10.05.2018

Euroweb / PKW.de - Wie das Geld zum Fenster raus geworfen wird.

In der am 05.01.2018 veröffentlichten Bilanz der zum Euroweb-"Konzern" gehörenden "pkw.de Autobörse GmbH" lese ich:

IV. JahresĂŒberschuss/Jahresfehlbetrag

2016: +0.040.010,19
2015: -5.190.538,15
(Diff: 5.230.548,34)

Man könnte jetzt glatt denken, da wĂ€re aus einem Millionenverlust 2015 ein Minigewinn 2016 entstanden. Aber nur wenn man nicht mitbekommt, dass darĂŒber folgende Zahlen stehen:

III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag

2016: -7.794.025,95
2015: -2.603.487,79
(Diff: -5.190.538,16)

Tja. Offenbar wurde durch eine aggressiv-kreativ anmutende Buchhaltung und das Verschieben von Verlusten in die Zukunft (nur steuerlich interessant) ein weiterer Millionenverlust verdeckt. Auch die anderen Zahlen sind "kernschlecht" und sollten Kreditgebern, Investoren, ja sogar Kunden die Haare zu Berge stehen lassen:
  • Sachanlagen: grob halbiert
  • Forderungen: RĂŒckgang von grob 1/3
  • Bargeldnahes Vermögen: lĂ€cherliche 3.329,73 nach 11.709,97 Euro
Wie die "durchschnittlich fĂŒnf Mitarbeiter" (Angabe fĂŒr 2016) bezahlt wurden steht völlig in den Sternen. "Im GeschĂ€ftsjahr 2015 hatte die Gesellschaft 75 Mitarbeiter." stand 1 Jahr zuvor an gleicher Stelle.

Sowas von pleite!

Man hoffe, so teilt der Euroweb- und neue PKW.de-Chef Daniel Fratscher mittels eines gewiss nicht kreativen aber sehr mutig gewĂ€hlten Textbausteins mit, dass der Fehlbetrag innerhalb der nĂ€chsten drei Jahre zurĂŒckgefĂŒhrt werden kann.

An seiner Stelle wĂŒrde ich a) schon mal die FormblĂ€tter fĂŒr den Insolvenzantrag bereit legen und b) genug Brot trocknen.

Aber vor allem die Euroweb-Kunden und Mitarbeiter sollten wissen, dass es eigentlich deren Geld ist, welches Christoph Preuß und Daniel Fratzscher mit vollen HĂ€nden zum Fenster rauswerfen. Und als Kunde wĂŒrde ich jede Vorauszahlung an PKW.de sehr genau bedenken. Das Geld könnte nĂ€mlich jederzeit weg sein.

Abmahnung wegen Tauschbörsennutzung: Walldorf Frommer veröffentlicht wie man nicht argumentieren sollte

Auf www.rechtstipps.de veröffentlicht ausgerechnet die Kanzlei Walldorf-Frommer immer wieder gern mit welchen lustigen Argumenten mancher abgemahnter vor Gericht scheiterte:
"Er verweist allein auf die Übernachtung seiner Ehefrau, seiner beiden Söhne und seiner Person in einem Gasthof […]. Weiter fĂŒhrt er aus, seine zur Tatzeit 85-jĂ€hrige Mutter sei zu Hause gewesen. Weiteres wird von dem Beklagten nicht mitgeteilt. Den – strengen – Anforderungen an die ErfĂŒllung der sekundĂ€ren Darlegungslast wird der Beklagte bei dieser Sachlage nicht gerecht."
(Laut Walldorf-Frommer: Amtsgericht Koblenz vom 15.03.2018, Az. 152 C 2398/17)

Ich habe den Satz "Dumm fickt gut" schon gehört. Aber ich halte es fĂŒr traurig und fĂŒr einen Bruch mit Darwins Lehre, dass sich Leute, die einem Richter(*) anno 2017 (etwa 2037 wĂ€re es durchaus glaubbhaft) die MĂ€r von der 85-jĂ€hrigen Mutter als Tauschbörsennutzerin auftischen wollen, tatsĂ€chlich fortpflanzen. Das Gericht spricht nĂ€mlich von zwei Söhnen. Nun ja... ich will nicht weiter aufregen. Es werden schließlich stĂ€ndig HilfskrĂ€fte und WachmĂ€nner gebraucht, auch Buden wie die Euroweb suchen offenbar hĂ€nderingend nach neuen Dummen.

Vor allem aber halte ich es aber fĂŒr interessant, dass Walldorf-Frommer das Urteil des sich sehr wohl "verarscht" fĂŒhlenden Richters veröffentlicht und so jedem, dem Charles Darwin auch nur gerade noch einen "Fortpflanzungs-berechtigungsschein" zubilligen wĂŒrde, die Möglichkeit gibt, nachzulesen, was man Richtern zumuten kann und was nicht. Irgendwie habe ich nĂ€mlich nicht das GefĂŒhl, dass Walldorf-Frommer damit sich selbst oder deren Clientel einen Gefallen tut. Aber es fahren tagtĂ€glich viele ZĂŒge - und in jedem soll angeblich ein Dummer sitzen.


(*) Abgesehen natĂŒrlich von so merkwĂŒrdigen Richtern wie dem extrem leseschwachen Richter Neumeier vom LG Kassel, der laut einem Beschluss seiner eigenen Kollegen den jeweiligen Parteivortag gar nicht erst vollstĂ€ndig oder gewissenhaft liest sondern seine Urteile und BeschlĂŒsse offensichtlich auswĂŒrfelt - oder ganz persönlichen PrĂ€missen folgt ohne sich dabei jedoch "bewusst und in schwer wiegender Weise an der Rechtsordnung zu vergreifen". Auch wenn der krasse Typ auch außerhalb des so genannten Landgerichts Kassel (vielmehr eine Dependance der Marketingabteilung der Sirius Cybernetic Corp. als ein Gericht) keineswegs ein Einzelfall ist sollte man nicht darauf hoffen, auf so einen zu treffen.

21.04.2018

"Netter Versuch": RA Daniel Sebastian aus Berlin versendet Abmahnungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen (Filesharing) in den Jahren 2013 und 2014.

Dieses, von ihm selbst öffentlich angekĂŒndigte, bzw. beworbene Tun erscheint mir als sehr dumm. Also ich wĂŒrde die von Daniel Sebastian geforderte UnterlassungserklĂ€rung nicht abgeben und, trotz des unzweifelhaft gebotenen Unterhaltungswertes auch keinen Cent zahlen - sondern etwa wie folgt formulieren: (Das P.S. am Ende auf keinen Fall vergessen oder weglassen!)

Mein Aktenzeichen: ABFUHR0815, Ihr Aktenzeichen: XY

Allerwertester Herr RA Daniel Sebastian!

ZunÀchst einmal bestreite ich den von Ihnen dargelegten Sachverhalt zur GÀnze mit "Nichtwissen".

Den Download habe ich nicht vorgenommen, den Fuckerkram auch nie zum Upload angeboten und ich wĂŒrde mich DAFÜR auch sehr schĂ€men. Ich kann das auch ausschließen, weil ich an dem Porno  schon aus GeschmacksgrĂŒnden völlig desinteressiert bin. Ich werde das jederzeit an Eides statt versichern. Auch habe ich bei einer Durchsicht aller Rechner im Haushalt nichts gefunden, was auf den von Ihnen behaupteten Verstoß auch nur hinweisen könnte. Inzwischen kam ja auch Windows 7, dann 10 auf die Rechner... und ich habe auch ein neues Notebook gekauft - das, welch toller Zufall, ungefĂ€hr genau so viel gekostet hat, wie Sie in aller Freundschaft bei mir abzuzocken gedenken.

Theoretisch besteht die - mit Nichtwissen bestrittene - Möglichkeit, dass Dritte, insbesondere auch erwachsene BesucherInnen in meinem Haushalt, die natĂŒrlich auch damals "ĂŒber 18 waren, schon geschossen, gesoffen, mancherlei Zeug geraucht und gebumst hatten", eigenverantwortlich handelten, sich auch ĂŒber die Rechtswidrigkeit eines solchen Tuns vollstĂ€ndig im Klaren waren, die beanstandeten Handlungen ĂŒber das von mir meinen Besuchern gutwillig zur VerfĂŒgung gestellte, natĂŒrlich geschĂŒtzte und bestmöglich verschlĂŒsselte WLAN wissentlich oder unwissentlich vorgenommen haben. Soweit minderjĂ€hrige Besucher dabei waren standen diese stets unter der Aufsicht derer Eltern. Meine eigenen Gören kommen nicht in Betracht, denn wenn die sich solches Zeug angesehen oder angehört hĂ€tten, dann hĂ€tte ich diese grobe Geschmacksverirrung sofort bemerkt - ich wĂ€re bis heute wegen Augen- und/oder Ohrenkrebses in Behandlung und wĂŒrde Ihre Mandantin selbst deswegen und wegen der verloren gegangenen Freude am Sex auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagen. Plus 12,79 Euro fĂŒr das Schnitzel natĂŒrlich, welches ich beim "Gewahr werden" des "Werkes" Ihrer Mandantin gleich wieder erbrochen hĂ€tte.

Die UnterlassungserklĂ€rung fĂŒr etwas, was ich nicht getan und auch sonst nicht zu verantworten habe, habe ich nicht abzugeben und auch die Kostennote können Sie sich sorgfĂ€ltig zusammenrollen und meinetwegen an einem Ort Ihrer Wahl arschivieren.

Denn wie Sie sicher schon im Voraus ahnten, bin ich, wegen des leider bestehenden Mangels an einem besseren GedĂ€chtnis oder einer gespeicherten Besucherliste, nach ĂŒber vier Jahren zu meinem allergrĂ¶ĂŸten und wirklich außerordentlichem Bedauern auch nicht mehr dazu in der Lage, Ihnen irgendwelche AuskĂŒnfte darĂŒber zu geben, wer mich an dem genannten Datum besucht hat, also womöglich fĂŒr die Störung in Frage kommt.

Zu meiner ganz besonders persönlichen Trauer haben die Russen im Mai 1945 den Blockwart gelyncht als dieser jene - zwar in seinem stinkenden Unterhemd, aber sonst mit allen Zeichen seiner WĂŒrde (Schlafanzughose, Hakenkreuzbinde, Sport- und Parteiabzeichen) - aufforderte, sich von ihm (dem Stellvertreter eines Typs, der gestern Geburtstag hatte) als Besucher registrieren zu lassen. Und auch der stets freundliche und aufmerksame Hausvertrauensmann, der brav die Besucherlisten fĂŒr die Stasi fĂŒhrte, ist inzwischen wegen Alkoholismus (sein tröstender Ersatz fĂŒr den Sozialismus) verstorben. Eine Wohnung in einem Haus mit Concierge will ich mir nicht leisten, weil Paris zum einen weit weg ist und ich außerdem, des notwendigen Geldes wegen, einen, mit meinen moralischen Vorstellungen nicht vereinbaren Job annehmen mĂŒsste: "WaffenhĂ€ndler", "Abmahnanwalt", "VW-Vorstand fĂŒr Dieselmotoren und Beziehungen zur Bundesregierung" ... jedenfalls etwas in der Richtung. (Anmerkung fĂŒr meine Leser: Nein, "Euroweb-Marketingbeaufragter" ist zwar auch so ein Scheiß-Job, aber da reicht die Knete ja nicht mal fĂŒr meine jetzige Wohnung!) So kann mir also wirklich niemand dabei helfen, Ihnen, Herr Abmahnanwalt, AuskĂŒnfte ĂŒber meine damaligen Besucher zu geben.

Vielleicht hilft Ihnen aber doch jemand!


Da fÀllt mir nÀmlich ein, der Typ, der immer am Fenster stand und alle Kennzeichen aufschrieb - der ist jetzt in der Irrenanstalt. Vielleicht wollen Sie sich persönlich zu ihm begeben? Das könnte nÀmlich helfen: Vielleicht gibt es ja seine Listen aus den Jahren 2013 und 2014 noch! Es dauert ungefÀhr 12 Wochen sein Vertrauen zu gewinnen. Sagt die Erna, die auch dort war. Gehen Sie zu ihm, mir fÀllt niemand ein, der Ihnen sonst noch helfen könnte.

Sie
werden das vielleicht aus eigenem (Er)Leben nicht kennen: Aber ich verfĂŒge ĂŒber viele soziale Kontakte - dazu gehören zwar keine koksenden, an solchem Mist vielleicht interessierte Nutten, aber Verwandte, Freunde und Freundinnen, deren Freunde und Freundinnen, Kinder, andere Angehörige, Nichten und Neffen, Kollegen und Kolleginnen und eine Menge anderer Leute, die seriösen TĂ€tigkeiten nachgehen.

Ich habe gerade in meinem GedÀchtnis gekramt: Nein, da ist kein Abmahnanwalt darunter. (Also unter meinen Freunden!
)

Es kĂ€me also in meinem Fall einfach eine sehr große Zahl von soliden, netten und ehrlichen Personen zusammen, die fĂŒr einen Besuch und auch Übernachtungen an dem von Ihnen genannten Zeitpunkt in Frage kommen. Die alle zu befragen wĂ€re ein unangemessener Aufwand und wĂŒrde bestenfalls zu Ergebnissen fĂŒhren, welche geeignet sind, Sie oder Ihre Mitarbeiter erheblich zu verunsichern und sehr wahrscheinlich sogar zu einem von Ihrer Kanzlei verlorenen Verfahren fĂŒhren.

Womöglich sollten Sie (freilich besser erst nach dem Besuch bei dem Typen, der alle Autokennzeichen aufschrieb) bei der Bundesregierung vorstellig werden. Es kann ja nicht sein, dass nur deswegen, weil es an einer sorgfÀltigen Registrierung der Bewegungen der, der SchwerstkriminalitÀt verdÀchtigen Subjekte (also jedem) fehlt, die AufklÀrung so schwerer Straftaten (wie Raubmordkopieren, Falschparken oder gar GummibÀrchen essen) schon nach vier Jahren unmöglich ist! Da bin ich wirrklich gaaaaanz auf Ihrer Seite!

So verbleibe ich in der unendlichen Freude, dass Sie Ihr Porto nicht etwa verschwendet, sondern meine - sicherlich als besonders freundlich empfundene - Antwort erhalten haben.

Ihr, wegen der Gelegenheit zu dieser sicherlich hilfreichen und diskret gegebenen Antwort ganz besonders dankbarer

Jörg Reinholz

P.S. Herr Daniel Sebastian, was war doch gleich der Zweck Ihres Schreibens? Ach? Die Unterlassung der Verbreitung? Wirklich? Ist dieser vorgeschobene Zweck bei einer vernĂŒnftigen WĂŒrdigung denn nach 4 Jahren ĂŒberhaupt noch als "erreichbar" anzusehen? Der erhobene Anspruch ist nĂ€mlich deshalb nicht mehr durchsetzbar.

Wollen Sie mich etwa durch das andere Vormachen betrĂŒgen?
Nanu? Ich hoffe, ich habe keine Orthografiefehler gemacht. Irgendwie markiert mir die RechtschreibprĂŒfung nĂ€mlich den gesamten Text.

Nachtrag:

Ich war gerade noch mal auf der Webseite... Was sagt wohl der Superlativ Detektiv - Dr. psycho. Frieder Nau aus Köln zu "Heute gehört die Kanzlei zu den grĂ¶ĂŸten im Bereich der BekĂ€mpfung von Internetpiraterie." ?

Was hat der Springer Verlag eigentlich fĂŒr "Juristen"?

Der sich durch das jĂŒngst zu seinem Nachteil erlassene BGH-Urteil wohl "angepisst" fĂŒhlende Springer-Verlag hat in einer sauertöpfischen Stellungnahme die nĂ€chste Klage angekĂŒndigt.

Ich lese: Man wolle Eyeo jetzt verklagen, weil die Firma die "urheberrechtlich geschĂŒtzten Seiteninhalte"  verĂ€ndere.

Ich liege vor Lachen im Dreck!

Wer berĂ€t die eigentlich den Verlag? Sicher ein ganzes dieses "Super-AnwĂ€lte", ein Überflieger, eine "KoryphĂ€e des Rechts" - und wohl auch ein Typ mit einer, der Vernunft stark vorauseilenden Allmachtsphantasie.

Die Klage wird nÀmlich eine Lachnummer.
  • Erstens mal verĂ€ndert Eyeo nĂ€mlich gar nichts. Eyeo bietet mit Adblock+ allenfalls eine Software an, die (wie der BGH technisch und sachlich richtig und zudem sehr geduldig in der UrteilsbegrĂŒndung erklĂ€rte) - auf Betreiben des Nutzers der Software - die Werbung blockiert. Es ist also initial der Nutzer, der die Seiten verĂ€ndert.
  • Dann wĂ€re da der Erschöpfungsgrundsatz. Der Springerverlag hat die Webseite in den Machtbereich des bestimmungsgemĂ€ĂŸen EndempfĂ€ngers ausgeliefert. Und der kann damit in seinem privaten Umfeld (auch in einer Firma, einem Amt) machen was er will. Sonst wĂŒrde jeder verklagt, der in einem Buch Notizen macht, etwas unterstreicht oder durchstreicht. Oder eine Widmung fĂŒr die beschenkte Person reinschreibt. Oder das Buch (oder die BILD) gar entsorgt.
  • Ach Herrje! Die Schaffenshöhe! Also an der Gestaltung (dem Layout) der Webseite wird ja nichts verĂ€ndert. Die lieblos mit Software reingeklatschte Werbung (auf die der Verlag ja auch aus monetĂ€ren Interesse sehr geringen Einfluss nimmt) dĂŒrfte keine "Schaffenshöhe" begrĂŒnden. Die Webseiten mit Werbung sehen meistens so aus wie die Wandtafeln der Klasse 3a einer Hauptschule in Unteroberbach. An sowas wollen was? Ein Urheberrecht?
  • Und dann bleibt ja noch die Frage, ob der Springer Verlag irgendwelche urheberrechtlichen Rechte an der Werbung der Dritten geltend machen kann. Denn die Werbebanner hat er ja nicht gestaltet.
Vermutlich werden viel Spaß - vielleicht sogar bis zum BVerfassG - haben und ein neues Buch ĂŒber Springer-AnwĂ€lte und zum Thema "Uneinsichtigkeit der Marketing-Division der Sirius Cybertic Corp." schreiben.

19.04.2018

Tradierte Rechtsbeugung:
Die Sirius Cybernetic Corporation sucht zum Team passende Mitarbeiter fĂŒr die Marketingabteilung

Die Sirius Cybernetic Corp. sucht dringend Mitarbeiter fĂŒr die Marketingabteilung. Wie mir zu Ohren kam sind deren Headhunter besonders oft in der NĂ€he von Gerichten unterwegs und versuchen die Vorteile einer Anstellung in der Marketingabteilung dieser Firma Richtern mit dem, natĂŒrlich nur vermeintlichen Hang zur Rechtsbeugung, mindestens aber vogonischer Dichtkunst nahezubringen.

Außerdem hörte ich GerĂŒchte, wonach so ziemlich eine Handvoll RichterInnen nebst einer sehr hohen FĂŒhrungskraft des LG Kassel, eine Richterin des LG DĂŒsseldorf, die gesamte Pressekammer des LG Köln, ein Ex-Richter des LG Mönchengladbach, eine Richterin des LG Hamburg und ein Richter des OLG Hamburg sogar ohne deren Wissen als besonders verdiente Mitarbeiter der Marketingabteilung der Sirius Cybernetik eingetragen worden seien.

Die BegrĂŒndung des Chefs der Headhunter dafĂŒr soll wie folgt lauten:
"Die merken eh nicht, wo, fĂŒr wen oder woran die wirklich arbeiten. Außerdem gehts da mehr um Abrechnung als um Bezahlung."
Ich wurde um Hinweise auf weitere geeignete Personen gebeten und bitte um Kommentare in folgender Form: (Anrede Name, Gericht, besondere Leistung)

18.04.2018

Verfolgung wegen Glaubens - oder wann ein Asylantrag ganz schnell abgelehnt werden sollte

"Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ist es zu einer antisemitischen Attacke auf einen jungen Mann jĂŒdischen Glaubens gekommen. Ein arabisch-sprechender Mann hat den 21-JĂ€hrigen auf offener Straße mit einem GĂŒrtel geschlagen."
stern.de

Soso. Da kommt einer daher, stellt einen Asylantrag und behauptet, er wĂŒrde verfolgt - und schlĂ€gt dann (ausgerechnet in Deutschland) - einen Juden wegen seines Glaubens.

Die Schweizer nennen das, was hier fÀllig ist, "Ausschaffen". Der Asylantrag ist in jenen FÀllen missbrÀuchlich, in denen sich die angeblich Verfolgten tatsÀchlich als Verfolger erweisen. Ich sehe mich als Linker und trotzdem keinen Grund solches Verhalten - und damit eine solche Person - zu dulden. Als nÀchstes schlÀgt der Christen und tritt dann in die AfD ein um gegen Typen wie mich zu hetzen oder was?

17.04.2018

Kachelmann ./. BILD: Was feiert der Professor Ralf Höcker da eigentlich?

Der BGH hat die Nichtzulassungsbeschwerde gegen ein, wohl eher zufĂ€llig richtiges Urteil des OLG Köln nicht angenommen, der Springer-Verlag (BILD) muss 395 000 € zz. Zinsen an Jörg Kachelmann (dem trotz des groben Fehlgriffs bei der Anwaltswahl meine volle Sympathie gehört) zahlen. Allerdings ist immer eine Verfassungsklage möglich. Deren Aussichten schĂ€tze ich indes als "ziemlich trĂŒb" ein. Wer so viele AnwĂ€lte wie die BILD hat und Fotos aus einem Knast veröffentlicht, der ist sich nĂ€mlich des Unrechts voll bewusst. Und ein Konzern soll das auch spĂŒren, wenn er einem anderen so schadet.

Soweit. So Recht. So auch gut.

Aber was feiert Ralf Höcker da eigentlich?

In dem Prozess wollte der Kölner Anwalt Ralf Höcker, bekanntes Großmaul, Mitschreiber bei der durchaus rechtsradikalen "Jungen Freiheit" und erklĂ€rter Freund starker MĂ€nner (wie man von ihm liest "wie Donald Trump") , eigentlich sehr viel mehr: Allein vom Verlag des Wurstblattes(🛠) namens "BILD" wollte Kachelmann demnach 1,5 Millionen Euro erstreiten.

Also ich sehe das so: Wenn man 1,5 Millionen erklagen will und nur 25% davon bekommt, dann hat man zu 75% verloren!

Da wĂŒrde ich nicht noch umhergehen und auf den Umstand aufmerksam machen, Herr Professor Ralf Höcker!


🛠) Bitte keine Wurst in die BILD oder ein anderes Wurstblatt einwickeln. Das Zeug ist nicht lebensmitteltauglich. Fett transportiert Gifte!