21.04.2012

Euroweb / WAZ: Joint-Venture, Franchising auf Gegenseitigkeit oder doch eher eine Mafia?


Ob sich die WAZ hier verplappert hat kann ich nicht wissen, jedenfalls steht diese Stellenanzeige in einem tiefen Gegensatz zu den verschiedentlich in Foren geposteten Behauptungen, wonach die Vertreter der WAZ OnlineService geĂ€ußert haben sollen, diese hĂ€tten mit der Euroweb nichts zu tun.

Franchising auf Gegenseitigkeit - oder doch eine "Mafia"?


Die WAZ Gruppe braucht, wie die TAZ berichtete, wohl recht dringend Geld. Offenbar hat die WAZ in das Franchising den eigenen Ruf eingebracht. Aber nicht nur diesen. Mit dem Einbinden der WAZ in die Euroweb hat letztere folgendes gewonnen:
  • Zur WAZ gehören mehr als 40 Tageszeitungen in Deutschland, Österreich und SĂŒdosteuropa – mit Schwerpunkten im Ruhrgebiet (WAZ, WR, NRZ, WP) und ThĂŒringen (TA, TLZ, OTZ). Diese bringt also eine hĂŒbsche Sammlung mit Adressen möglicher Kunden in das GeschĂ€ft ein. Die Anzeigenkunden.
  • In den BlĂ€ttern der WAZ-Gruppe wird wohl nur noch positiv ĂŒber die Euroweb und deren Töchter wie die Webstyle berichtet. UnabhĂ€ngiger Journalismus geht nicht mehr, wenn eine wirtschaftliche Verbindung zu einem verrufenen Unternehmen besteht. Da wird wohl kaum kritisches gedruckt. So schweigt die WAZ beharrlich auch zu den recht herben Urteilen wegen arglistiger TĂ€uschung und trotz der vielen Verfahren vor den Gerichten. UnabhĂ€ngiger Journalismus geht jedenfalls ganz anders.
  • Zugleich liefert die WAZ als Pressekonzern natĂŒrlich auch beste Verbindungen in Polititik und Gesellschaft. Das die Euroweb neulich berichtete, dass ein CDU-Bundestagsabgeordneter diese besucht habe kann damit zusammenhĂ€ngen - ging doch der Mehrheitsbesitz an der WAZ jetzt erst zur "Familie" Grotkamp - und die gilt als CDU-nah.
Was die Euroweb einbrachte:

So ist es kein echtes Geheimnis, dass die Webseiten, welche die "WAZ" als eigenes Produkt verkauft, tatsĂ€chlich von der Euroweb erstellt werden. Auch kĂŒmmert sich ein Herr Georgi Grozdev von der Euroweb um das Hosting bei dem selben Billiganbieter, in dessen bulgarischen Rechenzentrum auch die Euroweb ihre Server stehen hat.

Was die WAZ Online Service GmbH selbst macht ist "Euroweb" zu verkaufen und damit die eigene GlaubwĂŒrdigkeit aufs Spiel zu setzen. DafĂŒr dĂŒrfte diese - im Gegenzug - freilich einen erheblichen Anteil an der "Beute" erhalten.
Produktkenntnis ist wohl nachrangig - wie wir sehr genau wissen haben die Euroweb-Chefs ja mit der Referenzkundenmasche auch Alarmanlagen verkauft...

Das dies alles den Eindruck einer mafiösen Zusammenarbeit macht kann und muss man hinsichtlich der sich hÀufenden Urteile wegen arglistiger TÀuschung - mithin Betruges - zum Nachteil der Euroweb und deren Töchtern annehmen.

Denn der WAZ sollte kaum entgangen sein, mit wem sich diese ins Bett legt. Oder macht Geld so blind?

Kommentare:

hme63 hat gesagt…

>>Die WAZ Gruppe braucht, wie die TAZ berichtete, wohl recht dringend Geld. << Bitte ein Link als Beleg, habe gerade bei der TAZ danach gesucht und nichts gefunden ...

. hat gesagt…

Das ergibt sich eigentlich schon daraus, dass die "Familie Grotkamp" die Mehrheit erworben hat. DafĂŒr wurde, wie die TAZ berichtete, sogar ein Privatkredit in Anspruch genommen.

Es ist eine alte ökonomische Weisheit, dass die Übernahme einer Firma (oder auch nur der Mehrheit der Besitzrechte) letztendlich immer von der ĂŒbernommenen Firma getragen wird.

Und dafĂŒr braucht es Geld. Viel Geld...

Karl Knall hat gesagt…

Jetzt legen Sie sich auch noch mit der WAZ an...Ihre Tage als Blogger sind gezÀhlt, Freundchen!

. hat gesagt…

Was glaubst Du denn wie die lieben Kollegen die WAZ auseinander nehmen und wie viele KĂ€ufer oder Inserenten verloren gehen, wenn die WAZ einen Blogger wegen dessen MeinungsĂ€ußerung ĂŒber eine stinkende GeschĂ€ftsverbindung abmahnen lĂ€sst?

Das wĂ€re wirtschaftlich und politisch sehr unklug. Die WAZ wĂŒrde als die Zeitung in die Geschichte eingehen, die gegen die freie MeinungsĂ€ußerung vorgeht.

Und dann noch die miesen Chancen vor Gericht... die WAZ wĂŒrde also als die Zeitung in die Geschichte eingehen, die vor Gericht gegen die freie MeinungsĂ€ußerung vorgeht und jĂ€mmerlich verliert.

Wie Dir klar ist halte ich Dich begrĂŒndet fĂŒr einen Trottel. Dein Gehirn ist einfach zu unterentwickelt um auch nur eine Minute vorauszudenken. Aber unterhalte mich nur ruhig weiter.

Anonym hat gesagt…

Sach mal Karl Knall, bist Du zuhause Heimchen am Herd, das Du hier einen auf dicke Hose machst, oder was ist mit Dir los?

Scheinst ja wirklich ein toller Hecht zu sein. Jedenfalls, solange Du dich weiter jeglicher Therapie verweigerst. So und jetzt troll Dich wieder zurĂŒck an den Herd!

Ach ja, wessen Tage als Blogger gezÀhlt sind, wird sich noch herausstellen. Und wenn Du vor Wut platzt.

www.youtube.com/watch?v=WtslNj-48WY

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