22.01.2013

Die "Grandesse" der Berger Law LLP, Briefpapier und das UWG

Nanu? Florian P. ist lÀngst nicht mehr in der Kanzlei.
Die Euroweb-Kanzlei "Berger Law LLP" hat wohl ein erhebliches Problem mit dem Personal. Euroweb-GrĂŒnder Amin El Gendi wurde trotz seiner Eintragung in das Partnerschaftsregister nicht auf dem Briefpapier benannt. Florian P. hingegen, dem schon vor Monaten(!) der Absprung gelungen ist, auch noch am 17. Januar 2013.


Figur 1-3: Bei so vielen AnwÀlten der Kanzlei Berger, die sich angeblich so gar ersthaft im "Wettbewerbsrecht" tummeln, sollte man meinen, die passen hier besser auf sich selbst auf! Denn das sollten die auch tun... denn sonst mahnen Kollegen oder ehemalige Kollegen die Kanzlei womöglich ab.

Greifen könnte hier nĂ€mlich § 4 Nummer 9 UWG:
Unlauter handelt insbesondere, wer

Waren oder Dienstleistungen anbietet, die eine Nachahmung der Waren oder Dienstleistungen eines Mitbewerbers sind, wenn er

a) eine vermeidbare TĂ€uschung der Abnehmer ĂŒber die betriebliche Herkunft herbeifĂŒhrt,
b) die WertschÀtzung der nachgeahmten Ware oder Dienstleistung unangemessen ausnutzt oder beeintrÀchtigt...
weil die Person des Erbringers einer Dienstleistung natĂŒrlich besonderen Wert auf deren WertschĂ€tzung hat - und bei einem Anwalt, der (wie Florian P.) die Kanzlei Berger verlĂ€sst, kann diese "WertschĂ€tzung des Verkehrs" nach meiner Ansicht nur erheblich steigen.

Und/oder es greift § 5 Absatz 1 Nummer 1 UWG:
Unlauter handelt, wer eine irrefĂŒhrende geschĂ€ftliche Handlung vornimmt. Eine geschĂ€ftliche Handlung ist irrefĂŒhrend, wenn sie unwahre Angaben enthĂ€lt oder sonstige zur TĂ€uschung geeignete Angaben ĂŒber folgende UmstĂ€nde enthĂ€lt:
[...]
die wesentlichen Merkmale der Ware oder Dienstleistung wie VerfĂŒgbarkeit, Art, AusfĂŒhrung, Vorteile, Risiken, Zusammensetzung, Zubehör, Verfahren oder Zeitpunkt der Herstellung, Lieferung oder Erbringung, Zwecktauglichkeit, Verwendungsmöglichkeit, Menge, Beschaffenheit, Kundendienst und Beschwerdeverfahren, geographische oder betriebliche Herkunft, von der Verwendung zu erwartende Ergebnisse oder die Ergebnisse oder wesentlichen Bestandteile von Tests der Waren oder Dienstleistungen;

Und/oder es greift § 5 Absatz 1 Nummer 3 UWG:
Unlauter handelt, wer eine irrefĂŒhrende geschĂ€ftliche Handlung vornimmt. Eine geschĂ€ftliche Handlung ist irrefĂŒhrend, wenn sie unwahre Angaben enthĂ€lt oder sonstige zur TĂ€uschung geeignete Angaben ĂŒber folgende UmstĂ€nde enthĂ€lt:
[...]
die Person, Eigenschaften oder Rechte des Unternehmers wie IdentitĂ€t, Vermögen einschließlich der Rechte des geistigen Eigentums, den Umfang von Verpflichtungen, BefĂ€higung, Status, Zulassung, Mitgliedschaften oder Beziehungen, Auszeichnungen oder Ehrungen, BeweggrĂŒnde fĂŒr die geschĂ€ftliche Handlung oder die Art des Vertriebs;
In jedem Fall greift aber § 5 Absatz 2 UWG:
Eine geschĂ€ftliche Handlung ist auch irrefĂŒhrend, wenn sie im Zusammenhang mit der Vermarktung von Waren oder Dienstleistungen einschließlich vergleichender Werbung eine Verwechslungsgefahr mit einer anderen Ware oder Dienstleistung oder mit der Marke oder einem anderen Kennzeichen eines Mitbewerbers hervorruft.
Das sieht also fĂŒr mich schon in 3 Punkten des UWG nach einem Verstoß aus. Offenbar ist der Kanzlei Berger Law LLP trotz der drei "Spezialisten" entweder nicht möglich, diese Verletzung zu erkennen oder diese RechtsanwĂ€lte handeln nach dem Motto "Legal, illegal? Scheißegal!" - also nicht rechtstreu. Sonst mĂŒsste ich ja glauben, die haben - trotz der Werbung (die in dem Fall wohl auch wettbewerbswidrig wĂ€re) - vom Wettbewerbsrecht schlicht und einfach gar keine Ahnung.

Auf jeden Fall fehlt es an der fĂŒr den Anwaltsberuf erforderlichen Sorgfalt!

DarĂŒber hinaus entsteht bei mir durch den Brief jedenfalls der Eindruck, die in der Selbstdarstellung so gar grandiose "Berger Law LLP"  habe nicht das Geld um sich eine neue Seite 1 des Briefpapiers drucken zu lassen. Wenn das zutrifft, dann wĂ€re der Euroweb-Anwalt Philipp Berger in seiner "Grandesse" wirtschaftlich erstickt.

Karikatur: "Philipp Berger sollte mehr an dem Balken vor seinem Kopf arbeiten!"
Rechte: Gisela de la Merde, Verlag Pipiweb
Hinweis: Den Name des Florian P. werde ich in ein paar Wochen (also wenn der Bericht nicht mehr aktuell ist) entfernen. Bei den anderen AnwÀlten (welche die Kanzlei verlassen haben) habe ich das auch getan.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Auf der website von F.P. schreibt dieser lediglich "2010-2012: angestellter Rechtsanwalt in DĂŒsseldorf". Ist wohl unangenehhm.

. hat gesagt…

Mal ganz ehrlich. Wem wÀre DAS nicht unangenehm?

Florian Pudlas hat gesagt…

Hey! Ich habe auch persönlichkeitsrechtliche UnterlassungsansprĂŒche gegen die Kanzlei Berger.

Ich finde das gar nicht nett, dass Sie mich ausschließlich als "Objekt" des unlauteren Wettbewerbs sehen!

. hat gesagt…

Sehr geehrter Herr "Florian Pudlas",

gern berichte ich ĂŒber Verlauf Ihres Rechtsstreites ...

. hat gesagt…

Anonym hat gesagt:
Ihre Möchtegern-Rechtsberatung ist -wie immer- köstlichst zu lesen.

Antwort:
Oh. Ich beuge mich dem tosenden Applaus.

Anonym hat gesagt:
Wollen Sie nicht auch gleich eine Beschwerde an die Kammer richten? Dann können die mitlachen!

Antwort:
Die lachen nicht. Die bedauern den Verfall der EinkĂŒnfte und der Sitten.

Anonym hat gesagt:
Irgendwann dreht noch jemand eine Komödie mit Ihnen als Vorbild: "Der Schlosser als Rechtsanwalt"

Antwort:
Ich korrigiere:
"Schlosser gegen Rechtsanwalt - eine Komödie in mehreren AufzĂŒgen und stĂ€ndig wechselnder Besetzung (weil die RechtsanwĂ€lte verschleißen)"

Die Kammer hat, als Interessenvertretung, das Plakat gesehen und den Wunsch geĂ€ußert das Wort "Komödie" in "Trauerspiel" zu Ă€ndern. Nichts anderes als traurig könne man sein, wenn man als Kollege das Verhalten gewisser RechtsanwĂ€lte und deren Umgang mit dem Ansehen des Berufes betrachte.

Auf die Wiedergabe der nachfolgenden Beleidigungen verzichte ich. Offenbar hat der Anonymus ein grassierend fortschreitendes Nervenleiden.

Anonym hat gesagt…

"Auf die Wiedergabe der nachfolgenden Beleidigungen verzichte ich. Offenbar hat der Anonymus ein grassierend fortschreitendes Nervenleiden."

Nicht nur das, sondern der Anonymus ist darĂŒber hinaus noch Geschlechtskrank.

http://www.youtube.com/watch?v=ZIYltNqXVHA

Florian Pudlas hat gesagt…

Hinweis nach §10 TMG:

Sehr geehrter Herr Reinholz,

bitte entfernen Sie unverzĂŒglich den Beitrag des Kommentators "Florian Pudlas", da dieser meine Persönlichkeitsrechte verletzt.

Über Wesen und Umfang der sogenannten Drittstörerhaftung wissen Sie - aus vorhergehenden Abmahnun gen - hinreichend Bescheid.

Ich hoffe nicht, dass es wegen eines dĂŒmmlichen Scherzes zu einer einstweiligen VerfĂŒgung kommen muss.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen,
Florian Pudlas

. hat gesagt…

Sehr geehrter angeblicher Herr "Pudlas",

selbst dem DĂŒmmsten ist klar, dass der eine und der andere der obigen Kommentare jedenfalls nicht von dem Rechtsanwalt Florian Pudlas verfasst wurde.

Ein Rechtsanwalt hĂ€tte sich nĂ€mlich direkt an mich gewandt. Und zwar damit ich mir nicht ĂŒber die Person des Verlangenden im Zweifel bin. Das gilt auch dann, wenn es fĂŒr das Verlangen nach § 10 TMG keine Formvorschriften gibt. Die Herkunft des Verlangens sollte aber schon nachvollziehbar sein.

Anonym hat gesagt…

www.wn-onlineservice.de .. ob es bald eine neue Unternehmenstochter gibt?

Anonym hat gesagt…

Jedenfalls hat man es bei der Euroweb geschafft, den Rechtsanwalt Florian Pudlas von der AnwaltsĂŒbersicht zu entfernen. Haben wohl doch kalte FĂŒĂŸe bekommen, die bergerschen rechtsexperten.

. hat gesagt…

"ob es bald eine neue Unternehmenstochter gibt?"

Sieht so aus, als ob die Euroweb regelmĂ€ĂŸig viele neue Namen (ver)braucht.

Daten der Denic fĂŒr www.wn-onlineservice.de
Letzte Aktualisierung 21.12.2012

Domaininhaber: Christoph Preuss
Organisation: Euroweb Internet GmbH
Adresse: Hansaallee 299
PLZ: 40549
Ort: DĂŒsseldorf
Land: DE
Telefon: +49211301290
Telefax: +4921130129115
E-Mail: nic@euroweb.de

Anonym hat gesagt…

Sie glauben wohl, Sie brauchen nur den Mutterkonzern vernichten und schon folgen alle Töchter nach?

Ha ha ha, weit gefehlt, Freundchen! Wir können noch jahrelang so weitermachen, mit Neu- und UmgrĂŒndungen, Strohleuten als GeschĂ€ftsfĂŒhrern etcetc.

Der Markt wird ausgepresst, solange es noch geht!

Deine EVen sind zwar lÀstig aber verschmerzbar.

. hat gesagt…

Sie glauben wohl, Sie brauchen nur den Mutterkonzern vernichten

Seltsam. Die Behauptung, ich wolle die Euroweb "vernichten", findet sich auch in einem Schriftsatz des Philipp Berger an das LG DĂŒsseldorf, Akte 34 O 32/12.

Und in dem Verfahren geht es um eine gegen die Euroweb erwirkte VerfĂŒgung.

Anonym hat gesagt…

Die Behauptung, ich wolle die Euroweb "vernichten"

Behauptung? Es ist doch sonnenklar, dass Sie genau das anstreben. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrer in den Knast, die Mitarbeiter auf den Arbeitsmarkt, die Marke in die Vergessenheit...aber ob dann all die zurĂŒckbleibenden Kunden auch entschĂ€digt werden, das darf bezweifelt werden!

Anonym hat gesagt…

Das GeschĂ€ftsmodell ist doch einfach zu durchschauen. Die Werbemasche, die bei vielen Gewerbetreibenden zu funktionieren scheint (Verkauf der Euroweb-Dienstleistungen unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Zeitungsverlages - waz-onlineservice mit Nutzung der "Reputation" des WAZ-Verlages, Essen) dehnt man jetzt auf weitere Verlage aus, die bislang nicht mit der Euroweb in Verbindung gebracht werden. Gehe davon aus, dass wir bald von einem joint venture oder einer Kooperation mit der Aschendorff Medien GmbH & Co. KG, MĂŒnster als Herausgeber der wn (=WestfĂ€lische Nachrichten) erfahren. Also vermutlich lĂ€uft kĂŒnftig der Vertrieb von Euroweb-Dienstleistungen im MĂŒnsterland ĂŒber eine wn-onlineservice (eine Marke der .... (irgendeine Tochter der Euroweb)). Neue Vertriebschanchen mit neuem Namen, bis auch dieser öffentlich erkennbar mit der Euroweb und der Referenzkundenmasche in Verbindung gebracht wird.
FĂŒr den Fall, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege, sollte man vielleicht die beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verlages (Dr. Benedikt HĂŒffer, Dr. Eduard HĂŒffer) auf die Problematik hinweisen. Gehen wir mal gutglĂ€ubig davon aus, dass denen nicht vollumfĂ€nglich bekannt ist, mit wem sie sich ins Bett legen wollen.
Aber vielleicht liege ich ja auch falsch! Bleibt vorsichtig!!!

Anonym hat gesagt…

http://peoplecheck.de/s/amin+el+gendi

http://peoplecheck.de/s/Philipp+Karl+Berger


. hat gesagt…

..aber ob dann all die zurĂŒckbleibenden Kunden auch entschĂ€digt werden, das darf bezweifelt werden!

Die wĂŒrden dadurch nicht geschĂ€digt, sondern entschĂ€digt. Denn unzweifelhaft wĂŒrde deren Schaden GERINGER.

Anonym hat gesagt…

"aber ob dann all die zurĂŒckbleibenden Kunden auch entschĂ€digt werden, das darf bezweifelt werden!"

Echt zum Todlachen.. Der Schaden ist auf jedenfall geringer. Schon das die Kunden die möglichkeit haben wieder eine eigene Webseite(Domain) zu haben die nicht auf jemand anders Registriert ist.

Anonym hat gesagt…

..die Mitarbeiter auf den Arbeitsmarkt..

Die sollen es ruhig schwer haben bei der Arbeitssuche wenn ein Name der Firmengruppe im Lebenslauf auftaucht.

Das habe ich mir erspart!

Anonym hat gesagt…

Die Eurowebber erinnern ein wenig an die Olsenbande!

Zur Erinnerung:

http://www.youtube.com/watch?v=WW4xLRnNF8E

http://www.youtube.com/watch?v=jidTFGQ2xVQ

http://www.youtube.com/watch?v=w5DIsIcrdxw

Anonym hat gesagt…

Diese Unternehmensgruppe mit der Olsenbande vergleichen, das ist aber ziemlich diskriminierend fĂŒr die Olsenbande.

Persönlich erinnert mich die Unternehmensgruppe an eine "Plage" die man gar nicht aussprechen darf. Zumindest war gestern ein Gedenktag davon.

Mich wundert das die Gerichts-Frutte gar nicht mehr rum jammert und ihre unSINNIGE Berichterstattung verbreitet.

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