11.03.2016

Betrugsverfahren gegen Euroweb-Mitarbeiter: Rechtsanwalt Andreas Buchholz bleibt "nicht ganz bei der Wahrheit"

Der Euroweb-Oberanwalt Andreas Buchholz (Kanzlei Buchholz & Kollegen, D├╝sseldorf) schreibt ├╝ber einen Fall:
"In der Zeit von M├Ąrz 2011 bis Mai 2011 vermittelte der Mandant in Th├╝ringen diverse Vertr├Ąge an Kunden zu entsprechend angepriesenen Vorzugskonditionen. Hierbei erhielten s├Ąmtliche dieser Referenzkunden die vermittelten Vertr├Ąge zu nahezu identischen Preisen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft (StA) lag damit eine T├Ąuschung ├╝ber den Verkehrswert vor und somit auch ein Schaden."
Wie sich gleich zeigt war es wohl eine f├╝r die Euroweb t├Ątige Person, welche im Zusammenhang mit der T├Ątigkeit im Vertrieb und der Verwendung der Referenzkundenmasche angeklagt war:
"Denn soweit die Bewertung eines Kunden als „Referenzkunde“ und die damit einhergehende Kostenersparnis als zugesicherte Eigenschaft des Vertragswerks insgesamt angesehen wurde, war das beworbene Werk („Internetpr├Ąsenz“) den vereinbarten Preis objektiv wert und insbesondere erlangten die Referenzkunden auch gegen├╝ber anderen Kunden den erstrebten Preisvorteil im Sinne der dargestellten Ersparnis."
Was f├╝r ein Bullshit!
Das Berufungsgericht hat nicht fest gestellt, dass "das beworbene Werk („Internetpr├Ąsenz“) den vereinbarten Preis objektiv wert" war und das der "Referenzkunde" "auch gegen├╝ber anderen Kunden den erstrebten Preisvorteil im Sinne der dargestellten Ersparnis" erzielte.

Diese, zum Betrugsvorwurf f├╝hrenden Umst├Ąnde, n├Ąmlich dass die sp├Ąter erstellten Webseiten den horrenden Euroweb-Preis absolut nicht wert sind, und dass die angebliche "Preisersparnis" eine "Geschichte vom Pferd" sind - und dass der Vertriebsmitarbeiter das wusste - wurden in der Vorinstanz nur nicht (gen├╝gend) bewiesen!

Der in D├╝sseldorf als Rechtsanwalt zugelassene Andreas Buchholz bel├╝gt also ganz bewusst die ├ľffentlichkeit, er macht n├Ąmlich vors├Ątzlich unwahr vor, dass das Landgericht (wie sich aus dem Kontext ergibt: der Euroweb) einen "Persilschein" ausgestellt habe!

Und ich gehe mal davon aus, dass das Gericht nicht viel Sinn darin sah, in einem Verfahren gegen einen eher "minderbeteiligten", der sich zudem auch noch aufgrund der Schulungen durch die Euroweb und der (wie hier ja gerade besprochenen) unwahren ├äu├čerungen der Eurowebkanzlei des Andreas Buchholz im "Verbotsirrtum" befinden konnte, ein gro├čes Fass aufzumachen und umfangreich (und also teuer!) Beweis zu f├╝hren. Es w├Ąre n├Ąmlich voraussichtlich nur eine Geldstrafe herausgekommen. Im Hinblick auf das Einkommen des Angeklagten vielleicht 50 Tagess├Ątze a 10 Euro. Bei sowas wird das Verfahren, wenn es zu teuer wird, fast regelm├Ą├čig eingestellt - vor allem wenn erkennbar wird, dass die Beweisf├╝hrung zwar wom├Âglich zu einer Verurteilung f├╝hren k├Ânnte, aber deren Kosten die zu erwartende Strafe dann weit ├╝bersteigt und so zu einer zu weit gehenden Bestrafung durch die Prozesskosten f├╝hrt.

Stichwort: "Opportunit├Ątsprinzip"

Jedenfalls mit dem mir vorliegenden "Leitfaden f├╝r Vertriebsbeauftragte", den die Angestellten der jetzt f├╝r die Euroweb Deutschland GmbH t├Ątigen Vertriebsmitarbeiter (z.B. des Denis Pohlan) erhielten, sieht das "etwas anders" aus - Zumindest f├╝r Christian Stein, der Gesch├Ąftsf├╝hrer der Euroweb Deutschland GmbH ist.

Und Andreas Buchholz?

Tja! Da bin ich beim Begriff der L├╝ge (er hat gelogen) und des L├╝gners. Denn mit seiner, aus meiner Sicht vors├Ątzlichen L├╝ge verfolgt er durchaus ein Ziel. F├╝r mich ist klar, dass er die Euroweb positiv darstellen will, auch wenn er deren Name nicht nennt. Ich kenne ja auch seine sehr zielorientierten Ver├Âffentlichungen sogar aufgehobener Urteile (was er wei├č aber tunlichst nicht erw├Ąhnt!). Aber die aktuelle L├╝gengeschichte des Obereurowebanwaltes hat bekanntlich auch einen sehr direkten Vorl├Ąufer: Eine Strafkammer des LG Chemnitz urteilte n├Ąmlich: Das Opfer der Euroweb-Referenzkundenmasche bekommt Geld zur├╝ck - sonst wird wegen Betruges verurteilt! Andreas Buchholz wird ja wohl auch sehr genau wissen, dass der Christoph Preu├č erst k├╝rzlich eine "f├╝nfstellige" Auflage akzeptierte, gegen welche das Betrugsverfahren gegen ihn eingestellt wurde. "F├╝nfstellig" war auch der Minigewinn der Euroweb Internet GmbH im Jahr 2013: Die Betrugsmasche der Euroweb lohnt sich also nur begrenzt. Das ist wohl eine Folge der ├Âffentlichen Kritik an der Referenzkundenmasche und den zahlreichen Euroweb-L├╝gen.

"Ehre, wem Ehre geb├╝hrt!"

Andreas Bucholz von der D├╝sseldorfer Kanzlei "Buchholz und Kollegen" bekommt f├╝r seinen "Bullshit" von mir die "G├╝nter Freiherr von Gravenreuth (geb, D├Ârr) - Ehrenmedaille in schwarz-wei├č zum Selbstausdrucken", welche ich f├╝r derart dreistes prozessuales oder ├Âffentliches L├╝gen immer mal verleihe.

Hier ist sie:
Bild: "G├╝nter Freiherr von Gravenreuth (geb, D├Ârr) - Ehrenmedaille in schwarz-wei├č zum Selbstausdrucken" - Rechte: J├Ârg Reinholz, Kassel

Kommentare:

Daniel Land hat gesagt…

Da "arbeiten" mal wieder das Legalitit├Ątsprinzip und Opportunit├Ątsprinzig gegeneinander.

Rechrsstaat geht anders.

. hat gesagt…

Darum geht es eigentlich nicht. Aber vorliegend passt das schon.

Die Staatsanwaltschaft h├Ątte dem Gericht ein Gutachten vorlegen m├╝ssen, wonach die Kosten zu dem zu erwartenden oder gelieferten Ergebnis in keinem Verh├Ąltnis stehen. Das kann teuer werden.

Dann h├Ątte man den angeklagten vielleicht(*) mit 500 Euro bestraft und ihm 2000 Euro f├╝r das Gutachten "aufgedr├╝ckt".

Zum vielleicht: Es k├Ąme ja in Frage, dass sich der Angeklagte durch die L├╝gen auch des Andreas Buchholz & Co (denen er angeblich glaubt(e), weil diese formal "Rechtsanw├Ąlte" sind) im Verbotsirrtum befand. Was Straffreiheit nach sich ziehen kann. Hat das Gericht nicht mehr untersucht und schon vorher abgewunken.

Ich bin in solchen Sache auch daf├╝r, die KLEINEN kaufen zu lassen und das Anstifterpack zu bestrafen.

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