10.05.2014

Urteil: Die Euroweb verliert auch 2014 - LG Ingolstadt (Az. 42 O 318/13)

Mit Urteil vom 25.04.2014 hat das LG Ingolstadt (Az. 42 O 318/13) eine Klage der Euroweb Internet GmbH gegen unsere Mandantschaft vollst├Ąndig abgewiesen. Geltend gemacht wurde die Zahlung restlicher Verg├╝tung nach § 649 Satz 2 BGB in H├Âhe von ├╝ber € 5.500,00. Bereits au├čergerichtlich hat unsere Mandantin einen Betrag in H├Âhe von 5% der Vertragssumme an Euroweb bezahlt.

Das Gericht hat die Klage nun mit der Begr├╝ndung abgewiesen, die von Euroweb vorgelegt Vertragskalkulation k├Ânne mangels schl├╝ssiger und nachvollziehbarer Darlegung nicht auf ihre Plausibilit├Ąt gepr├╝ft werden. Trotz eines gerichtlichen Hinweises zu diesem Umstand verzichtete Euroweb auf konkreteren Vortrag zur Kalkulation, weshalb es aus Sicht des Gerichts im Ergebnis an schl├╝ssigem Sachvortrag f├╝r die nicht erbrachten Leistungen fehlte.



Das Urteil ist noch nicht rechtskr├Ąftig.
Quelle: Dr. Fl├╝gler  & Partner, Freiburg

Danke!

Ich w├╝rde gerne erfahren in welche der inzwischen bekannten Fallgruppen des (versuchten) Prozessbetruges das Vorgehen der Euroweb/Buchholz und Kollegen in diesem Verfahren f├Ąllt:


Fallgruppe A:

Wurde dem Gericht vorgelogen, dass s├Ąmtliche Leistungen von fest angestellten Mitarbeitern erbracht w├╝rden und das hinsichtlich des Erstellens der Webseiten nichts zu ersparen gewesen sei, weil s├Ąmtliche Leistungen durch fest angestellte Mitarbeiter erbracht w├╝rden und die bei der Euroweb fest angestellten Webdesigner nicht anderweitig zu Erwerbszwecken eingesetzt werden konnten?

oder:

Fallgruppe B:

Wurde dem Gericht vorgelogen, dass nur knappe 2% der Leistungen von Freiberuflern, der Rest durch fest Angestellte der Euroweb erbracht w├╝rden und das hinsichtlich des Erstellens der Webseiten nichts zu ersparen gewesen sei, weil die bei der Euroweb fest angestellten Webdesigner nicht anderweitig zu Erwerbszwecken eingesetzt werden konnten?

oder:

Fallgruppe C:

Wurde dem Gericht vorgelogen, dass hinsichtlich des Erstellens der Webseiten nichts zu ersparen gewesen sei, weil die von bei einem Tochterunternehmen der Euroweb fest angestellten und durch die Euroweb geliehenen Webdesigner nicht anderweitig zu Erwerbszwecken eingesetzt werden konnten?

ggf. und:

Fallgruppe "+1":

Wurde dem Gericht zus├Ątzlich vorgelogen, dass es auch "Kaufkunden" g├Ąbe, welche einen ungleich h├Âheren Betrag als die "Referenzkunden" leisteten?
(dazu sp├Ąter mehr in diesem Blog)


Ich w├╝nsche der Euroweb also Christoph Preu├č und Daniel Fratzscher und den Herren Andreas Buchholz und Philipp Berger nebst der neuen Partnerin  Adrijana Blazevska im Falle einer Berufung mit jeder dieser L├╝gen - oder auch einer neu erdachten - viel Spa├č(*)!

*) beim t├Ąglichen Hofgang.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Fallgruppe A - ... weil s├Ąmtliche Leistungen durch fest angestellte Mitarbeiter erbracht w├╝rden und die bei der Euroweb fest angestellten Webdesigner nicht anderweitig zu Erwerbszwecken eingesetzt werden konnten"

Generell unglaubw├╝rdig, in Branche wird jeder der Angestellten mit Sicherheit mehrere Projekte gleichzeitig ab arbeiten, es d├╝rften auch zwei Angestellte daf├╝r eingesetzt werden (Mediengestalter und Programmierer).

Bei dem gr├Â├čten Teil der Referenzkunden d├╝rfte mehr oder weniger nur ein Angestellter damit besch├Ąftigt sein, das eigene CMS der EW scheint ja ein recht simples Konstrukt zu sein was eigene Analysen ergeben haben, mit den Template Verfahren d├╝rfte sogar ein Praktikant oder Azubi keine Probleme haben wenn er ├╝ber Grundkenntnisse des HTML und auch ganz wenig PHP Kenntnissen verf├╝gt.

Der Vorteil bei dem CMS w├Ąre dann somit das die Projekte wie am Flie├čband abgearbeitet werden kann, was dann wieder zu den peinlichen Fehlern bei der Entwicklung f├╝hrt und das HTML/CSS so "naja k├Ânnte besser sein"-Niveau hat und die Webseiten gerade einmal ├╝ber 1000€ Wert h├Ątten.

Hin und wieder d├╝rfte der ein oder andere Referenzkunde vom Design geblendet sein, weil es auf den ersten Blick ein recht gutes Design hat, falls einer der besseren Designer es gemacht hat.

Weiter m├Âchte ich nun nicht ins Detail gehen, man muss ja der Konkurrenz nicht die massiven Fehler aufz├Ąhlen.

-
Gr├╝├če, ein Mediendesigner.

P.S Ich ├Ąrgere ein wenig nicht kurz f├╝r den Schuppen gearbeitet zu haben, einfach aus Interesse was da in den vier W├Ąnden so l├Ąuft.

Anonym hat gesagt…

"P.S Ich ├Ąrgere ein wenig nicht kurz f├╝r den Schuppen gearbeitet zu haben, einfach aus Interesse was da in den vier W├Ąnden so l├Ąuft."

Das kommt auf den Betrachtungswinkel an. Der Umstand, wieso die Euroweb-Praktikanten selbst bei einfachsten T├Ątigkeiten so derma├čen schlechte Arbeit leisten, lassen durchaus Spekulationen, Drogen- Alkoholkonsum, Arbeitsstre├č, betreffend zu. Nicht zu vergessen, die j├Ąhrlich stattfindenden, feucht-fr├Âhlichen Betriebsausfl├╝ge, die auf Youtube geuppt werden. o.O

Also, das muss man sich nun wirklich nicht geben.

Anonym hat gesagt…

Urteile:
http://www.ramusiol.com/index.php/de/euroweb-webstyle-rank-net-bitskin-stemico/euroweb-webstyle-rank-net-bitskin-stemico/erneut-eurowebinternet-klage-abgewiesen-2

http://ramusiol.com/index.php/de/einzelne-rechtsbeitraege/einzelne-rechtsfragen/85-16-08-2013-landgericht-duesseldorf-weist-weitere-euroweb-klage-ab-3

Anonym hat gesagt…

"OLG D├╝sseldorf: Euroweb gibt auf
Berufung gegen 95-Prozent-Klageabweisung aufgegeben"
Quelle:
http://ramusiol.com/index.php/de/einzelne-rechtsbeitraege/einzelne-rechtsfragen/81-euroweb-konzernweite-nutzung-von-personal-bedingt-auskunftspflichten-nach-werkvertragskuendigung

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