Seit ein paar Tagen funktionierte das XFCE4-weather-plugin (Version im Repositority ist „0.11.0-1“) in Debian 12 nicht mehr. Hintergrund ist wohl, dass die Datenbankabfrage-API seitens api.met.no verändert wurde und dem Progrämmchen mit dem HTTP-Status 403 ( „Forbidden“) antwortete. Und ich bekam - wie viele andere auch - in der Oberfläche nur „Keine Daten“ angezeigt. Nicht zum ersten Mal. Für mein Debian gibt es keine Updates, vielleicht hat der Maintainer die selben Probleme wie ich...
Alle auf irgendwelchen Webseiten gefundenen „Lösungen“ (inklusive Änderung am Quelltext vornehmen und selbst neu kompilieren) funktionierten für mich nicht, denn ich hätte an meinem Debian massiv in die Paketverwaltung eingreifen und (wohl) wichtige Bibliotheken austauschen müssen - und damit das System womöglich „kaputt“ gemacht. „Shit happens!“
Ein Akt der Verzeiflung:
Ich habe die neue Version des XFCE4-weather-plugin aus dem BETA-Zweig („debian sid“) heruntergeladen (Link führt zu der für 64-Bit-Rechner mit AMD/Intel-Architektur):
https://packages.debian.org/de/sid/amd64/xfce4-weather-plugin/download
Und dann einfach mit dem Midnight-Commander (und root-Rechten!) die herunter geladene Datei „xfce4-weather-plugin_0.11.3-1_amd64.deb“ geöffnet:
Darin findet sich, sobald man „Contents“ ausgewählt hat, eine Ordnerstruktur. In dieser dann /usr/lib/x86_64-linux-gnu/xfce4/panel/plugins/ und in diesem Ordner eine Datei „libweather.so“. Statt nur diese „anzufassen“ kann man es sich aber einfacher machen:
Die komplette Ordnerstruktur „/usr“ aus dem deb-File (mit allem, was da drin ist: Übersetzungen, Icons, Hilfedateien und eben das eigentliche Plugin) habe ich auf mein Root-Dateisystem kopiert. Das dauert ein wenig, weil der Midnight Commander jede Datei im Paket einzeln auspackt...
Man kann danach entweder den laufenden Prozess suchen und mit „kill -9“ abschießen - worauf hin das Panel den Neustart des Plugins anbietet oder sich einfach abmelden und neu anmelden. Es funktioniert:
Die Lösung allerdings „krude“ und „an allem vorbei“ was man als „Debianer“ will. Die kopierten Dateien werden, wenn Debian das neue Paket für das Wetter-Plugin bereit stellt, überschrieben und dann ist wieder „alles gut“.
P.S.:
Ja: für andere Linux-Distributionen kann man das ähnlich machen. Ob nun „deb-Datei“ , „rpm“, „arch“ oder was auch immer - das nimmt sich in dem Punkt nichts.
Wie ich das Standard-Symbol für das (Gnome-)Terminal durch das Shell-Icon ausgetauscht habe verrate ich - vielleicht - später.
2 Kommentare:
Du Fuchs!
Kein Fuchs. Nur jemand, der mal was „schräges“ probierte , welches dann, wider dem eigenen Erwarten (im Hinblick auf die nicht erfüllten Paketabhängigkeiten) auch noch funktionierte.
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