21.04.2018

Was hat der Springer Verlag eigentlich f├╝r "Juristen"?

Der sich durch das j├╝ngst zu seinem Nachteil erlassene BGH-Urteil wohl "angepisst" f├╝hlende Springer-Verlag hat in einer sauert├Âpfischen Stellungnahme die n├Ąchste Klage angek├╝ndigt.

Ich lese: Man wolle Eyeo jetzt verklagen, weil die Firma die "urheberrechtlich gesch├╝tzten Seiteninhalte"  ver├Ąndere.

Ich liege vor Lachen im Dreck!

Wer ber├Ąt die eigentlich den Verlag? Sicher ein ganzes dieses "Super-Anw├Ąlte", ein ├ťberflieger, eine "Koryph├Ąe des Rechts" - und wohl auch ein Typ mit einer, der Vernunft stark vorauseilenden Allmachtsphantasie.

Die Klage wird n├Ąmlich eine Lachnummer.
  • Erstens mal ver├Ąndert Eyeo n├Ąmlich gar nichts. Eyeo bietet mit Adblock+ allenfalls eine Software an, die (wie der BGH technisch und sachlich richtig und zudem sehr geduldig in der Urteilsbegr├╝ndung erkl├Ąrte) - auf Betreiben des Nutzers der Software - die Werbung blockiert. Es ist also initial der Nutzer, der die Seiten ver├Ąndert.
  • Dann w├Ąre da der Ersch├Âpfungsgrundsatz. Der Springerverlag hat die Webseite in den Machtbereich des bestimmungsgem├Ą├čen Endempf├Ąngers ausgeliefert. Und der kann damit in seinem privaten Umfeld (auch in einer Firma, einem Amt) machen was er will. Sonst w├╝rde jeder verklagt, der in einem Buch Notizen macht, etwas unterstreicht oder durchstreicht. Oder eine Widmung f├╝r die beschenkte Person reinschreibt. Oder das Buch (oder die BILD) gar entsorgt.
  • Ach Herrje! Die Schaffensh├Âhe! Also an der Gestaltung (dem Layout) der Webseite wird ja nichts ver├Ąndert. Die lieblos mit Software reingeklatschte Werbung (auf die der Verlag ja auch aus monet├Ąren Interesse sehr geringen Einfluss nimmt) d├╝rfte keine "Schaffensh├Âhe" begr├╝nden. Die Webseiten mit Werbung sehen meistens so aus wie die Wandtafeln der Klasse 3a einer Hauptschule in Unteroberbach. An sowas wollen was? Ein Urheberrecht?
  • Und dann bleibt ja noch die Frage, ob der Springer Verlag irgendwelche urheberrechtlichen Rechte an der Werbung der Dritten geltend machen kann. Denn die Werbebanner hat er ja nicht gestaltet.
Vermutlich werden viel Spa├č - vielleicht sogar bis zum BVerfassG - haben und ein neues Buch ├╝ber Springer-Anw├Ąlte und zum Thema "Uneinsichtigkeit der Marketing-Division der Sirius Cybertic Corp." schreiben.

Keine Kommentare:

Kommentar ver├Âffentlichen