herren StaatsanwÀlte, dann geben Sie das Verfahren an einen Staatsanwalt ab, der sich mit der stÀndigen Rechtsprechung des BGH und des BVerfG in dieser Frage auskennt. Sonst gibt es eine empfindliche Niederlage.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank, Herr Reinholz!

Ich vertrete aktuell eine Mandantin gegen die Euroweb und tatsĂ€chlich liegt auch mir ein Schriftsatz vor, in welchem die Damen und Herren behaupten, dass hinsichtlich der Erstellung der Webseiten nichts erspart wĂŒrde. Ihre Strafanzeige [url]http://www.fastix.org/euroweb/Strafanzeige_Betrug_03.01.2013-2.pdf[/url] werde ich nunmehr meinem Schriftsatz beifĂŒgen und den Antrag stellen, den beim AG DĂŒsseldorf eingereichten GeschĂ€ftsbericht fĂŒr das Jahr 2011 beizuziehen.

TatsĂ€chlich erscheint mir dieses Vorgehen als geeignet, die Euroweb des absichtlichen Verstoßes gegen die Wahrheitspflicht zu ĂŒberfĂŒhren und damit auch den gesamten Vortrag hinsichtlich § 649 BGB in Zweifel zu ziehen. Womöglich ist diese recht gut erkennbare prozessuale LĂŒge dann auch geeignet den letzten Ausschlag dafĂŒr zu geben, dass das Gericht meiner Mandantin auch den Umstand der arglistigen TĂ€uschung beim Vertragsabschluss ohne viel Federlesens zuerkennt, den der von der Euroweb ebenfalls als Zeuge aufgebotene Außendienstmitarbeiter dĂŒrfte dann auch nicht mehr besonders viel GlaubwĂŒrdigkeit genießen, weil doch fest steht, dass deren Zeugen lĂŒgen.

Der angebotene Zeuge ist tatsÀchlich Daniel Fratzscher.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Anonym hat gesagt…

Da will ich mich mal anschließen.
-------------------------------------------------

Man mag nicht mit allem und nicht mit dem "wie" einverstanden sein wenn man hier im Blog liest. Aber im Kern liefert der Herr Reinholz ausgezeichnetes Material und sehr brauchbare Argumente. Er bringt, kurioserweise als vermeintlicher "Schlosser", die Euroweb und deren AnwĂ€lte durch seine enorme Sachkenntnis und ganz besonders durch das Reflektieren der ZusammenhĂ€nge prozessual wahrscheinlich sehr viel mehr in Schwierigkeiten als man gemeinhin annimmt. Wer hĂ€tte denn angenommen, dass sich der Beweis, der sehr eindeutig fĂŒr die Vollauslastung spricht, in den Bilanzen findet und wer wĂ€re darauf gekommen durch die von Herrn Reinholz aufgezeigten Sachverhalte hinsichtlich deren Webauftritts nachzuweisen, dass die Kanzlei wissentlich unwahr vorgetragen hat?

Mein Dank dafĂŒr!
-------------------------

Was jetzt die hiesige Ausdrucksweise betrifft dĂŒrfen wir auch nicht vergessen, dass der Herr Reinholz seine Artikel keineswegs an uns AnwĂ€lte adressiert, sondern primĂ€r an die Mandanten bzw. an die GeschĂ€digten und auch vor einem Vertragsabschluss warnen will. Da muss man laut sein um gehört zu werden! Die Presse und damit meine ich nicht nur die BILD macht es ja vor. Aus dieser Perspektive dĂŒrfte eine ĂŒberzogene Feinsinnigkeit ziemlich unangebracht sein. Zudem passt ja auf einen groben Klotz auch ein grober Keil. Das Filtern und Versachlichen des Prozessstoffes ist unser Job und damit auch Teil dessen, wofĂŒr wir bezahlt werden.

Alles Gute im neuen Jahr, welches fĂŒr Ex-Euroweb-Kunden sicher sehr gut begann!

. hat gesagt…

Oh je.

Gern biete ich auch einen Formulierungsservice fĂŒr AnwĂ€lte an:

"Den Vortrag der KlĂ€gerin, wonach diese nicht voll ausgelastet war, sodass kein Raum fĂŒr die Annahme von Ersparnissen durch anderweitigen Erwerb bestand, weisen wir als vorsĂ€tzlich unwahr zurĂŒck und berufen uns hierbei auf den Jahresbericht der Euroweb Internet GmbH fĂŒr das Jahr 2011, hinterlegt bei Amtsgericht DĂŒsseldorf, HRB 42518, Seite 2, unter II. - dort 2. Absatz.

Dort wird ausgefĂŒhrt:

"Trotz der gestiegenen UmsÀtze konnte das kurzfristige Vermögen um TEUR 162 verringert werden, wobei insbesondere die angearbeiteten AuftrÀge durch eine schnellere Durchlaufzeit deutlich um TEUR 280 reduziert werden konnten."

Das Erstellen von Webseiten ist der erklĂ€rte und beworbene GeschĂ€ftszweck der KlĂ€gerin. Mithin ist es unmöglich, dass mit "angearbeitete AuftrĂ€ge" - jedenfalls in dem erkennbaren Umfang - etwas anderes gemeint sein könnte als die hier gegenstĂ€ndliche Erstellung von Webseiten. Zu dem fĂ€llt auf, dass die KlĂ€gerin auch in Verfahren welche VertragsabschlĂŒsse im Jahr 2011 und davor betrafen vielfach sogar wortidentisch so vorgetragen hat. Damit ist der klĂ€gerische Vortrag mit dem Jahresabschluss nicht in Übereinstimmung zu bringen und insgesamt als unwahr zurĂŒck zu weisen.

Auf Grund der hier sehr eindeutigen und im Anbetracht der in offensichtlich vielen Verfahren durch mutwilliges, auf eine TĂ€uschung der Gerichte abzielende Handeln der KlĂ€gerin eingetretenen, vorsĂ€tzlichen Verfehlung der prozessualen Wahrheitspflicht weisen wird darauf hin, dass damit auch der ĂŒbrige Vortrag der KlĂ€gerin hinsichtlich der erbrachten und ersparten Leistungen und der von dieser aufgebrachte Zeuge Daniel Fratzscher - der am Ergebnis des hier ganz offensichtlich angestrebten Prozessbetruges auch als MiteigentĂŒmer der Firma der KlĂ€gerin unmittelbar profitiert - keinerlei GlaubwĂŒrdigkeit mehr zuerkannt werden kann, Wir bestreiten damit den gesamten Vortrag der KlĂ€gerin hinsichtlich der erbrachten und ersparten Leistungen als offensichtlich und vorsĂ€tzlich unwahr.

Beweis:
* Beiziehung der Akte, beigefĂŒgter Ausdruck des Jahresberichtes
und (stellvertretend fĂŒr sehr viele):
* Akte des Oberlandesgericht (OLG) Dresden, 10 U 164/13 (Vorinstanz Landgericht Chemnitz, 1 O 375/12)
* Akte des Oberlandesgericht (OLG) DĂŒsseldorf, I-5 U 135/12
"

Anonym hat gesagt…

Angesichts der bei www.internet-system-vertrag.info veröffentlichten Berufungs-Urteile stellt sich die Frage, ob sich der Weg ĂŒber § 649 BGB nicht als Sackgasse erweist, wenn sich die ersparten Aufwendungen nur aus den anderweitigen Erwerbsmöglichkeiten in Bezug auf das Euroweb-Group-Personal ableiten lassen.
Das Landgericht DĂŒsseldorf Az.: 13 O 317/10
http://www.auktionshilfe.info/referenzkunden/lg-duesseldorf-13-o-317-1020111216132723.pdf
hat doch bereits Ende 2011 einen interessanten Weg ĂŒber das angebliche Budget aufgezeigt. Erstaunlich, dass diese Argumentation nicht einmal hilfsweise aufgegriffen wird. Auch das zentrale Thema "arglistige TĂ€uschung" wird in den neusten Urteilen kaum noch angerissen. Das ist schade, weil sich auch hier ĂŒber das angebliche Budget und angebliche Kaufkunden die VorwĂŒrfe möglicher Weise verdichten lassen. Entweder es gibt ein Budget, dann gibt es insoweit ersparte Aufwendungen oder es gibt keins, dann spricht einiges fĂŒr arglistige TĂ€uschung.

Kommentar veröffentlichen