31.07.2015

Zur Strafbarkeit von DDoS-Attacken: Manchmal sind es die kurzen Abs├Ątze ...

§ 303b Absatz 3 StGB lautet:
"Der Versuch ist strafbar."
und entfaltet Wirkung, wenn ein DDoS-Angriff nicht zum gew├╝nschen Ziel f├╝hrt:
Beschwerde gegen Einstellung in Sachen 835 Js 74381/15
(Strafanzeige gegen Starost, Pohlan, Stein)

Sehr geehrter Herr R#########,

zur Richtigstellung teile ich mit, dass die Einsch├Ątzung der Staatsanwaltschaft, dass keine erhebliche St├Ârung eingetreten sei, durchaus richtig ist.

Allerdings sind die Gr├╝nde f├╝r die Einstellung nicht zutreffend. Der SatzHinter Blogspot.com steht ein CDN, also eine auf mehrere Rechenzentren verteilte Serverfarm. Die d├╝rfte die billig eingekaufte DDoS-Attacke nicht einmal richtig bemerkt haben bezieht sich auf eine zweite DDoS-Attacke, welche dem Angriff auf fastix.org unmittelbar vorausging und also vom gleichen Personenkreis initiiert wurde und also nicht auf den bisher in der Anzeige gegenst├Ąndlichen Angriff.

Ich wende gegen die Einstellung ein, dass nach § 303b Absatz 3 StGB schon der Versuch strafbar ist, eine Datenverarbeitung erheblich zu st├Âren. Ein solcher Versuch liegt hier vor. Denn unzweifelhaft hatte der T├Ąter eine vollst├Ąndige St├Ârung von der Dauer einer Stunde vor. Ein Server, wie man ihn als virtuellen Server z.B. von Strato, 1und1, Hosteurope f├╝r weniger als 10€/Monat mieten kann, was auch viele mit dem Unterzeichner vergleichbare oder gr├Â├čere(sic!) Unternehmen machen, w├Ąre bei der selben Intensit├Ąt des Angriffs vollst├Ąndig ausgefallen.

Wegen des Nichtausfalls des Blogs auf Blogspot.com wurde ja gerade erst nachfolgend versucht, fastix.org mit der selben Methode und derselben Intensit├Ąt anzugreifen. Der Versuch scheiterte beide Male nur an der widerstandsf├Ąhigen Technik, was, wie auch die D├Ąmlichkeit bei der Tatausf├╝hrung, den T├Ątern nicht positiv zuzurechnen ist. In Folge des Wechsels des Angriffsziels kommt zudem auch ein Tatr├╝cktritt oder ├Ąhnliches gerade nicht in Betracht. Dieser Wechsel des Angriffsziels nach dem Ausbleiben des erhofften Taterfolgs zeigt nur auf, dass ein vollst├Ąndiger und damit erheblicher Ausfall tats├Ąchlich das Ziel des Angriffs also des Tatversuchs war.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

J├Ârg Reinholz
Der K├Âlner Psycho-Dr. Nau wird sich, als Rechtslaie, hoffentlich kein weiteres Mal erbl├Âden und nunmehr ├╝ber dieses Schreiben zu behaupten, ich h├Ątte "nur Formalien er├Ârtert."

Sehr geehrter Herr R#########,

ich setze die Beschwerde fort.

Die DDoS-Attacke war zwar wirkungslos, aber eine solche erfolgt stets in der Absicht einer N├Âtigung oder Erpressung.

Christian Stein ist Gesch├Ąftsf├╝hrer einer Euroweb Deutschland GmbH, Felix Starost und Denis Pohlan verkaufen die Leistungen dieser Firma mit rechtswidrigen Methoden.

In dem Blog joerg-reinholz.blogspot.ch berichte ich dar├╝ber.

Es liegt hierdurch nahe, dass mit der DDoS-Attacke als Haupttat versucht wurde, mich rechtswidrig durch Drohung mit einem empfindlichen ├ťbel zu einer Unterlassung zu n├Âtigen. Gem├Ą├č § 240 StGB ist auch hier der Versuch strafbar und also wie die erfolgreiche Tat zu bestrafen.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

J├Ârg Reinholz

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