10.12.2013

Betr√ľgerische Pornoabmahnungen, Idiotenrichter am LG K√∂ln und was der Richtervorbehalt hinsichtlich der Vorratsdatenspeicherung noch taugen kann

Die wegen der nicht nur von mir als ziemlich dumm erachteten √∂ffentlichen Ank√ľndigung einer Vielzahl von Straftaten bereits bekannte Kanzlei Urmann und Kollegen mahnt derzeit massiv Nutzer eines Pornoportals "RedTube" ab. Wegen der sehr angeblichen Verbreitung urheberrechtlich gesch√ľtzter Inhalte. Verlangt werden insgesamt ungef√§hr 250 Euro, der enthaltene "Schadensersatz" betr√§gt rund 15 Euro. Sicherlich nicht zuf√§llig genau eine Summe, welche wohl mancher zahlen wird um ggf. einen Rufschaden zu vermeiden. Genau diese durchaus strafbare N√∂tigung hat die Kanzlei Urmann und Kollegen ja auch mit der angek√ľndigten und √ľberm√§√üig offensichtlich strafbaren Ver√∂ffentlichung im Auge gehabt. F√ľr mich steht fest, dass Urmann und Kollegen au√üerhalb des vom Gesetzgeber gesetzten Rahmens agieren und ich nenne das "kriminell".

Fakten

1.)

Anders als bei der Überwachung von Tauschbörsen kann mit der Software "GladII 1.1.3" gerade kein Nachweis erbracht werden, dass die Benutzer die Schmuddelfilme weiter verbreitet hätten.

2.)
Und ohne Zugriff auf die Router der Internet-Provider zu haben oder gar direkt die IP-Adressen der Nutzer bei RedTube zu beziehen hätten diese die IP-Adressen zu denen die Nutzerdaten begehrt wurden gar nicht erfahren.

3.)
Auch die Frage ob im Falle der Pornofilmchen √ľberhaupt eine den Urheberrechtsschutz begr√ľndende Schaffensh√∂he gegeben ist, ist zul√§ssig. Soweit bekannt haben die doch bis auf wenige und nicht weniger schematische Abweichungen stets das gleiche Muster: "Oralverkehr, Normalverkehr, Analverkehr und dann √∂ffentliches Ejakulieren". Aber hier kennt man die faschistoide Haltung mancher Richter und die Gerichte an denen diese t√§tig sind. Bei manchen hat man den Eindruck, dass diese jedes und alles als "Kunstwerk" durchwinken.

Die merkw√ľrdige Rolle eines Berliner "Rechtsanwaltes" Daniel Sebastian

Ein Daniel Sebastian, laut verschiedenen Quellen angeblich Berliner, angeblich auch "Rechtsanwalt", soll beim LG K√∂ln beantragt haben das die Telekom zu abertausenden IP-Adressen Ausk√ľnfte geben muss. Im Antrag hat der angebliche Anwalt offenbar unwahr behauptet das durch die Nutzer des Streams(!) eine Weiterverbreitung stattfand. Der Anwalt hat auch offensiv und - wenn man wegen des behaupteten Berufes nicht geistige Beschr√§nktheit anerkennen will - offensichtlich vors√§tzlich unwahr behauptet, eine Firma "itGuards" mit der Software "GladII 1.1.3" habe die IP-Adressen ermittelt. Aus der Verfahrensakte geht dann auch nicht hervor, wie die Software die IP-Adressen ermittelt haben will - so jedenfalls laut Spiegel Online ein Rechtsanwalt von R√ľden. Das ist, wie wir schon wissen, nicht das einzige was alles andere als "gerichtsfest" ist.

Erkennende Richter des LG Köln stehen tausende Male mehr als Vorsatztrottel da

Gerade den mir auch sonst gerade nicht als besonders verfassungstreu geltenden Richtern des LG K√∂ln muss man vorhalten, dass diese nicht angemessen gepr√ľft haben. Niemals h√§tten diese die Telekom zur Herausgabe der Nutzerdaten verpflichten d√ľrfen. Was diese Richter da abgeliefert haben ist nichts anderes als "Vorsatztrottelei" in tausenden von F√§llen.

Was taugt jetzt der "Richtervorbehalt" hinsichtlich der Ausk√ľnfte aus der von rechtsextremistischen Kr√§ften der CDU/CSU/SPD geplanten Vorratsdatenspeicherung?

Nichts. Wenn Richter so ahnungslos sind und dann keinen technischen Sachverstand hinzuziehen, regelrecht dummdreist (weil zum Zwecke der Arbeitsvermeidung) alles glauben was im Antrag steht (das halte ich den Richtern des LG Köln vor) dann taugt ein Richtervorbehalt eben auch nur einen Dreck.

Unter diesem Gesichtspunkt wei√ü ich schon jetzt, dass die Vorratsdaten mit Sicherheit f√ľr diesen und jenen Schabernack missbraucht werden - es ist geradezu asozial hinsichtlich des Richtervorbehaltes von einer "wirksamen Schranke" zu sprechen, wenn die Antr√§ge auf Verwendung der Daten dann von solchen desinteressierten Durchwinkrichtern ohne jede ernst zu nehmende Pr√ľfung erlaubt wird.

Und noch was:

Das ich das LG K√∂ln insgesamt nicht mehr ernst nehme d√ľrfte bekannt sein. Dessen Urteile gelten in meinem Machtbereich nicht ohne eigene rechtliche und sachliche Nachpr√ľfung. Das kann sich nur √§ndern, wenn die K√∂lner Richter nachweislich erfolgreich an einem einj√§hrigen Kurs im Verfassungsrecht und in Logik teilnehmen und dann beweisen, dass deren danach verfasste Urteile etwas ganz anderes als das bisherige Geblahfasel sind.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

War der Urmann eigentlich auch in einer Verbindung die ihm jetzt einen sch√∂nen Lesesal zur Verf√ľgung stellen k√∂nnte? M√∂ge er den Weg eines anst√§ndigen Abmahnanwalts gehen!

. hat gesagt…

"War der Urmann eigentlich auch in einer Verbindung"

Nun, ich habe den Eindruck, dass viele (sic: also definitiv nicht alle!) Anwälte in einer oder mehrerer Hinsicht "rechts-außen" (sic: auch umgekehrt lesbar!) sind.

Anonym hat gesagt…

Es geht das Ger√ľcht herum, das angeblich durch U+C absichtlich platzierte Werbung dazu genutzt wurde um an die IP Adressen zu kommen. Wie man jedoch eine Weiterverbreitung eines Streams rechtfertigen will, ist mir mehr als schleierhaft. Ich pers√∂nlich denke man will sich vor Weihnachten die Taschen ordentlich vollmachen und hofft darauf das die Abgemahnten vor Scham bezahlen.

Problemb√§rdompteur I. hat gesagt…

der Witz ist doch, da√ü in den Antr√§gen des angeblichen Organs der Rechtspflege Daniel Sebastian nach vorliegenden Berichten gar nicht von einer Weiterverbreitung im Sinne einer Tauschb√∂rse die Rede ist sondern die Versager am LG K√∂ln diesen Tatbestand aus dem Antrag herausinterpretierten. In den Antr√§gen wurde wohl geschickt verschleiert, da√ü es um Streaming geht. Durch geeignete Wortwahl aber haben sich die Versager am LG K√∂ln schlicht √ľbert√∂lpeln lassen. Offenbar sind aber auch nicht alle Kammern am LG K√∂ln mit vollversagenden Idioten besetzt, die nicht lesen k√∂nnen, denn einige Antr√§ge wurden auch zur√ľckgewiesen.

Anonym hat gesagt…

Eine der Theorien zur Erlangung der IP-Adressen

Laut einem Kommentar vom 7.12.2013 um 01:35 scheinen die Abmahner anonym eine mit Werbelinks versogte Vertipperdomain betrieben zu haben (u.a. "d" und "t" vertauscht), um dort IP-Adressen abzufischen (Phishing):
https://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/12/06/streaming-abmahnung-mit-vielen-fragezeichen/#comment-576196
Moglicherweise wurde in der Vertipperdomain mit dem Creation Date: 2013-07-21 18:38 die Originalseite dann in einem ganzseitigen Frame aufgerufen. So ähnlich wurde zumindest vor einigen Jahren bei Vertipperdomains von Abofallen gearbeitet.

Anonym hat gesagt…

"K√∂lner Landrichter lie√üen sich ein U f√ľr ein C vormachen"
Quelle:
http://www.heise.de/tp/blogs/6/155465

Anonym hat gesagt…

"Loading...
h**p://retd***.net | 08.12.2013 00:03:32
Got an HTTP 302 response at crawl time
Redirecting to...
h**p://www.redt***.com/"

Quelle: Webarchiv

Anonym hat gesagt…

http://who.is/domain-history/the-archive.ch

Anonym hat gesagt…

"an einem einjährigen Kurs im Verfassungsrecht und in Logik teilnehmen"

Die scheinen schon damit begonnen zu haben:

"Dann wurde uns mitgeteilt, dass die Gesch√§ftsstelle auf einer “Schulung sei”."
Quelle:
http://www.infodocc.info/lg-koeln-zieht-den-schwanz-ein/

Anonym hat gesagt…

"Stellungnahme des Landgerichts K√∂ln zu Abmahnungen durch die „The Archive AG“"
Quelle (PDF):
http://www.lg-koeln.nrw.de/Presse/Pressemitteilungen/10_12_2013---Abmahnungen-_The-Archive_.pdf

Anonym hat gesagt…

Ist der Rohrstock bei solchen "Schulungen" denn noch √ľblich? Vielleicht sollte dem Jecken auch nur klargemacht werden, wann der Karneval aufh√∂rt und dass nicht alle Kamelle, die auf ihn einprasseln k√∂nnten bleifrei sein m√ľssen und dass es nicht OK ist, dem Nachtpf√∂rtner h√∂chstvorsorglich signierte Blanko-Gerichtsbeschlussformulare f√ľr eilige Notf√§lle der urheberrechtsbesorgten Rechtspfleger zu √ľberlassen. Naja vielleicht ist er ja seinen Job auch schon los mitsamt den abgesessenen Ruhestandsandspr√ľchen. Aber wom√∂glich hat ihm ja auch der Unwalt+Complicen schon ein Gnadenbrot in der Karibik organisiert.

Anonym hat gesagt…

Geplagt von Zweifeln, ob ich nicht vielleicht doch aus Versehen, Neugier oder Langeweile die Glamorous Show Girls gestreamt haben könnte, habe ich schon zur Wiedererlangung meines gerechten Schlafs die Bildersuche gegoogelt und meinen Seelenfrieden gefunden. Nein die unsexy Mädels hätte ich bestimmt nicht angeklickt, um sie in Action zu sehen - da wäre mir am Ende womöglich noch der Appetit vergangen - selbst als unverbesserlich bekennender Pornovoyeur.

Anonym hat gesagt…

Tja, das weiterhin offene mediale R√§tselraten, wie der Unwalt+Complicen denn nun an die IP-Adressen gekommen sein k√∂nnten, hat mir einfach keine Ruhe gelassen. Wie bemerkte doch die selige Selma Lagerl√∂f so treffend: Es gibt immer eine dritte M√∂glichkeit. Falls jemand an meinen abwegigen Gedankeng√§ngen hierzu interessiert sein sollte, so m√∂ge er/sie/es (sorry) sie/er/es (nein) es/sie/er gern weiterlesen: Nun wissen wir ja, dass der Edward 'Leaker' Snowdon in Russland schnell wieder einen neuen Br√∂tchengeber gefunden hat, den er aber nicht outet. Aber anders als bei uns, scheint es dort keine Vollversorgung f√ľr Asylanten zu geben allerdings auch kein Arbeitsverbot und so mu√ü er nun schauen, wie er mit kleinem Gep√§ck eingeflogen und einem Speicherstick als Faustpfand in der Hosentasche √ľber die Runden kommt. Da w√§re es ihm doch nicht zu verdenken, wenn er ab und zu ein paar abgefischte Datens√§tze meistbietend versilbert. Und wer kommt nun als Interessent und Verwerter in Frage? Da f√§llt es einem aber wie Schuppen von den Haaren: Na klar - die unwohlbekannte Abmahnmaffia! Geld stinkt ja bekanntlich nicht - aber unser Edward, der heldenhafte Whistleblower? Nie und nimmer - er w√ľrde doch seine Anwartschaft auf den alternativen Nobelpreis verkimmeln! Aber vielleicht hat er ja daheim noch Leiharbeitskollegen bei den Geheimdienst-Subunternehmen, die auf den Right Livelihood Award pfeifen (schon weil die Nominierung ja eh gelaufen ist) und denen finanziell das Wasser bis zum Hals steht, weil das Sal√§r des Werkvertrags trotz √úberstunden kaum bis zum Monatsende reicht mit den Hypothekenraten auf das √ľberschuldete H√§uschen und der frustrierten Alten, die Ihre unbefriedigte Zeit in der Shopping-Mall fristet. Man kennt das ja: "Schatz heut wird's wohl wieder etwas sp√§ter im Bunker - nimm doch meine Kreditkarte und mach Dir einen sch√∂nen Tag!"

Anonym hat gesagt…

http://danielsebastian.de/docs/Presseerklaerung_131211.pdf

Anonym hat gesagt…

"Darin werden die Soldaten √ľber die in Deutschland im Vergleich zu ihrem Heimatland strengeren Urheberrechte aufgekl√§rt."
Quelle:
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Netzwelt/d/3967916/us-militaer-warnt-vor-abmahnungen.html

Anonym hat gesagt…

"Landgericht K√∂ln gibt erste Ausk√ľnfte zur Funktionsweise der Software GLADII 1.1.3"
Quelle:
http://abmahnung-medienrecht.de/2013/12/streaming-abmahnungen-der-kanzlei-uc-in-sachen-redtube-landgericht-koln-gibt-erste-auskunfte-zur-funktionsweise-der-software-gladii-1-1-3/

Anonym hat gesagt…

Die Betreiberfirma von Redtube.com bestreitet, jemals IP-Adressen von Usern weitergegeben zu haben:
http://www.xbiz.com/news/172241

Anonym hat gesagt…

"admin-c ... Daniel D***"
Quelle:
Denic.de-Whois von "the-archive.de"

Anonym hat gesagt…

LG K√∂ln · Beschluss vom 12. August 2013 · Az. 226 O 86/13

Anonym hat gesagt…

Wann werden Typen wie Urmann endlich gerecht behandelt? N√§mlich geteert und gefedert und aus der Stadt gejagt, besser noch aus dem Land. Ich stelle gerne ein paar Eimerchen Teer und S√§cke mit Federn zur Verf√ľgung. Solchen Menschen muss man doch zu packen bekommen, das geht doch nicht endlos so weiter.

Grunds√§tzliche Forderung von mir: Schmei√üt alle Anw√§lte aus dem Bundestag, die sorgen f√ľr sich und ihresgleichen mit solchen ABM.

Anonym hat gesagt…

"Rechtsanw√§ltin Neubauer hat in dem hier schon verlinkten Blog-Eintrag so sch√∂n darauf hingewiesen, da√ü die Auskunftsantr√§ge interessanterweise in den Urlaubsmonaten Juli und August eingereicht wurden, wo das LG K√∂ln urlaubsbedingt unterbesetzt war. Von wegen “”gut gew√§hlter Zeitpunkt”."
Quelle:
https://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/12/21/lg-hamburg-untersagt-abmahnungen/comment-page-2/#comments

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