01.04.2014

Kein Aprilscherz - Anwalt klagte mit merkw├╝rdigem Vorbringen gegen Ex-Kanzlei

Heute ist zwar der erste April, aber diese Sache ist wahr. Unzeitig "in den April geschickt" kamen sich wohl die Richter in einer Berufungssache des Landesarbeitsgerichts in Mainz und schon ein Jahr zuvor die des Arbeitsgerichts Kaiserslautern vor.

Ein Anwalt klagte auf die Zahlung von ├ťberstunden.
  • F├╝r die letzten zehn Jahre. (Wie war das doch gleich mit der Verj├Ąhrung von Forderungen? Geh├Ârt das nicht zu den geringsten Grundlagen?)
  • Ohne wenigstens Aufzeichnungen ├╝ber die behaupteten Arbeitszeiten, den Grund der ├ťberstunden und die ausgef├╝hrten T├Ątigkeiten vorlegen zu k├Ânnen. (Hat er mal Urteile aus solchen Prozessen nachgelesen? Das wird immer verlangt.)
  • Ohne einen schriftlichen Arbeitsvertrag vorlegen zu k├Ânnen, weil er keinen solchen hatte. (Echte Juristen und sogar die Mehrheit der "Rechtslaien" wissen: Ohne schriftlichen Vertrag zu arbeiten macht stets Probleme.)
Wer jetzt die Frage stellt, welcher Qualit├Ąt denn die Ausbildung der Juristen in dem teutomanischen "Rechtsstaat" Bundesrepublik sei, bekommt eine Antwort: Es war eine Arbeitszeit von 32 Wochenstunden vereinbart. Dieses, weil dieser naseweise "Rechtsanwalt" mit prek├Ąrem juristischem Grundwissen auch an der Universit├Ąt t├Ątig war. Dort hat er auch noch Nachwuchs ausgebildet...

Vermutlich wird er uns als Massenabmahner oder als etwas wie ein "Euroweb-Jurist" wieder begegnen. Es ist schlie├člich noch kein Fall bekannt geworden, in welchem einem Anwalt wegen Dummheit die Zulassung entzogen wurde. Theoretisch w├Ąre es m├Âglich: Das Stichwort ist "Geistiger Verfall".

Doch nicht nur der Anwalt bekommt sein Fett weg. An die Kanzlei w├╝rde ich gerne folgende Fragen stellen:
  • Das h├Ątte doch in zehn Jahren auffallen m├╝ssen! Wieso ist die h├Âchst geringe geistige Leistungsf├Ąhigkeit dieses Anwalts nicht schon fr├╝her aufgefallen?
  • Wieso stellt eine Anwaltskanzlei einen Anwalt an und macht nicht mal einen schriftlichen Vertrag? Auf so was lassen sich doch nur Dumme ein?
Der Vorgang ist insgesamt ziemlich handfester Grund um die inzwischen streng riechende deutsche Extrawurst namens "Anwaltszwang" endlich wegzuwerfen. Wie sollen denn solche Anw├Ąlte den Prozessstoff sortieren und die Interessen der Mandanten wahren?

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