24.07.2014

Peter G√∂rres (Hotelerbe aus Wachtberg) klagt wo niemand mit Verstand klagen w√ľrde - Die Antwort

Da klagt schon wieder mal einer, der zuvor an einer Straftat beteiligt war, gegen mich (wegen des Berichts √ľber die Straftat und die Umst√§nde). Offenbar glaubt der inzwischen 21-j√§hrige Peter G√∂rres aus Wachtberg-Villip mit dem von seinem inzwischen verstorbenen Vater geerbten Verm√∂gen k√∂nne er sich alles kaufen - auch das Recht. Nun werde ich auch dieses Verfahren √∂ffentlich f√ľhren, damit jeder erf√§hrt, was dieser ganz besondere "Kandidat" Peter G√∂rres und sein Anwalt Speckmann von der Kanzlei Roos Nelskamp Schumacher & Partner "mich mit der Klage mal kann". 

Was der Peter Görres will und wie er dreist-vorsätzlich unwahr vortragen lässt ergibt sich meiner Klageerwiderung:

In Sachen 9 O 1062/14 Peter Görres ./. Reinholz

erkl√§re ich, dass ich mich gegen die mit absurden Unwahrheiten „begr√ľndete“ Klage verteidigen will.

In der Frage der Zulässigkeit der Klage kann ich mich selbst äußern.

Die Klage ist jedenfalls vor dem Landgericht unzulässig, denn der Streitgegenstand rechtfertigt einen Streitwert von mehr als 1000 Euro nicht. Die beiden Artikel hatten in den letzten Monaten so gut wie keine Abrufe und selbst die wenigen Abrufe stammen wahrscheinlich vom Kläger und seinem Anwalt. Ich ersuche also das Landgericht, den Streitwert auf einen Betrag von 1000 Euro festzulegen und sodann das Verfahren an das Amtsgericht Kassel zu verweisen. Dieses wäre auch im Interesse des Steuerzahlers.

Ich beantrage hilfsweise, also wenn das Gericht die Sache nicht an das Amtsgericht verweist, wie folgt:

1.) ...
2.) Verl√§ngerung der im Schreiben des Gerichts vom 18.07.2014 unter 2. und 3. gesetzten Fristen, so dass nach diese erst nach der Entscheidung √ľber ... zu laufen beginnen und ein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand vermieden werden kann.

Der Antrag ... ist zu begr√ľnden. Hierbei steht ... die Frage im Mittelpunkt, ob die Verteidigung erfolgversprechend ist. Das ist sie, denn die Klage erweist sich in allen Punkten als unbegr√ľndet.

Das lege ich im einzelnen in der Nummerierung des Kl√§ger in dessen „Begr√ľndung“ dar:

1. Der Kläger verlangt die Entfernung des Bildnisses seiner Person und des seines Vaters.

1.1. Bildnis des Klägers selbst

Der Kl√§ger nimmt f√ľr sich die Rechte aus § 22 KUrhG in Anspruch. Das Gesetz macht jedoch Ausnahmen in § 23  KUrhG. Der Kl√§ger ist (ebenso zuvor wie sein Vater) als Besitzer und Gesch√§ftsf√ľhrer des inzwischen nach dem Erbfall in mehrere Firmen umstrukturierten, gr√∂√üten lokalen Arbeitgebers und wegen seiner „gro√üen Fresse“ im Drachenfelser Land eine lokale Ber√ľhmtheit. Weiterhin ist der Kl√§ger als Kandidat der W√§hlervereinigung "Unser Wachtberg"am 10. April vom Wahlpr√ľfungsausschuss zur Kommunalwahl am 25. Mai zugelassen worden. Er ist der Kandidat f√ľr den dortigen Wahlbezirk 160 „Villip II, Holzem“

Damit steht aber fest, dass der Kl√§ger Person des √∂ffentlichen Interesses ist. Der Kl√§ger hat diesen Vortrag, der ihm aus der Entgegnung auf die Abmahnung vom 29.04.2014 bekannt ist, nicht bestritten. Zudem wird der Kl√§ger auf der Webseite „http://www.unser-wachtberg.de/“ als Kandidat mit Bild als „Peter G√∂rres 21 Jahre, Gastronom“ dargestellt.

Daraus, dass sich die Verbreitung von Webseiten nicht lokal begrenzen l√§sst, kann der lokal ber√ľhmte und sich um einen Posten im Gemeinderat in √∂ffentlicher Wahl bewerbende Kl√§ger nichts herleiten, denn einerseits ist der Abruf nicht beschr√§nkbar, andererseits werden Personen, die sich nicht f√ľr das b√§uerliche „Localcolorit“ und die „volkst√ľmlichen Handlungsweisen“ im „Drachenfelder L√§ndchen“ interessieren, den Artikel weder suchen noch finden noch wahrnehmen.

Bildnisse von Personen, welche sich um √∂ffentliche √Ąmter bewerben oder solche innehaben d√ľrfen als solche von Personen √∂ffentlichen Interesses (ergo: „Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte“) selbstverst√§ndlich verbreitet werden. (§ 23 Absatz 1 Nr. 1). Zu dem sind, anders als der Kl√§ger auf Seite , Punkt 2.2., dort letzter Absatz, unter grobem, vors√§tzlichem Versto√ü gegen die prozessuale Wahrheitspflicht darlegt, gerade nicht „unberechtigter Weise Filmaufnahmen gefertigt“ worden.

Beweis:
1. Webseite der W√§hlervereinigung „Unser Wachtberg“ mit dem Kl√§ger als Kandidat f√ľr die Kommunalwahl. (Anlage, dort auf Seite 11, Mitte)

1.2. Bildnis des Vaters des Klägers

Der Kl√§ger st√ľtzt sich auf § 22 Satz 3 KUrhG. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es zwar bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angeh√∂rigen des Abgebildeten. Aber der Kl√§ger kann sich nicht darauf berufen, dass sein Vater die Einwilligung nicht erteilt h√§tte. Denn eine Einwilligung kann auch durch konkludentes Schweigen geschehen. „Qui tacet, consentire videtur“- „Wer schweigt scheint zuzustimmen!“ – das steht schon auf einer der „zw√∂lf Tafeln“ und ist damit √§lteste europ√§ische Rechtstradition.

Die Veröffentlichung geschah jedenfalls am 28.09.2012. Zu diesem Zeitpunkt war der Vater des Klägers in der selben guten gesundheitlichen Verfassung wie zum Zeitpunkt der Aufnahme Рwo er eine Schlägerei vom Zaune brach. Der Vater des Klägers hat zu der streitgegenständlichen Veröffentlichungen bis zu seinem Tode am 15.02.2013, rund 5 Monate, also lange Zeit geschwiegen, hat dieser Veröffentlichung also schweigend zugestimmt, was der Sohn eben nicht widerrufen kann.

Gegenteiliges hierzu hat nunmehr der Kläger zu beweisen, dazu fehlt es aber an jeder Darlegung.

2. √Ąu√üerungen:

Hier richten sich die Anspr√ľche gegen verschiedene √Ąu√üerungen, die schon seit 28.09.2012 verbreitet werden, was dem Kl√§ger auch bekannt ist. Seit der ersten Abmahnung vom 4. Oktober 2013 hat er nicht geklagt und auch keine Einstweilige Verf√ľgung vorgelegt. Der Kl√§ger behauptet, die streitgegenst√§ndlichen √Ąu√üerungen seien „allesamt wahrheitswidrig“. Hier muss man aufgrund der Deutlichkeit und Dreistigkeit, mit welcher der Kl√§ger gegen die prozessuale Wahrheitspflicht verst√∂√üt, schon fragen, ob der wirklich noch glaubt das Gericht so dreist „verarschen“ zu k√∂nnen oder ob er nicht der Realit√§t schon vollst√§ndig entr√ľckt ist.

2.1. √Ąu√üerung:
Hotel Görres (Wachtberg Ortsteil Villip) Рbrutaler Angriff auf Journalisten
Ausweislich der streitgeständlichen Filmaufnahmen kam es zu einem Angriff, bei dem vom Kläger und seinem Vater ein unter den Umständen seiner Tätigkeit als Kameramann wehrloser Mann und eine 50-Jährige Frau geschlagen und beleidigt wurden. Hierzu kann ich als weiteren Beweis auch die Geschädigten als Zeugen aufbieten.

Ob der Angriff „brutal“ war geh√∂rt in den Bereich der Meinungsbildung. Auf Grund der Tatsache, dass 2 M√§nner auf einen Mann mit einer zweih√§ndig zu bedienenden, gro√üen Videokamera  und dann noch auf eine 50-J√§hrige Frau einschlagen ist die W√ľrdigung mit „brutal“, ja sogar „feige“ gerechtfertigt. Die √Ąu√üerung ist, wie sich aus dem Video selbst ergibt, gerade nicht wahrheitswidrig und die Meinung hat einen ernst zu nehmenden, erweislich wahren Tatsachenhintergrund.

Beweise:
  1. Sachbeweis: Das streitgegenständliche Video selbst
  2. Zeuge : F. ... Bonn
  3. Zeugin: K. ... Bonn
2.2. √Ąu√üerung:
„Nicht nur dass im Hotel G√∂rres Rentner auf Kaffefahrten abgezockt werden, der Chef des Hauses Peter G√∂rres und sein Sohn sind auch noch gewaltt√§tig. Diese verlie√üen mit der Absicht das Hotel, dr√§ngten sich in die Szene, schlugen einen dort filmenden Journalist zusammen und zerst√∂rten dessen Kamera.“
Das im Hotel G√∂rres Rentner (u.a.) auf Kaffeefahrten abgezockt wurden ist wahr. In dem Hotel fand just zum Zeitpunkt der Aufnahmen eine dieser, aus Presse, Funk und Fernsehen sattsam bekannten Verkaufsveranstaltungen statt, bei denen Rentnern und anderen, sicherlich geistig unfitten Personen Waren unter erheblichem Druck und auch anderen rechtswidrigen Umst√§nden (UWG...) zu v√∂llig √ľberzogenen Preisen verkauft, also „abgezockt“ werden.  Dieser Umstand war gerade Anlass der Filmaufnahmen, wie die Zeugen best√§tigen werden.

Das Video beweist, dass die Herren G√∂rres auf die Zeugen zugingen und unmittelbar und ohne Warnung und unter Gebrauch des typisch b√§uerlichen Kriegsl√§rms „Ich werde Dir in die Fresse hauen, Du doofe Sau, Du!“ auf diese einschlugen. Demnach hatten diese auch die Absicht.

Beweise wie vorstehend.

2.3. √Ąu√üerung:
 „K√ľnftiger Hotelerbe G√∂rres Junior: Sekunden sp√§ter schlug er brutal auf einen filmenden  Kameramann ein, der die Kamera (ein Profiger√§t) mit beiden H√§nden hielt. Danach griff er zusammen mit seinem Vater eine fast 50-j√§hrige Frau an und verletzte auch diese. Der erheblich verletzte Kameramann lag danach im Krankenhaus. Die Kamera wurde zerst√∂rt - die Aufnahme indes nicht.“
Auch diese √Ąu√üerung ist gerade nicht wahrheitswidrig.

Beweise wie vorstehend.

2.4. √Ąu√üerung:
 “Hotelbesitzer Peter G√∂rres Senior: Dieser leitete die Tat ein und nahm auch teil. Es wurden dabei seitens der Herren G√∂rres die Worte "Ich werde Dir in die Fresse hauen, Du doofe Sau, Du!" (aus der primitiv-b√§uerlichen Mundart √ľbersetzt) ge√§u√üert.“
All dieses ergibt sich aus dem von den Kl√§ger als Beweis eingef√ľhrten Video zweifelsfrei, ist also gerade nicht wahrheitswidrig.

Beweise wie vorstehend.

2.5. √Ąu√üerung:
„Man sollte aber das erweislich bestehende Risiko bedenken, vom Inhaber und dessen Sohn aus geringsten - oder ohne - Anlass beleidigt und verpr√ľgelt zu werden. Zudem ist der Hotelbetrieb des Peter G√∂rres ein enger Verb√ľndeter der Kaffeefahrten-Abzocker.“
Das Risko ergibt sich aus der Tat (Wiederholungsgefahr). Es bestand kein rechtfertigender Grund oder Anlass daf√ľr, dass der Kl√§ger und sein Vater die Journalisten beleidigten und verletzten. Zumindest der Vater des Kl√§gers hat seinen Gastronomiebetrieb aus dem stets niedrigen Motiv des Gelderwerbs wissentlich und willentlich den „Kaffeefahrtenabzockern“ wiederholt und √ľber einen l√§ngeren Zeitraum zur Verf√ľgung gestellt. Das gen√ľgt, damit die √Ąu√üerung als Meinungs√§u√üerung den Schutz des Art. 5 GG und Art 10 der europ√§ischen Menschenrechtskonvention genie√üt.

Beweise wie vorstehend.

2.6. √Ąu√üerung:
„Was jetzt den Sohn betrifft: ca. 20 Jahre und geht auf einen Mann los, der die Kamera mit beiden H√§nden fest h√§lt, danach auf eine fast 50-j√§hrige Dame.“
Der Kl√§ger ist erweislich ca. 20 Jahre alt, er ging auf einen Mann los, der die Kamera mit beiden H√§nden fest h√§lt, danach auf eine fast 50-j√§hrige Dame. Das ist (abgesehen von den Gesch√§digten)  im Video zu sehen und zu h√∂ren.

Beweise wie vorstehend.

2.7. √Ąu√üerungen:
Seit gestern sind auch die Eigent√ľmer des Hotel G√∂rres in Wachtberg-Villip Mitglied jener Gruppe zu bestaunender Mitb√ľrger, die erst mal frech und in aller √Ėffentlichkeit ernste Straftaten begehen (Beleidigung, N√∂tigung, K√∂rperverletzung, Sachbesch√§digung) und sich dann mit Abmahnungen und Klagedrohungen dagegen wehren wenn √ľber deren kriminellen Handlungen berichtet wird
Der Kl√§ger hat erweislich gemeinsam und gemeinschaftlich mit seinem Vater die Taten der  Beleidigung, N√∂tigung, K√∂rperverletzung, Sachbesch√§digung begangen und sich sp√§ter mit Abmahnungen und Klagedrohungen dagegen gewehrt, dass √ľber seine kriminellen Handlungen und die seines Vaters berichtet wird. Der Kl√§ger hat seine Abmahnung selbst beigef√ľgt.

Beweise wie vorstehend.

2.8. √Ąu√üerungen:
„Niemand wird sich ernstlich wundern, dass, wenn der pl√∂tzlich so feine, empfindliche und auf den Ruf des Hotels so gar sorgf√§ltig bedachte Herr Peter G√∂rres Junior nebst seinem lieben Papa mit den Worten "Ich werde Dir in die Fresse hauen, Du doofe Sau, Du!" feige auf einen wehrlosen Mann (mit einer Schulterkamera) und eine 50-j√§hrige Dame einschl√§gt, ebendieser "Dorfschl√§ger" G√∂rres auch das Angebot bekommt, dass er genau dieses doch mal gegen eine wehrbereite Person versuchen soll - sich aber bitte vorher Klarheit √ľber den Status seiner Krankenversicherung verschaffe.“
Es handelt sich um eine Meinungs√§u√üerung und um eine Warnung an die T√§ter, eine vergleichbare Handlung – die ja erweislich stattfand – insbesondere dann nicht zu wiederholen, wenn der so angegriffene in der Lage ist, sich zu wehren. Mithin um einen Hinweis auf das Recht zur Notwehr und das damit verbundene (Verletzungs-)Risiko f√ľr den Angreifer. Mithin wird gerade der Kl√§ger, der hier klagt, wo niemand mit auch nur einem Funke an Verstand klagen w√ľrde, aber auch Dritte, die wom√∂glich √§hnliches Entsetzliches vorhaben, vor einer Wiederholung der unter 2.7 genannten Straftaten der K√∂rperverletzung, der Beleidigung und der Sachbesch√§digung h√∂chst eindringlich gewarnt.

Auch diese √Ąu√üerung steht unter dem Schutz der Meinungs√§u√üerung aus Art. 5 GG und dem, von den Gerichten ebenfalls zu beachtenden, Artikel 10 der europ√§ischen Menschenrechtskonvention, die zuletzt in diesem Jahr durch die Urteile den Sachen „Brosa gegen Deutschland“ und „Axel Springer Verlag gegen Deutschland“ vom EMRG erheblich gest√§rkt wurden. Insbesondere in der Sache „Brosa gegen Deutschland“ geht der EMRG in sehr starker Weise auf die Fragen ein, was Kandidaten einer √∂ffentlichen Wahl zu dulden haben und korrigierte mit einiger Vehemenz die zu enge und demokratiefeindliche Auslegung der Marburger Gerichte und deren Verlangen nach einem Strengbeweis f√ľr den Tatsachenhintergrund einer Meinungs√§u√üerung.

Beweise wie vorstehend.

Es bleibt auch dann eine Meinungs√§u√üerung und Warnung, wenn der Kl√§ger selbst geistig nicht dazu in der Lage ist, dass er sie als solche versteht. Immerhin ist er anwaltlich vertreten und wenn der Anwalt dem Kl√§ger den Sinn der √Ąu√üerung nicht verst√§ndlich machen kann, dann muss es eben das Gericht tun – und vor genau diesem Nachteil sollte ihn der Anwalt eigentlich sch√ľtzen.

Gesamtw√ľrdigung:

Statt seinen Mandant im Sinne des Berufsrechts vor Nachteilen zu sch√ľtzen, tr√§gt dessen Anwalt, der das Video kennt (er macht ja Aussagen dar√ľber), hier vors√§tzlich und grob unwahr vor – und zwar ganz offensichtlich um zu Lasten und zum Nachteil seines – infolge des Erbfalles verm√∂gend gewordenen - Mandanten durch das Verfahren Geld zu verdienen. Der Kl√§ger selbst ist jedenfalls eher nicht in der Lage, sich solche (ausweislich des Videos) offensichtlichen wie auch dreisten Unwahrheiten auszudenken und vorzutragen. Das Verhalten des Anwaltes des Kl√§gers ist also auch berufsrechtlich h√∂chst bedenklich, denn der muss wissen, dass die vorgelegte Klage  – jedenfalls jenseits des Gedankens an ein Komplettversagen des Gerichts – v√∂llig aussichtslos ist.

Der Kl√§ger hat sich, wie dargestellt, um ein √∂ffentliches Amt beworben. Hierdurch trat im Fr√ľhsommer diesen Jahres ein vom Gericht zu w√ľrdigender Umstand hinzu, n√§mlich dass die W√§hler das Recht haben, sich aus √∂ffentlichen Berichten √ľber das Verhalten der Kandidaten zu informieren. Gerade das im Streit gegenst√§ndliche Video zeigt deutlich auf, dass der Kl√§ger Druck nicht standh√§lt, bei Schwierigkeiten oder Widerstand gegen seine Ideen und Handlungen verbal ausf√§llig und sogar brutal handgreiflich wird. Ebenfalls von Gericht zu w√ľrdigen ist der Umstand, dass der Kl√§ger – wie es ja in der Klage auch geschieht – ohne das Zeigen des Videos als Beweis f√ľr die Vorhaltungen, im Wahlkampf eben so dreist l√ľgend behaupten k√∂nnte, die erhobenen Vorw√ľrfe w√§ren unwahr. Demnach besteht, jedenfalls im Wahlkreis des Kl√§gers, ein erhebliches √∂ffentliches Interesse an der Berichterstattung mit dem Video und den Erl√§uterungen zum Vorgehen und den Folgen des Angriffs auf den Kameramann und dessen Begleiterin.

Dem Kl√§ger w√§re zuzuraten gewesen den Gesch√§digten (hier: Zeugen) Schadenersatz und Schmerzensgeld zu gew√§hren. Dieses wurde als au√üergerichtlicher Vergleich in der Antwort auf die Abmahnung auch angeboten. Obwohl dieses sehr viel billiger als die Kostenfolge der Klage gewesen w√§re klagt der offensichtlich h√∂chst schlecht und zu seinem Nachteil beratene Kl√§ger ohne bei vern√ľnftiger und einem Anwalt zuzutrauender W√ľrdigung Aussicht zu haben, das Verfahren zu gewinnen.

Wie auch immer sich das Verh√§ltnis vom Kl√§ger zu dessen Anwalt gestaltet, die Klage selbst ist abzuweisen. Zugleich sollte das Gericht auch darauf achten, dass der offenkundig die Sach- und Rechtslage gar nicht √ľberblicken k√∂nnende Kl√§ger nicht von seinem Anwalt Speckmann durch den hohen Streitwert „abgezockt“ wird.  Hierf√ľr erscheint es angebracht, den Streitwert auch hinsichtlich der wenigen Seitenabrufe auf ein ertr√§gliches Ma√ü zu mindern und die Sache an das Amtsgericht zu √ľberweisen wo ich mich auch selbst vertreten kann und werde (mit Freuden: die Kammer 9 O wei√ü √ľber meine Person sehr genau, dass ich mit gewissen Typen von Kl√§gern und Juristen gerne selbst befasse), so dass es dann einer Entscheidung √ľber den Antrag auf ... gar nicht erst bedarf.

M√∂glicherweise kommt der Kl√§ger zur Vernunft und nimmt die Klage  zur√ľck und/oder erkl√§rt sich mit einem Vergleich bereit (bei dem die gesch√§digten Zeugen als Drittbeg√ľnstigte einen Schadensausgleich erhalten) wenn das Gericht mit der √úbersendung dieses Schreibens und/oder der Verweisung an das Amtsgericht eine W√ľrdigung des Videos und des, zu dessen Aussage kontr√§ren kl√§gerischen Vortrages verbindet.


Mit freundlichen Gr√ľ√üen


Jörg Reinholz
Kassel, am 23.07.2014

Kommentare:

J√∂rgies Alptraum hat gesagt…

Wenn ich das so lese, bekomme ich wieder Gewaltphantasien bez√ľglich deiner Person.

Aber bevor du wieder als bemitleidenswertes Opfer einer Bedrohung zur Polizei rennst, verschweige ich sie lieber.

. hat gesagt…

Ich mache mir nichts aus Gewaltphantasien. Ich halte es aber f√ľr eine psychiatrische Erkrankung, wenn Du in solchen schwelgst. Nicht dass Du mal in einen Kindergarten einr√ľckst oder kleine, unschuldige Kanichen abschlachtest - nur weil Du Dich nicht an mich rantraust, aber Deinen Samenstau aufl√∂sen musst.

Anonym hat gesagt…

Fastix, sorry, aber Dein Kommentar " Ich mache mir nichts aus Gewaltphantasien. Ich halte es aber f√ľr eine psychiatrische Erkrankung, wenn Du in solchen schwelgst. Nicht dass Du mal in einen Kindergarten einr√ľckst oder kleine, unschuldige Kanichen abschlachtest - nur weil Du Dich nicht an mich rantraust, aber Deinen Samenstau aufl√∂sen musst." in Zeiten, in denen man - siehe http://www.heise.de/tp/artikel/42/42345/1.html im Fall Gustl Mollath - f√ľr nichts in die Psychiatrie kommt, ist einfach nur peinlich.

Richtig ist ja, dass mit nichts bzw. erfundenen Reifenstechereien ein Mensch mehrjährig in eine Psychiatrie eingesperrt werden kann, weil Deutschland - was Meinungsfreiheit angeht - immer mehr zum Unrechtsstaat wird.

Anonym hat gesagt…

"J√∂rgies Alptraum hat gesagt… Wenn ich das so lese, bekomme ich wieder Gewaltphantasien bez√ľglich deiner Person."

Na prima! Dein √ľbellauniger Gegner kann seine ohnm√§chtige Wut nicht verbergen. Er meint also auch, dass Du das Verfahren gewinnen wirst.

Und danach sieht es ja auch aus.

Problemb√§rdompteur I. hat gesagt…

J√∂rgies Alptraum hat gesagt…
Wenn ich das so lese, bekomme ich wieder Gewaltphantasien bez√ľglich deiner Person.

Aber bevor du wieder als bemitleidenswertes Opfer einer Bedrohung zur Polizei rennst, verschweige ich sie lieber.


.............

Wie beschissen muß es in der Psyche solch einer Type aussehen.
Ach, Herr Jörgies Alptraum, bitte begeben sie sich doch endlich mal in Behandlung. Ich meine, wer seine Hilflosigkeit und seinen ohnmächtigen Zorn so herausschreien muß, der kann ja nicht alle beisammen haben.

nebenbei: was gefällt ihnen eigentlich an der Geschichte nicht? Daß ein tumber Schläger öffentlich gemacht wird? Ja, das muß schmerzen. Vor allem, wenn man sich mit solch niederen Instinken solidarisiert.

J√∂rgies Alptraum hat gesagt…

Achja, jetzt hab ichs kapiert:

Ich lade dich hiermit ein, dir von mir die Fresse polieren zu lassen!

Laut dem großen Kleinholz ist das jetzt gerade keine Bedrohung, ha ha ha!

. hat gesagt…

"Ich lade dich hiermit ein, dir von mir die Fresse polieren zu lassen!"

Im Hinblick auf Ihren geistigen und in zweiter Linie k√∂rperlichen Zustand muss ich das leider ablehnen. Nicht nur, dass die Fairness es mir verbietet, mich mit offensichtlich Schw√§cheren anzulegen, es w√ľrde mir sicherlich als auch Straftat (fahrl√§ssige K√∂rperverletzung) angelastet wenn ich trotz aller Vorsicht einen derartigen Hampelmann, wie Sie nunmal einer sind, dabei verletzen w√ľrde.

Jörg Reinholz

Anonym hat gesagt…

J√∂rgies Alptraum, was glaubst Du, wozu wir Dich und alle Stimmen in Deinem Schrumpfk√∂pfchen gerne einladen w√ľrden? ^^

Ich wills mal so formulieren:

http://www.youtube.com/watch?v=xaI3CFhORss
http://www.youtube.com/watch?v=SOMKnhN7ABs
http://www.youtube.com/watch?v=BNpF5KMQo14
http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/phantastisches1/21665-tony-ballard-15-der-sarg-der-tausend-tode

Komm Du uns vor die Fäuste! ^^

Anonym hat gesagt…

Ach gottchen, da hat Herr Alptraum mal die Werbepause zwischen Richterin Salfisch und einer anderen Hartz 4 Sendung genutzt und mal wieder geistigen D√ľnnpfiff von sich gegeben. Wie putzig. Und hauen will er sich. Pass auf, das du beim zur T√ľr gehen nicht √ľber die Schnapsflaschen stolperst.

Problemb√§rdompteur I hat gesagt…

J√∂rgies Alptraum hat gesagt…
Achja, jetzt hab ichs kapiert:

Ich lade dich hiermit ein, dir von mir die Fresse polieren zu lassen!

Laut dem großen Kleinholz ist das jetzt gerade keine Bedrohung, ha ha ha!
......................

Tja, wem Hirn fehlt, der muß es mit den Fäusten richten.

Wie armselig.

. hat gesagt…

Sieht so aus, als sollte ich den Kommentar von "J√∂rgies Alptraum" und alle Antworten dazu l√∂schen... Bringt ja nichts f√ľr die Diskussion, au√üer dass es zeigt, wie (und warum) die werten Gegner (so) reagieren.

Übrigens: "Jörgies Alptraum" ist sehr wahrscheinlich eine Frau B. aus der Nähe von Kassel.

Problemb√§rdompteur I. hat gesagt…

Übrigens: "Jörgies Alptraum" ist sehr wahrscheinlich eine Frau B. aus der Nähe von Kassel.

.............

Wie? Die gibts immer noch? Ich dachte, die ist längst zur Behandlung zwangseingewiesen worden.

niobe1958 hat gesagt…

Jörgies Alptraum ist sehr wahrscheinlich eine Frau B. aus der Nähe von Kassel.

Werter Herr Reinholz! Ich bitte Sie doch sehr, Beweise auf den Tisch zu legen, anhand derer ich "Karl Knall" oder jetzt auch "Jörgies Alptraum" sein soll. Sie werden solche Beweise aber nicht vorlegen können, weil ich auf Ihrem Blog normalerweise nicht kommentiere. Wozu auch, ich habe schließlich meinen eigenen! ;-)

Ansonsten kann ich mich nicht erinnern, womit ich mir Ihre fast schon stalkerhafte Aufmerksamkeit verdient hätte...? Allein Ihre Freundschaft zu meinem Ex-Lebensgefährten kann es doch nicht sein?

In der Hoffnung, dass wir das virtuelle Kriegsbeil ein- f√ľr allemal begraben k√∂nnen, verbleibe ich mit freundlichen Gr√ľ√üen :-)

Ihre
"Frau B. aus Wolfhagen"

P.S.: Bitte belästigen Sie nicht wieder meinen Anrufbeantworter ;-)

. hat gesagt…

Nun, Frau Brakensiek, da Sie sich hier selbst mit dem Nickname melden, der √ľber Ihren Blogg zu Ihrem Klarname f√ľhrt, kann ich den auch nennen.

Sie verlangen einen Beweis? Wenn ich schreibe, dass Sie wahrscheinlich die Person sind, welche sich hinter dem Name versteckt, dann muss ich das nicht beweisen. Es ist nämlich ausweislich des "wahrscheinlich" eine Meinung.

Und in dieser Meinung werde ich dadurch, dass Sie "so schnell und so hoch springen", noch bestärkt.

Noch drei Sachen:
1.) Einen Anrufbeantworter kann man - wie andere Sachen auch - nicht belästigen.
2.) Ich habe auf Ihrer Webseite gefunden, was ich suchte.
3.) Als Sie "vorgerichtlich" so passend "vergessen" hatten, hinsichtlich der Darlegung Ihrer finanziellen Verh√§ltnisse den Umstand zu erw√§hnen, dass Sie mit dem Besitzer des Hauses verheiratet sind, in welchem Sie wohnen - war das etwa ein Betrugsversuch? Ich dachte, Sie m√∂gen keine Sozialbetr√ľger?

niobe1958 hat gesagt…

Ich dachte, Sie m√∂gen keine Sozialbetr√ľger?
Nein, die mag ich in der Tat nicht. Sollte es durch mein Verhalten in der Tat zu einem Schaden der Gesellschaft gekommen sein - durch meine freiwillige Geldzahlung im Rahmen der Diversion wurde dieser wieder gutgemacht! Jedenfalls kam es bei mir gerade zu keiner Bereicherung, weshalb ich mit gutem Recht die Unschuldsvermutung f√ľr mich beanspruchen darf!

. hat gesagt…

"Jedenfalls kam es bei mir gerade zu keiner Bereicherung"

Das war wohl ein wenig anders. Erst haben Sie sich zu Lasten der Allgemeinheit rechtswidrig bereichert und mussten das dann zur√ľck zahlen. Nebst der nicht geringen Geldauflage - wegen der Sie vor der Strafkammer herumheulten, dass Sie doch unm√∂glich so viel zahlen k√∂nnten...

[Sozialbetr√ľger] "Nein, die mag ich in der Tat nicht."
Sie mögen sich also selbst nicht. Und haben sicher deshalb Ihre Eheschließung "vergessen" als Sie wieder Sozialleistungen beantragten...

Sie haben in der Tat das eine oder andere Problem mit Ihrer besonderen (wenn nicht gestörten) Weltsicht.

J√∂rgies Alptraum hat gesagt…

Was zum Teufel?! Ich habe mit dieser K√ľchenschabe nichts zu tun, verdammt noch mal!

Wenn du mich weiter mit der vergleichst, setze ich dich womöglich einer ernst gemeinten Bedrohungs-Lage aus!

Anonym hat gesagt…

"Jedenfalls kam es bei mir gerade zu keiner Bereicherung, weshalb ich mit gutem Recht die Unschuldsvermutung f√ľr mich beanspruchen darf!"

Das gibts nur im Gendermainstreamingparadies Deutschland. Wenn Frau bei ihren Geldoptimierungen erwischt wird, gilt erstmal politisch korrekt die Unschuldsvermutung. lol

Wenn das der Siteadmin v. Weiberplage.de w√ľsste. o.O

Anonym hat gesagt…

Fastix, wo bleibt aus aktuellem Anlass die dezente Werbung f√ľr Weiberplage.de? ^^

Claus Frickemeier hat gesagt…

Ach du Schande, niobe1958 gibt es immer noch im WWW?

Ich h√§tte gedacht, die w√ľrde l√§ngst in einer Therapie vor sich hin d√ľmpeln. Zeit daf√ľr war es ja bereits vor Jahren.

. hat gesagt…

"die dezente Werbung f√ľr Weiberplage.de"

Um Gottes Willen! Ich hab mir das angeschaut und eine Weile lang f√ľr Satire gehalten. Das scheint aber real zu sein.

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