01.06.2012

"Christliches" Lohndumping gestoppt, Rentenkassen versĂ€umen die Nacholung von BeitrĂ€gen, Altersarmut droht tausenden, Millionengewinne fĂŒr BetrĂŒger und Diebe

Die "Neue Richtervereinigung" berichtet davon, dass das Bundesarbeitsgericht das illegale Lohndumping durch die Tarifgemeinschaft "Christlicher Gewerkschaften" gestoppt habe.
"Die Arbeitsgerichte in Deutschland haben das systematische Lohndumping in der Zeitarbeit gestoppt. Die von der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften fĂŒr Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) seit ihrer GrĂŒndung im Jahre 2002 abgeschlossenen TarifvertrĂ€ge sind nach den jĂŒngsten Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts vom 22. und 23. Mai 2012 (1 ABN 27/12, 1 AZB 58/11 und 1 AZB 67/11) endgĂŒltig unwirksam. Damit haben alle Leiharbeitnehmer, denen unter Berufung auf die TarifvertrĂ€ge der CGZP eine niedrigere VergĂŒtung gezahlt wurde als den Arbeitnehmern im Entleiherbetrieb, seit 2003 einen Anspruch auf gleichen Lohn fĂŒr gleiche Arbeit." 
Die  "Christlichen Gewerkschaften" waren oder sind praktisch mitgliedslose Organisationen, mit deren Hilfe auf eine absonderliche Weise die Ausbeutung deutscher Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen besonders im Bereich der Zeitarbeit auf eine "Rechtsgrundlage" gestellt wurde - die freilich nicht hielt. Diese "Gewerkschaften" dienten einzig Unternehmerinteressen und forcierten die Ausbeutung besonders im Bereich der Zeitarbeit.

Rentenversicherer verletzen ihren Auftrag

Leider mussten die Richter aber auch zusehen, dass die Rentenversicherer sich arg dabei zurĂŒck hielten fĂŒr die Versicherten die Rechtslage geltend zu machen:
"SpĂ€testens seit der Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin zur Unwirksamkeit der TarifvertrĂ€ge der CGZP am 1.4.2009 (35 BV 17008/08) wĂ€re zu erwarten gewesen, dass die danach erhöhten RentenversicherungsbeitrĂ€ge bei den Unternehmen der Zeitarbeit aber auch bei den Entleihern durch die RentenversicherungstrĂ€ger geltend gemacht werden. Dennoch haben die SozialversicherungstrĂ€ger erst im Dezember 2010 und auch nur gegenĂŒber ca. 1600 von mindestens 3.100 Verleihunternehmen BeitragsansprĂŒche geltend gemacht. Diese jahrelange UntĂ€tigkeit hat jedenfalls zur VerjĂ€hrung der AnsprĂŒche fĂŒr BeschĂ€ftigungszeiten vor Dezember 2005 gefĂŒhrt. Nach SchĂ€tzungen soll das etwa 500 Millionen EUR betreffen."

Offenbar sind die Rentenkassen von der CDU/FDP Regierung gehalten, die Praxis einer menschenunwĂŒrdigen Entlohnung fortzusetzen und haben so eine halbe Milliarde Euro verschenkt und die eigenen Versicherten um die denen zustehenden RentenansprĂŒche gebracht. Das ist, wenn man genau hinschaut, auch Betrug.

Tausenden Versicherten droht deshalb Altersarmut, diese werden wegen der notwendigen ergĂ€nzenden Sozialhilfe voraussichtlich die Steuerzahler belasten - wĂ€hrend sich die Bosse jener betrĂŒgerisch agierenden Zeitarbeitsunternehmen, welche die "christlichen Gewerkschaften" zum Zweck des Betruges einrichteten,  enormer, kaum zu fassender und vor allem nicht gerechtfertigter Gewinne erfreuen. Dieses Geld wurde letztendlich nicht nur den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sondern sĂ€mtlichen Steuerzahlern gestohlen!

Und das ist auch nicht gerade sehr christlich. Offenbar versteht man in CDU-nahen Kreisen die FĂŒrsorgepflicht so, dass die Armen stets den Reichen zu geben haben und dass die Gesetze (sowohl die des Herrn als auch die weltlichen) dabei scheißegal sind.

In der CDU und FDP kennt man ja die Spender fĂŒr die eigene Parteikollekte. Und denen ist, dem Prinzip der strikten "NĂ€chstenliebe"  folgend, stets Gutes zu tun. Nicht wahr?

Übrigens sind die Profiteure und deren Diener in den Parteizentralen genau die gleichen  LĂŒgner, die bei jeder Gelegenheit behaupten, die "Arbeit soll sich wieder lohnen" - und selbst die Einkommen der Arbeitnehmer auf ein Niveau drĂŒcken, auf welchem sich Arbeit gerade nicht lohnt, weil die Löhne selbst fĂŒr FachkrĂ€fte in der NĂ€he oder unter der Armutsgrenze liegen. Die selben Heuchler beklagen dann noch einen "FachkrĂ€ftemangel". Weil deren FachkrĂ€fte sich besser bezahlte Jobs im Ausland oder in anderen Bereichen suchen oder gleich ganz Hause bleiben. Eben weil sich die Arbeit in Deutschland durch das Lohndumping und RentenverkĂŒrzungen nicht mehr lohnt.

Kommentare:

Trainee hat gesagt…

Was soll an dem Verhalten dieser sich "christlich" schimpfenden Vertretern der Kinderficker-Sekte - siehe dazu auch http://www.schockwellenreiter.de/blog/2012/02/18/gotteslasterungs-update-die-letzte/ - bitte schön "christlich" sein?

Alleine der Umstand, das man sich in keinster Weise sozial kompetent erweist, geschweige denn, ernsthaft gesellschaftliche Verantwortung ĂŒbernehmen will.

ErbÀrmlich!

Deren Verhalten sieht man im ĂŒbrigen anhand nicht weniger Berichte aus den Medien der letzten Jahre ganz gut. Ich meine, diese Herrschaften ĂŒbernehmen noch nicht einmal die Verantwortung fĂŒr alle ihre eigenen VersĂ€umnisse in der Vergangenheit.

Siehe dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=zbN350RTnHQ
http://www.youtube.com/watch?v=VlsSqPozojw
http://www.youtube.com/watch?v=LCouEBn30pI
http://newspresso.gulli.com/2021-regensburg-digitalde-kirchlicher-maulkorb-aufgehoben-kommentar-25-10-2011
http://newspresso.gulli.com/2470-umgang-des-bistums-regensburg-mit-betroffenen-sexualisierter-gewalt-03-03-2012
http://netzwerkb.org/2012/03/24/angeklagt-der-papst/

(Liste ließe sich unendlich fortfĂŒhren)

greetz,

trainee

Trainee hat gesagt…

Was ich fragen wollte, wie wĂ€re es mit etwas themenbezogener Werbung fĂŒr eine gute Sache in einem eigenstĂ€ndigen Artikel? ;-)

Es gibt seit lĂ€ngerem zwei gewisse Petitionen, ĂŒber die hier leider nicht informiert wird...

1. http://108e.de/petition/
2. http://netzwerkb.org/petition/

Themen wie Abgeordnetenbestechung gehen letztenendes alle an. Immerhin ist man mit den Folgen irgendwann durch Negativfolgen bestimmter Gesetzesiniativen konfrontiert. Und im ĂŒbrigen ist es so, das im Strafrecht gewisse HĂŒrden existieren, das GeschĂ€digte schwerster Verbrechen letzten Endes die Schnauze halten mĂŒssen (Rechtsfrieden), oder andernfalls in Zeiten des fliegenden Gerichtsstandes vor bspw. der Buskekammer und anderen nahezu ausschließlich entgegen der allgemeinen Rechtsauffassung in Deutschland urteilenden Gerichten gezerrt werden können. Im Falle des GrĂŒnders v. NetzwerkB ist es so, dass trotz schriftlichem GestĂ€ndnis des zweiten TĂ€ters vor Zeugen dieser dessen Opfer mit einer Klage gedroht hat. Und wie letzten Endes ĂŒber Klageformen das Rechtssystem mit FĂŒssen getreten wird, ich denke mal, das wissen wir alle hier.

Irgendwer hat mal gesagt "Man muss geboren worden sein damit sich ein krankhafter oder wahnhafter Hass (...) auf einen selbst erstrecken kann und man muss einen Name haben. Diese Voraussetzungen erfĂŒllt praktisch jeder Mensch.". Es ist unstrittig, das TĂ€ter als Nachtatverhalten auch lange nach der Tat Opfer ĂŒber Gerichte weiter bedrohen und einschĂŒchtern. Opfer mĂŒssen Ruhe geben (Rechtsfrieden) und sich weiter alles gefallen lassen. Ich bin der Meinung, das kann einfach nicht richtig sein und möchte dazu anregen, das das Thema bzw. die Petition ein wenig UnterstĂŒtzung erfahren könnte. Vielen Dank...

greetz,

trainee

. hat gesagt…

"Irgendwer hat mal gesagt "Man muss geboren worden sein damit sich ein krankhafter oder wahnhafter Hass (...) auf einen selbst erstrecken kann und man muss einen Name haben."

Das war ich. Aus meiner Sicht also nicht "irgendwer".

Genauer habe ich gesagt:

Die einzigen Voraussetzungen, dass sich ein krankhafter oder wahnhafter Hass kriminellen Packs auf einen selbst erstrecken kann, sind

1. dass man geboren ist und
2. dass man einen Name hat.

Trainee hat gesagt…

Sorry, wollte sachbezogen auf die Problematik in der Sache hinweisen.

Norbert Denef, der GrĂŒnder v. NetzwerkB, hatte in der Vergangenheit auf die Problematiken zu den VerjĂ€hrungsfristen in der zugrunde liegenden Sache hingewiesen. Es ist so, dass als Rechtsfrieden verklĂ€rt durch den Gesetzer Opfer sexualisierter Gewalt dazu gezwungen werden, Ruhe zu geben, oder eben ĂŒber Gerichte, die entgegen der allgemeinen Rechtsauffassung in Deutschland urteilen, wie bspw. die Buskekammer des LG Hamburgs, in den Knast geklagt zu werden (Ordnungshaft).

Wie man schon anhand des Vorgehens des Bistums Regensburg gegen den Betreiber v. Regensburg-digital.de ersehen konnte, ist man da knallhart, auf einschlÀgigem Wege Unrecht zu Recht machen zu wollen.

Das ist ein bezeichnendes Nachtatverhalten der TĂ€ter bzw. der TĂ€terinstitutionen. Offensichtlich geht es auch um einen expliziten Hass gegen Betroffene, die sich spĂ€ter zur Wehr setzen und, weil sie nur ihre Rechte wahrnehmen wollen. Offensichtlich fĂŒr gewisse Herrschaften ein Verbrechen, das bestraft werden mĂŒsse.

Es ist bezeichnend und erschreckend zugleich, was Betroffene dafĂŒr tun mĂŒssen, auf die Problematiken und mögliche Rechtsfolgen in der Sache aufmerksam zu machen.

Siehe dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=j3sUibSUnu0
http://www.youtube.com/watch?v=VGJcgXkIaag
http://vimeo.com/28011721

Es ist bezeichnend, das in der Politik offensichtlich keine ernsthaften BemĂŒhungen dafĂŒr existieren, ganz klar Verantwortlichkeiten aufarbeiten zu wollen / zu benennen und Lösungen zu finden, die der ganzen Problematik wirklich gerecht werden.

Ursachenforschung wird in der Regel auf die lange Bank geschoben. Übrigens, diese Einstellung ist keine Seltenheit. Immerhin war es so, dass bspw. zum Ende der 1960er Jahre sich niemand aus der Politik u. den Kinderschutzvereinen/Initiativen zustĂ€ndig gefĂŒhlt hat, mal kritische Fragen zu stellen, was da los ist. Letzten Endes haben sich lediglich u.A. 4 Schwerkriminelle (spĂ€ter u.A. wegen mehrfachen Mordes verurteilt) vielleicht um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, man weiß es nicht, fĂŒr eine Aufarbeitung engagiert (Heimkampagne - siehe schlaege.com). Politik sollte eigtl. dazu da sein, drĂ€ngende Probleme zu lösen UND Politik zu machen. Was passiert hier? Die Politik löst in der Sache keine Probleme UND macht auch keine Politik mehr.

Politik im 21 Jahrhundert: FĂŒr Problemlösungen sind andere zustĂ€ndig / irgendwer wird das schon irgendwann alles wegmachen...

Anonym hat gesagt…

Mal zur erheiterung aller: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Abofallen-Betreiber-geraten-selbst-in-Kostenfalle-1604974.html

Trainee hat gesagt…

Um wen geht es dabei eigtl.? Um Valentin F. aus Österreich?

Trainee hat gesagt…

Ich finde es erschreckend, wie sich die Dinge jetzt entwickelt haben. Der Vorsitzede von NetzwerkB befindet sich seit heute morgen aus Empörung ĂŒber gewisse politische Heucheleien im Hungerstreik. Ob das nur an dem Verhalten der SPD Bundestagsfraktion liegt, oder auch andere Faktoren im Zusammenhang mit dem Vereinsziel eine Rolle spielen, sei mal dahingestellt...

Gulli,com, Webnews.de und andere berichten schon darĂŒber. Leider ist das dem zugrunde liegende Thema hier noch zu uninteressant...

Wirklich schade...

Siehe:
http://netzwerkb.org/2012/06/08/ich-bin-im-hungerstreik-2/
http://newspresso.gulli.com/2765-netzwerkb-gruender-norbert-denef-tritt-als-protest-gegen-spd-positionswechsel-in-hungerstreik-08-06-2012
http://www.webnews.de/1232337/norbert-denef-netzwerkb-befindet-im-hungerstreik

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