10.05.2016

"Professor" Ralf Höcker hat genug gedrĂ€ngelt - TĂŒrkenboss Recep Tayyip "Kim" Erdoğan soll jetzt als "sein persönlicher Querulant" zahlen ...

Durch seine "recht ambitioniert" erscheinende, öffentliche Ansage hat sich Ralf Höcker doch tatsÀchlich mal wieder einen Kunde aus einer Ecke erdogant erdrÀngelt (oder erquengelt?), den andere AnwÀlte lieber nicht haben wollen:
"Professor" Ralf Höcker hat im Auftrag dieses "Empfindlichkeitsweltmeisters" offenbar vor dem LG Köln einen Antrag auf eine einstweilige VerfĂŒgung gegen Springer-Chef Mathias Döpfner eingereicht. Döpfner hatte in einem offenen Brief seine Meinung zum Ausdruck gebracht, dass er das Gedicht von Böhmermann gut fĂ€nde und gelacht habe. Er gebrauchte die Formel:
"Ich möchte mich, Herr Böhmermann, vorsichtshalber allen Ihren Formulierungen und SchmĂ€hungen inhaltlich voll und ganz anschließen und sie mir in jeder juristischen Form zu eigen machen."
Das Landgericht Köln hat den von Ralf Höcker und seinen Doktoren (ich weiß wirklich nicht, wofĂŒr es den Dr. jur gibt...) verfassten Antrag, die einstweilige VerfĂŒgung wegen EilbedĂŒrftigkeit ohne Anhörung des Gegners zu erlassen, zurĂŒck gewiesen (und neben Bedenken, welche der Herr Ralf Höcker inzwischen gut kennen sollte) einen Termin fĂŒr die mĂŒndliche Verhandlung mitgeteilt), berichtete Höcker nun (wohl:) kleinlaut der SZ - fĂŒgte aber großfressig hinzu: Wenn die VerfĂŒgung nicht erlassen werden sollte, werde er Erdoğan empfehlen, in die zweite Instanz zu gehen. (Update: Die VerfĂŒgung wurde nicht erlassen.)

"Queruli, querula, Querula-hant!" singt es da in mir!

Die Pressekammer des LG Köln winkt eigentlich eine Vielzahl solcher AntrĂ€ge - selbst nachweislich kriminellen Packs - einfach mal ungelesen durch (wovon und weshalb in Köln viele "Medienrechtler" wie eben die Kanzlei Höcker existieren) und verteidigt diese Dummheit dann mit ZĂ€hnen und Klauen. Man schĂ€mt sich in manchen dieser FĂ€lle "nur" von Rechtsbeugung zu sprechen, weil manches von dem, was das LG Köln so austut, mit "Rechts- und Verfassungsfeindlichkeit" richtiger bezeichnet wĂ€re. Und das OLG Köln plappert den Unsinn der niederen Instanz "genau so brav wie strunzdĂ€mlich" nach. Genauer gesagt: Es hat die gleichen grundrechtswidrigen Ansichten, schĂŒtzt ebenso kriminelle Arschlöcher, verhindert, dass BĂŒrger vor Schaden bewahrt werden und verwendet dazu die gleichen Textbausteine. In den Annalen des BGH finden sich zahlreiche Sachen, in welchen das OLG Köln den Mist des LG Köln (bei dem der mitdenkende BĂŒrger oft nur den Kopf schĂŒtteln kann) mit aus Textbausteinen bestehenden und jeden Tatsachenbezug missen lassenden BeschlĂŒssen bestehen ließ - und dann, jedenfalls liegt der Eindruck nahe, sich der BGH erstmals mit mit den Sachfragen befasst hat.

Nach einer AntragsrĂŒckweisung sogar durch das so manchem als "faschistoid-verbotsfreundlich" geltende LG Köln den Rat zu geben, in die zweite Instanz (Oberlandesgericht) zu gehen, ist wie als wĂŒrde man (als Anwalt!) jemanden auffordern:
"Queruliere! Denn ich verdiene daran!"
Das ist schon etwas fragwĂŒrdig. Was bringt denn dieser "Professor" an der "Cologne Business School" GmbH, einer "privaten Fachhochschule fĂŒr Betriebswirtschaftslehre" eigentlich seinen Studenten bei? Das man als Antragsteller oder KlĂ€ger Verbotsverfahren vor dem OLG Köln oder gar dem BGH noch gewinnen kann, in denen sogar das tatsachenresistente und kriminellenfreundliche LG Köln freundlich lĂ€chelnd und winkend ablehnte? Uuuui! Anders herum wird da aber eher "ein Schuh drauß"!

Und wer, bitte, zahlt denn fĂŒr das von so einem "Professor" vermittelte "Wissen" eine SemestergebĂŒhr zwischen € 4170 und € 4770 an die "Cologne Business School"?

Etwa TĂŒrken? Wenn es so ist, dann hĂ€tte ich einen Anhaltspunkt warum die manchem (ich selbst neige nicht zu diesen Verallgemeinerungen) als "dumm" gelten...

Noch etwas: Wenn der Herr "Professor" Ralf Höcker jetzt noch vorgĂ€be, er glaube wirklich daran, dass er mit dem Antrag oder Klage Erfolg haben könnte und deshalb seinen Mandanten zu den Rechtsmitteln rate (also dass es ihm nicht ums Geld gehe) - dann, ja dann sollte jeder seine eigenen SchlĂŒsse ziehen und fĂŒr sich selbst entscheiden, ob der Professor Ralf Höcker in seiner Kanzlei "Ralf Höcker und Kollegen" neben einem Haufen aus meiner Sicht eher fragwĂŒrdigen Doktortiteln die nötige Kompetenz versammelt hat, um als der "Experte im Medienrecht" zu gelten, der er gerne sein möchte.

Ich - ein Schlosser - sehe das nĂ€mlich etwas anders anders: "Mediengeschrei" kann er wohl. Aber im "Medienrecht" ist er "eher so untermittelmĂ€ĂŸig". Das ist, so glaube ich eine Folge der idiotischen Entscheidungen des als vielen begrĂŒndet als "fix tatsachenresistent" geltenden LG Köln, dass hier offenbar mal auch den (mutmaßlichen dicken und sicherlich gleichzeitig substanzfreien) Höckerschen Antrag durchgelesen hat, weil ein bekannter Name drauf steht.

Und Recep Tayyip "Kim" Erdoğan?

Wie klug kann der tĂŒrkische PrĂ€sident wohl sein, den Herrn Ralf Höcker zu beauftragen? Dessen "Doktoren-vertreten-Kriminelle-und-Idioten-Kanzlei" hat ja (natĂŒrlich als Vertreter der Euroweb) sogar auch schon gegen mich - einen "kleinen Schlosser aus dem Osten" - verloren. Und ich war unvertreten!

Nachtrag fĂŒr den "Medienrechtler" Ralf Höcker:

Falls jetzt Ihre Kanzlei auf die dĂ€mlich anmutende Idee kommt, mich namens der Euroweb wegen der Äußerung
Dessen "Doktoren-vertreten-Kriminelle-und-Idioten-Kanzlei" hat ja (natĂŒrlich als Vertreter der Euroweb) sogar auch schon gegen mich - einen "kleinen Schlosser aus dem Osten" - verloren.
zu verklagen und das gerichtliche Verbot zu verlangen, dass ich die Euroweb doch nicht kriminellen Idioten gleich setze, dann sollte das ausreichend bedacht werden. Denn in der Sache 14c O 70/15 des LG DĂŒsselorf (Euroweb Internet GmbH ./. Reinholz) haben die Höcker-Doktoren gegen mich verloren, als diese die Euroweb vertraten, "Kriminell" und "voll idiotisch" war es nĂ€mlich, dass Daniel Fratzscher und Patrick Howells - wohl getrieben von SchĂ€digungsabsicht - mit vorsĂ€tzlich falschen Versicherungen an Eides statt aufwarteten, die dann auch noch derart einfach zu widerlegen waren, dass es mir fast schon peinlich ist.

Wie auch immer: Auf diesen neuen, zwingend eben so blöden Antrag wĂŒrde ich mich also unter sportlichen Aspekten so sehr freuen wie im Fußballpokal die Drittlegisten auf die vermeintlich bessere Mannschaft aus der "ersten Liga".

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mich wundert, dass PrĂ€sident Erdoğan nicht das LG Hamburg ausgewĂ€hlt hat :-)

"Das Landgericht Köln hat die vom tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Recep Tayyip Erdoğan beantragte einstweilige VerfĂŒgung gegen Springer-Chef Mathias Döpfner zurĂŒckgewiesen."
Quelle:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-05/boehmermann-affaere-recep-tayyip-erdogan-landgericht-koeln

. hat gesagt…

"Mich wundert, dass PrĂ€sident Erdoğan nicht das LG Hamburg ausgewĂ€hlt hat :-)"

Nun, dass die Frau KĂ€fer ĂŒber die Ehre eines Herrn Erdogan entscheidet kam wohl aus GrĂŒnden - die unsere Verfassung verbieten und Koran gebieten wĂŒrde - nicht in Betracht.

Andererseits: Ob er es gewusst hÀtte? Oder Ralf Höcker? Ich habe da bei diesem Medienrechtler auch in dieser Frage meine Zweifel.

Anonym hat gesagt…

"Oder Ralf Höcker?"

Dem ist wahrscheinlich egal, wer gewinnt. Hanptsache, es geht durch alle Instanzen.

"Erdogans Anwalt Ralf Höcker kĂŒndigte am Mittwoch an, gegen das Urteil des Kölner Landgerichts sofortige Beschwerde einzulegen."
Quelle:
http://www.welt.de/newsticker/news1/article155272097/Erdogan-will-weiter-gegen-Springer-Chef-Doepfner-vorgehen.html

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