23.03.2012

├ťber: Philipp Berger und das ├Âffentliche L├╝gen - und ├╝ber L├╝gen der Euroweb vor Gericht

Der f├╝r die Euroweb Internet GmbH ├Âffentlich l├╝gende "Rechtsanwalt" Philipp Berger (Berger LAW LLP, D├╝sseldorf; Kanzlei Berger LLP K├Âln) verbreitet in Kanzleiblog und an sehr vielen weiteren Stellen im Internet unter dem Titel
"Euroweb darf bei Eigenwerbung auf seine Kundenzahl hinweisen, Blogger muss vor Gericht Niederlage hinnehmen"
folgenden Unsinn:
Vor Gericht wurde aus einem Pr├╝fbericht des Steuerberaters von Euroweb zitiert, wonach der Internetdienstleister seit seiner Gr├╝ndung im August 2001 insgesamt mehr als 40.000 Unternehmer als Kunden verzeichnet. Aktuell hat Euroweb nach diesem Bericht ├╝ber 20.000 Kunden.

Unwahr - und zwar vors├Ątzlich unwahr - sind die Behauptungen des "Rechtsanwaltes" Philipp Berger,
  1. dass im Verfahren ├╝berhaupt aus einem "Pr├╝fbericht des Steuerberaters von Euroweb" zitiert wurde;
  2. dass nach dem Pr├╝fbericht "der Internetdienstleister seit seiner Gr├╝ndung im August 2001 insgesamt mehr als 40.000 Unternehmer als Kunden verzeichnet";
  3. dass das Gericht klargestellt habe, dass die Euroweb mit der Zahl von 20.000 Kunden werben d├╝rfe.

Im demnach mit "verlogen" korrekt bezeichneten ├Âffentlichen Bericht des Anwaltes Philipp Berger geht um das Verfahren 12 O 4008/11 des Landgerichts Kassel. Gegen das Urteil sind von mir p├╝nktlich Rechtsmittel eingelegt worden, die Sache liegt beim OLG.

Was ist geschehen?

Die von Philipp Berger pers├Ânlich vertretene Euroweb legte im Verfahren eine Stellungnahme des Steuerberaters Jens Reimers vor. In dieser Stellungnahme - also kein Pr├╝fbericht (erste L├╝ge) - behauptet der Jens Reimers, die Euroweb habe am 31.7.2011 genau 20936 "betreute" Kunden gehabt. Aus der Stellungnahme geht nicht hervor, was mit "betreute Kunden" ├╝berhaupt gemeint ist.

Pikant: Derselbe Steuerberater Jens Reimers hatte bereits schon einmal falsch f├╝r die Euroweb attestiert - n├Ąmlich als es um die Meldung der Zahlen f├╝r ein Umsatzranking ging. Dies geht aus der Verfahrensakte des LG D├╝sseldorf, Az. 34 O 149/11, deutlich hervor.

Pikant: Philipp Berger bezeichnet Herrn Jens Reimers als den Steuerberater der Euroweb. Die Bilanz und der Gesch├Ąftsbericht wird aber von einer anderen Steuerberatergesellschaft gepr├╝ft. Das, und dass nun schon die zweite falsche Stellungnahme auftaucht, macht die Ansicht m├Âglich, dass der Steuerberater Jens Reimers immer dann aufgerufen ist, wenn die Euroweb mal wieder und f├╝r was auch immer ein falsches Zeugnis braucht.

In der Stellungnahme steht nichts davon, dass die Euroweb seit ihrer "Gr├╝ndung im August 2001 insgesamt mehr als 40.000 Unternehmer als Kunden verzeichnet." - das kann also auch nicht zitiert worden sein. Es gab in der gesamten Akte auch keinen weiteren "Pr├╝fbericht" der zitiert oder vorgelegt worden w├Ąre und auch nichts im Protokoll. Das ist ergo die zweite L├╝ge des Philipp Berger - und zwar in einem einzigen Satz!

Die von Philipp Berger vertretene Euroweb legte begleitend eine Versicherung an Eides statt des Gesch├Ąftsf├╝hrers Christoph Preu├č vor. In dieser Versicherung an Eides statt - behauptet der Gesch├Ąftsf├╝hrer, die Euroweb Internet GmbH habe (als Konzern) am 31.7.2011 mehr als 20.0936(sic!) "aktive" Kunden gehabt. Die ist also falsch.

In der Stellungnahme des gewiss nicht angemessen sorgf├Ąltigen Steuerberaters Herrn Reimers ist eine "Maxclip GmbH, D├╝sseldorf", als 100%ige Tochter der Euroweb Internet GmbH aufgef├╝hrt und die Richtigkeit dieses Sachverhaltes wird von Herrn Preu├č, obgleich auch er es besser wissen muss, in der Versicherung an Eides statt erkl├Ąrt: Die Firma “Maxclip” war zu dieser Zeit jedoch gar nicht mehr existent, da sie sp├Ątestens mit der Bekanntgabe durch das AG D├╝sseldorf vom 07.06.2011 in die "Ruhrgebiet Online Service GmbH" umbenannt war.

Beide Behauptungen sind also unwahr.
Selbst wenn die Z├Ąhlung des Herrn Reimers stimmen sollte, so ist bei den "betreuten" Kunden ein Torsten Romaker mit gez├Ąhlt worden. Dem ist aber im Mai 2011 per rechtskr├Ąftigen Urteil vom LG Hildeheim bescheinigt worden, dass er nach § 649 BGB gek├╝ndigt hatte. Also lange vor dem 31.7.2011. Mit dem Datum des Tages nach der Verhandlung, also dem 28.10.2011, erhielt Herr Romaker ein Schreiben, wonach die Euroweb nicht mehr leiste, weil er nicht bezahlt habe. Demnach muss er in den Euroweb-Datenbanken als "betreuter" Kunde gef├╝hrt worden sein - ohne ├╝berhaupt noch Kunde zu sein. Wie viele solcher zu Unrecht mit gez├Ąhlten Karteileichen es noch gibt ist unklar, denn die Euroweb f├╝hrte tausende solcher Prozesse gegen die eigenen Kunden: Damit ist die Stellungnahme und die Versicherung an Eides statt vor Gericht vollkommen wertlos, denn beide sind widerlegt.

Die dritte L├╝ge des Philipp Berger im selben Artikel:
Philipp Berger schreibt
"Der Internetdienstleister Euroweb hat mehr als 20.000 Kunden und darf mit einer entsprechenden Aussage f├╝r sich werben. Das stellte jetzt das Landgericht Kassel per Urteil klar."
Aus dem Urteil geht das aber gerade nicht hervor. Das Landgericht hatte das "Urteil" nicht begr├╝ndet und im Tenor steht schon gar nicht, dass die Euroweb mehr als 20.000 Kunden habe. Im Verfahren hatte das Gericht nur Bedenken wegen der Eilbed├╝rftigkeit ge├Ąu├čert. Das Gericht monierte, dass ich den Richter Lohmann, dem ich (begr├╝ndet mit ihn zu Recht weisenden Beschl├╝ssen des OLG Frankfurt) mehrfache Rechtsbeugung zu meinem Nachteil vorhalte, ablehnte und behauptete, ich h├Ątte damit eine Verz├Âgerung des Verfahrens bewirkt.

Eine Klarstellung, dass die Euroweb mit der Kundenzahl werben d├╝rfe erfolgte also gerade nicht - und einem Anwalt ist es zuzumuten, das ihm bekannte Urteil - er ver├Âffentlicht
es ja mit - auch zu lesen.

Also l├╝gt der Anwalt Philipp Berger. ├ľffentlich - und wie ich finde: dreist.


Beweise:

1.) Stellungnahme des Steuerberaters Jens Reimers:
2. Falsche Versicherung an Eides statt des Christoph Preu├č



Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt nach meinen Strafanzeigen in zwei F├Ąllen wegen vors├Ątzlich falscher Versicherung an Eides statt und Prozessbetruges gegen Christoph Preu├č. Es liegt nahe, dass Philipp Berger im Auftrag des Gesch├Ąftsf├╝hrers der Euroweb ├Âffentlich l├╝gt: Vor D├╝sseldorfer Gerichten musste Philipp Berger in zwei F├Ąllen einr├Ąumen, dass er im Auftrag der Euroweb ver├Âffentlichte und Gegner und Wettbewerber auf garstige Weise herabw├╝rdigte. Einer der F├Ąlle betraf die Herabw├╝rdigung meiner Person. Und genau dieses dissoziale Ziel verfolgt der "Rechtsanwalt" ganz offensichtlich auch mit seinem verlogenem Artikel.

Das sich weder die ├Âffentlichen L├╝gen des Philipp Berger noch seine ├Âffentlichen Herabw├╝rdigungen im Auftrag seiner Mandantin mit seiner Rolle als "Organ der Rechtspflege" vertragen liegt auf der Hand. Philipp Berger kann das aber gerne in seinen Berufsordnungen nachlesen. Das der Anwalt f├╝r das L├╝gen und Herbw├╝rdigen den Kanzleiblog - und damit das Gewicht des Anwaltsberufes - missbraucht darf man mit der hier angebrachten Abscheu zur Kenntnis nehmen.

Im Falle der Anrufung eines Gerichtes durch den Anwalt Philipp Karl Berger:

Ich rate jedem Richter dazu, im Falle eines Verf├╝gungsantrages die Akte 12 O 4008/11 des LG Kassel beizuziehen, diese mit den vorgehaltenen L├╝gen zu vergleichen und dem "Rechtsanwalt" Philipp Berger t├╝chtig die Leviten zu lesen: Einen zweiten, so dreisten L├╝gner wie den "Rechtsanwalt" G├╝nter Freiherr von Gravenreuth kann die deutsche Rechtspflege ganz gewiss nicht brauchen, der Philipp Karl Berger entwickelt sich aber genau in diese Richtung!

Das LG Hamburg (Jawoll! Der ganz gewiss nicht ├╝berm├Ą├čig pressefreundlichen Richter Buske!) und das AG, LG und OLG M├╝nchen (mehrfach!) hatten mir erlaubt ├╝ber konkrete, ├Âffentlich oder vor Gericht ge├Ąu├čerte L├╝gen des Gravenreuth ├Âffentlich zu berichten. - Hier und f├╝r den vorlauten Herrn Philipp Berger mit Kanzleien in K├Âln (Kanzlei Berger LLP) und D├╝sseldorf (Berger Law LLP) und merkw├╝rdigen Firmen in Niederkr├╝chten kann nichts anderes gelten.

Vielleicht k├Ânnte der Richter oder die Richterin auch ein Wort dazu verlieren, dass der "Rechtsanwalt" Philipp Karl Berger unter seinem Artikel zu Wikipedia, genauer zum Stichwort "Querulant", verlinkt? - Ich meine, dass ein Rechtsanwalt, der erst ├Âffentlich l├╝gt und dann ein Gericht anruft, auf das man den Bericht dar├╝ber verbiete (Das genau erwarte ich von dem in dieser Frage empfindlichen Herrn Berger!), selbst ein solcher sei, dass genau sollte nicht etwa ich, sondern ein Richter ihm schriftlich geben. Und was der Richter oder die Richterin davon h├Ąlt, dass der sich selbst sicherlich als "ehrlich und rechtstreu" darstellende Anwalt mich so zu verleumden sucht, sollte auch da stehen. Auch, das der Anwalt mit seinen L├╝gen und Herabw├╝rdigungen eine Gegenreaktion von meiner Seite bewusst provoziert hat. Das genau k├Ânnte die Anzahl der folgenden Rechtsstreite erheblich reduzieren, weil der Anwalt es sich dann k├╝nftig (hoffentlich) genauer ├╝berlegt ob er erst l├╝gt und dann tats├Ąchlich noch dreist klagt (LG K├Âln, 28 O 724/11 und LG M├Ânchengladbach 6 O 395/11) wenn er der L├╝gen ├╝berf├╝hrt wird - und dient ergo der Rechtspflege.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hast Du daran gedacht, die Sache mit Maxclip nicht nur dem blog, sondern auch dem LG mitzuteilen? Falls ja: Was hat das LG dazu gesagt?

. hat gesagt…

Aber ja doch. Genauer dem OLG (Berufung) und der Staatsanwaltschaft (Strafanzeige gegen Preu├č)

Das ich nur blogge ist (oder war) ein Wunschdenken des Herrn Berger, der inzwischen wei├č, dass der StA Uekermann mit der Behauptung, ich w├╝rde nur ank├╝ndigen, verdammt falsch lag.

Der StA Uekermann hat sich auch schon entschuldigt. Nat├╝rlich nicht direkt bei mir. Aber wohl bei seinem Chef...

Anonym hat gesagt…

Das wird nix werden beim OLG. Beweisen kannst Du ja nur, dass die Euroweb einen Kunden weniger hat, eben Thorsten Romaker. F├╝r den Antrag m├╝sstest Du aber beweisen dass EW < 20000 Kunden hat.

Lass doch mal irgendein tool laufen, aus dem sich ergibt wieviele domains durch Euroweb und ihre Tarnfirmen betreut werden.

Die Sache mit maxclip ist irrelevant, denn nur weil sich ein Firmenname ge├Ąndert hat gibt es dadurch nicht 10000 Kunden weniger. Es zeigt nur dass dieser Steuerberater eher oberfl├Ąchlich arbeitet und sich bei KPMG bewerben sollte.

. hat gesagt…

Die Sache mit maxclip ist irrelevant, denn nur weil sich ein Firmenname ge├Ąndert hat gibt es dadurch nicht 10000 Kunden weniger.

Nicht ganz. Das zeigt auf, dass der "Steuerberater" nicht sauber gearbeitet hat. Stimmen die Firmen nicht - warum in Teufels Namen sollen dann die Zahlen stimmen?

Beweisen kannst Du ja nur, dass die Euroweb einen Kunden weniger hat, eben Thorsten Romaker.

Ja. Aber damit der Beweisantritt der Euroweb nichts mehr wert. Denn die m├╝ssen darlegen wie viele Kunden dieser Sorte es noch geben wird.

Und wenn die das tun k├Ânnen, dann ist der Christoph Preu├č aber nicht nur wegen fahrl├Ąssiger (ist auch strafbar) sondern wegen vors├Ątzlich falscher Versicherung an Eide statt "dran". Denn dann h├Ątte er das auch vorher feststellen k├Ânnen ... und wenn er jetzt neu beeidet bleiben Zweifel.

Lass doch mal irgendein tool laufen, aus dem sich ergibt wieviele domains durch Euroweb und ihre Tarnfirmen betreut werden.

Das habe ich. Ich kam mit den ganzen stillgelegten Domains auf ca. 12.000 - und diese Zahl stimmt auch mit den Ums├Ątzen und Preisen ├╝berein.

Anders als der Philipp Berger der ├ľffentlichkeit vorl├╝gt hatte das Gericht dar├╝ber aber gar befunden! Das Gericht hatte lediglich Zweifel wegen der Eilbed├╝rftigkeit!

Er war selbst da ... und wei├č das sehr genau - der Gauner!

Anonym hat gesagt…

Dein Einsatz ist wirklich super, ich bin in 2007 in die Falle getrehten und habe erst jetzt wieder Post von denen bekommen. Ich durfte f├╝r die ganze Geschichte als Referenzkunde nun 4500 Euro+ jetzt noch mal Gerichtskosten Anwalt 3890 Euro Zahlen + 9x 261,80 Euro ist ein teurer Spass und wird mich wohl kaputt machen. Aber noch mal Respekt f├╝r deinen Einsatz

. hat gesagt…

Bitte sende mir Scans aller Unterlagen zu. Ich bin gerade dabei der Euroweb "ein Ding reinzudrehen" nach dem auch Ihnen eine Resititutionsklage m├Âglich wird.

Ich brauche daf├╝r Unterlagen und Zeugen.

Anonym hat gesagt…

Leider war es bei mir so das mein Rechtsanwalt anscheinend keine Lust hatte da etwas zu machen, deswegen sitze ich jetzt auf Bergen von Schulden. Bei dem Abschluss des Vertrages hatte ich einen Zeugen dabei der best├Ątigte mir das ich in der Sache get├Ąuscht worden bin aber mein Anwalt meinte damit komme ich nicht durch. Bei mir gibt es also nur das Urteil.

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