26.10.2013

Sehr geehrter Herr Mathias von Gersdorff, "Deutschen Vereinigung fĂŒr eine Christliche Kultur" - Bitte werben Sie nicht auf dieser Webseite!

Nun, Herr Mathias von Gersdorf, ich weiß ja nicht wie es um die Maße ihrer primĂ€ren Geschlechtsorgane bestellt ist, aber ich weiß was ich lese:
"In vielen Medien, insbesondere in einigen Fernsehsendern, wird das Christentum stÀndig verhöhnt und angefeindet und mit GotteslÀsterungen beschimpft."
Ach wissen Sie. Es war und ist die christliche Kirche, welche andere Glaubensrichtungen als Irrglauben bezeichnete und bezeichnet. Das stimmt nicht? Dann lesen wir das doch in Ihrer Bibel mal nach. Da steht:
"Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersĂŒchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der VĂ€ter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation"
(Altes Testament, Mose 20,1)

Es ist eine demokratische Errungenschaft, die in Art. 5 Grundgesetz verankert ist, dass ich - und andere auch - den christlichen Glauben ebenso als Irrglauben bezeichnen darf - aber auch nicht muss. Immerhin fĂ€llen wir weder Ihre Eichen, zerstören nicht Ihre KultplĂ€tze (Kirchen) sondern finanzieren den extrem teuren Humbug und Firlefanz der Kirchen sogar! Und anders als die "Christen" Ihres speziellen Schlages befĂŒrworten wir immerhin nicht die Hexenverbrennung, also nicht die grausame Hinrichtung von AndersglĂ€ubigen und wir rennen auch nicht die Mauern von Jerusalem ein und machen gleich den Kreuzrittern alles (auch Christen!) nieder, "auf dass der Herr entscheide, ob deren Seelen in den Himmel oder die Hölle kommen". Ihre Art der GlaubensausĂŒbung stammt genau aus dieser frĂŒhen Phase und ist ein Irrweg.

Sie schreiben weiter:
"Christliche Gruppen können in der Öffentlichkeit nur noch unter massivem polizeilichem Schutz gegen die Abtreibung protestieren."
Das kommt davon, dass sich diese vom Gedanke an einen Kreuzzug beseelten oder halt kranken Narren aus Ihrem Verein nicht mehr an die angeblichen Worte Jesu erinnern und andere mit Steinen bewerfen - ich meine den Gebrauch schwerer Wörter wie "Mörder". Ist fast eine Straftat, jedenfalls eine SĂŒnde gegen Menschen und damit gegen Ihren Herrn. Und wie ich so höre wurde das Wort auch schon in konkreten FĂ€llen - gegen Frauen und Ärzte, die abtrieben - gebraucht. Dann ist es eine Straftat. Es ist halt nicht jeder so schrĂ€g drauf, dass er meint, sich von solchen Taliban-Christen beleidigen lassen zu mĂŒssen und dem dann auch noch die andere Backe hinzuhalten. Wenn der Verein von offensichtlichen Extremisten und Pseudochristen auf seinen Veranstaltungen weder Polizei noch Watschen haben will, dann sollten Ihre Aushilfstaliban eben lernen sich an die Gesetze zu halten.

Aber Sie halten sich ja nicht mal an die Gebote Ihres angeblichen Herrn und schreiben:
"Vom ersten Schuljahr an sollen Kinder in Berlin lernen, was HomosexualitĂ€t, BisexualitĂ€t, TranssexualitĂ€t und „sexuelle Vielfalt“ sind. "
Auch Du, Mathias von Gersdorff, sollst nicht lĂŒgen! Warum verstĂ¶ĂŸt Du gegen das Gebot Deines Gottes? "Vom ersten Schuljahr an" - FĂŒr wie blöd halten Sie denn andere? Ist es NĂ€chstenliebe andere fĂŒr blöd zu halten? Oder sind Sie so etwa so irre, dass Sie Ihr eigenes GewĂ€sch auch noch fĂŒr bare MĂŒnze nehmen?

Die "bare MĂŒnze" ist ein Grund fĂŒr einen Ausflug:
"Das Familienministerium bewertet die Christengruppe skeptisch. Schon öfter habe sie versucht, durch Aktionen auf sich aufmerksam zu machen, sagt Ministeriumssprecher Marc Kinert. Nicht jedoch, um ernsthaft ĂŒber Jugendmedienschutz zu diskutieren, sondern aufgrund finanzieller Interessen: "Die DVCK nutzt die öffentliche Diskussion vorrangig dafĂŒr, Spendengelder einzuwerben", sagt Kinert. "
 taz, 17.03.2009

Aber Sie, Herr Mathias von Gersdorff wollen ja wohl auch, dass die Kinder mit der Irrlehre des Kreationismus belĂ€stigt werden. Nur, wenn Ihr Gott die Welt geschaffen hat, warum nehmen Sie dann die PrĂŒfung nicht demĂŒtig hin und warum beweinen Sie die Feststellung, dass „die Religion des Einzelnen oder die Wahl, keine Religion zu haben, eine absolute Privatangelegenheit sei“ in aller Öffentlichkeit als falsch? Machte Ihr Gott etwas falsch? Was fĂ€llt Ihnen ein, anderen vorzuschreiben, woran diese zu glauben haben und woran nicht? Auch Ihren fundamentalen - und fundamental falschen - Kreationismus sollen wir - so verstehe ich das GeschmĂ€r auf Ihrer Webseite - den Kindern an der Schule beibringen? Sie haben also demnach wohl nicht alle Tassen im Schrank? Oder nur die letzten 500 Jahre nicht mitbekommen?

Das wird es wohl sein, denn Sie beweinen auch öffentlich
"Eine Diktatur, die den Menschenrechten und der Demokratie den Vorrang ĂŒber jedes religiöse Prinzip einrĂ€umt."
Welchem religiösen Prinzip wollen Sie denn den Vorrang vor den Menschenrechten und der Demokratie einrĂ€umen? Wie wĂ€re es denn mit der Sharia? Ach Sie wollen - und halten das auch noch fĂŒr "natĂŒrlich" - einen Vorrang "christlicher Prinzipien"? Der "christlichen Prinzipien" des Massakers von Jerusalem oder denen mit den sonntĂ€glichen Scheiterhaufen und Hinrichtungsorgien auf den MarktplĂ€tzen? Den "christlichen Prinzipien" der Irrengemeinschaft namens "zwölf StĂ€mme"? Sie sind ein Narr, ein extremer Fundamentalist, ein Taliban wenn Sie das beweinen. Denn die freie GlaubensausĂŒbung gehört zu den Menschenrechten. Nicht jedoch, dass sich eine Glaubengemeinschaft soweit in den Vordergrund drĂ€ngt, dass diese dem Rest der Bevölkerung die Regeln aufzwingt - das ist, was Sie und Ihre "taliban in christo" neben Spenden wollen.

Sehr geehrter Herr Mathias von Gersdorff,

ich will nicht, dass Sie auf meiner Webseite werben, denn Sie sind nicht mal ein richtiger Christ, sondern ein Narr, ein Sektierer, ein ultrakonservativer Phantast und ja, ein Fundamentalist der sich - und das nicht mal richtig - auf alte und lĂ€ngst als falsch erkannte Dogmen besinnt weil er offenbar ein Problem mit der RealitĂ€t hat. Die Grundlage meines Verlangens steht ausgerechnet auch in dem Machwerk welches frĂŒhestens 300 Jahre nach dem Tod des Jesuleins zusammengefĂ€lscht wurde - und an das Sie dennoch glauben:

"Du sollst nicht nach dem Haus deines NÀchsten verlangen ... oder nach irgendetwas, das deinem NÀchsten gehört."
Alles klar?

Wenn Sie nicht wissen, wie man die Werbung auf dieser Webseite abstellt, dann versuchen Sie es doch mal mit einem Gebet. Ich bin gespannt, ob Ihr Herr Sie erhört. Oder gar ernst nimmt.

Ich indes kann das leider nicht! Aber ich bin ja auch ein "Teufel". Stimmts?

Die katholische Kirche nimmt den Herrn Herr Mathias von Gersdorff selbst sehr ernst, ihm wird aber das "wie und warum" nicht gefallen:
"Deutsche Vereinigung fĂŒr eine christliche Kultur e. V.

Aus gegebenem Anlass verweisen wir auf folgenden Hinweis des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz:Wir machen darauf aufmerksam, dass die Initiative „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ keinerlei kirchliche Anbindung oder UnterstĂŒtzung hat. Mit dieser Initiative wirbt zurzeit die Deutsche Vereinigung fĂŒr eine christliche Kultur e. V. fĂŒr ihre Ziele, konkret um Spenden in Höhe von 20,00 € bis 100,00 € zur UnterstĂŒtzung von mehreren geplanten und sich u. a. auf die Fatima-Botschaft beziehenden Großaktionen (Flugblatt- und Buchaktionen, Verteilung von RosenkrĂ€nzen). GegenĂŒber den deutlichen SpendenwĂŒnschen wird große ZurĂŒckhaltung empfohlen. Die Vereinigung ist seit 1995 nicht mehr gemeinnĂŒtzig. "

Quelle: AMTSBLATT DER ERZDIÖZESE FREIBURG vom 18. Juli 2007 (PDF, Seite 3)


P.S.
Wenn Sie (Herr Mathias von Gersdorff) jetzt Pech und Schwefel riechen, dann ist das entweder psychosomatisch oder Sie haben vor Schreck gefurzt und keine Ahnung von Chemie. (Das wĂ€re nĂ€mlich ĂŒberwiegend Chlorwasserstoff und Methan.)

Auch Chemie und Biologie gabs an der Schule. Zum GlĂŒck und Segen fĂŒr die Menschen statt "Bibel-, MĂ€rchen- und Spendeneinforderungsstunde mit Mathias von Gersdorff und anderen Fehlgeleiteten".

Kommentare:

ProblembĂ€rdompteur I. (der Erste!) hat gesagt…

ich will nicht, dass Sie auf meiner Webseite werben

Kurze VerstĂ€ndnisfrage: Hat dieser Moralapostel etwa um Platz fĂŒr ein Werbebanner auf einer deiner Websiten angefragt, oder inseriert er bei Google Adwords?

. hat gesagt…

Es ist natĂŒrlich dieses Addingenskirchenszeug.

Anonym hat gesagt…

Das ganze ist sowas von lÀcherlich. Wollen wir doch ehrlich sein, wer heute behauptet, etwas "in Gottes Auftrag" zu tun und Stimmen hört, kommt mit Recht in die Geschlossene. Aber gerade solchen Leuten wie diesem Pfaffen wird immer noch geglaubt. Und das, obwohl unter dem Deckmantel der christlichen NÀchstenliebe weltweit zahllos Kinder vergewaltigt und/oder regelrecht in den Selbstmord getrieben und min. in einem EU-Land kastriert wurden.

Solche abartigen Perverslinge wie dieser Pfaffe gehörten lÀngst min. ins GefÀngnis, besser noch gleich in die Geschlossene mit Sicherungsverwahrung. Gott, ist das krank!

Anonym hat gesagt…

Das ist die sogenannte christliche NĂ€chstenliebe!

Siehe dazu auch:
http://www.schlaege.com
http://www.youtube.com/watch?v=2-kBmGR5ApQ
http://www.youtube.com/watch?v=zapg5vYSoS8
http://www.youtube.com/watch?v=FRdqGBB1Yso
http://www.youtube.com/watch?v=IHa_DgVzl3U
http://www.youtube.com/watch?v=dnU--sTdmUc

Schluss damit:
http://www.kirchenaustritt.de/
http://www.gegen-missbrauch.de/rituell
http://www.gegen-missbrauch.de/angehoerige
http://netzwerkb.org/?s=kirche
https://secure.avaaz.org/de/petition/Trennung_von_Staat_und_Kirche_keine_religioesen_Symbole_in_staatlichen_Einrichtungen/

Anonym hat gesagt…

Ich sehe deren Werbung leider immer noch des öffteren bei Youtube. Ich klick da jedes mal drauf, da denen jeder Klick Geld kostet und das ist bei Google sicherlich besser angelegt als bei den Spinnern :D

Aber die Werbung, die mir jetzt gerade unten auf dieser Seite angezeigt wird ist auch nicht viel besser. Onlinekurs zum lernen von "biblischem HebrÀisch" ... auf Spanisch :D

Anonym hat gesagt…

Können Sie nur schmĂ€hen? Was fĂŒr ein mieser Charakter, arbeiten Sie daran.

. hat gesagt…

Können Sie nur schmÀhen?

Nein. Ich kann so einiges mehr.

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