23.01.2015

Jobs bei der Euroweb - Zahlt die Euroweb den Mindestlohn? - Hohe rechtliche und finanzielle Risiken f├╝r Inhaber der Euroweb-Vertriebsagenturen

Seit einiger Zeit versucht die Euroweb die Verantwortung f├╝r allerhand Gesetzesbr├╝che an ehemalige Mitarbeiter abzuw├Ąlzen, welche angeblich selbst├Ąndige Vertriebsagenturen unterhalten.
Zu diesen Gesetzesbr├╝chen geh├Ârt schon mal
  • die unlautere und der Euroweb sowie deren Chef Preu├č gerichtlich explizit verbotene Bewerbung mit Kaltanrufen und
  • die "abgefuckt-betr├╝gerische" Referenzkundenmasche.
Doch auch in einer anderen Frage gibt es Hinweise darauf, dass die Euroweb sich nicht an die Gesetze h├Ąlt und die Verantwortung sowie das Risiko den scheinselbst├Ąndigen Inhabern der eilig gegr├╝ndeten Vertriebsagenturen aufhalst:

Zahlt die Euroweb den Au├čendiensten den Mindestlohn?

Es gibt Anzeichen daf├╝r, dass dieses nicht geschieht. Zwar beinhalten die Arbeitsvertr├Ąge vom Jahresende 2014 zwischen den Call-Center-Agents und den Au├čendiensten - die via Webseiten der Euroweb geworben werden(sic!) - und diesen nur formell unabh├Ąngigen Vertriebsbuden neuerdings zumindest im Westen Deutschlands ("Altelfland") das Zahlungsversprechen eines Gehaltens von 1500 Euro (brutto!), was gerade so dem Mindestlohn entspricht - aber damit sind laut den mir vorliegenden Vertr├Ągen auch ├ťberstunden abgegolten.

Selbst durch nur wenige ├ťberstunden kommt es dazu, dass der Mindestlohn unterschritten wird. 

Zust├Ąndig sind die Hauptzoll├Ąmter, bei denen sich die Au├čendienste und "Call-Center-Agents" beschweren k├Ânnen. Nach einem Rausschmiss soll sowas ja ├Âfter vorkommen und in den Vertriebsagenturen wird  "Hire & Fire" ja geradezu exzessiv betrieben - die lange, von der Euroweb verbreitete Liste der freien (oder turnusm├Ą├čig bald frei werdenden) Stellen im Euroweb-Vertrieb beweist genau das.

Rat an die Mitarbeiter: Stunden genau und sorgf├Ąltig notieren, auch was da gemacht wurde - das kann zu einer h├╝bschen Nachzahlung f├╝hren, die sich auch auf die Rente auswirkt...

Hohes Risiko f├╝r die Inhaber der Euroweb-Vertriebsagenturen:

Nun, zum einen k├Ânnen (auch) die Inhaber der Vertriebsagenturen f├╝r die Rechtsbr├╝che verantwortlich gemacht werden, z.B. durch gerichtliche Unterlassungsverf├╝gungen. Damit drohen denen bei weiteren Gesetzes├╝bertretungen hohe Geldstrafen und im Falle notorischer ├ťbertretungen sogar Knast. Damit werden genau diese Personen dann f├╝r die Euroweb - deren Vertriebssystem praktisch nur durch die Rechtsbr├╝che auch nur einigerma├čen erfolgreich ist - v├Âllig wertlos.

Und wie die Euroweb mit "wertlos" gewordenen Mitarbeitern umgeht l├Ąsst sich wohl gerade im Hinblick auf den Umgang mit den Au├čendiensten und "Call-Center-Agents" leicht erahnen. Aber auch ein Blick auf bemerkenswerten Ereignisse des letzten Quartals 2014 bei der Schweizerischen Euroweb Internet AG lohnt sich. (Frage: "Hat irgend ein Spinner wirklich gedacht, ich erfahre das nicht?")

Im Endeffekt besteht gerade hinsichtlich des "m├Âglicherweise nicht ganz exakt" eingehaltenen Mindestlohns  ein ungeheures Risiko: Diese Inhaber sind zumeist ehemalige Mitarbeiter der Euroweb, welche "aufgestiegen" sind. Auf Grund eher prek├Ąrer, jedenfalls nicht ├╝berm├Ą├čig hoher Entlohnung vor der (Schein-)Selbst├Ąndigkeit d├╝rfte deren Kapitaldecke sehr d├╝nn sein. Wenn dann L├Âhne und auf diese entfallende Sozialleistungen nebst Steuern und Versp├Ątungszuschl├Ąge nachgezahlt werden m├╝ssen und gleichzeitig noch die f├Ąlligen Geldstrafen eingefordert werden kann das ganz fix zur Insolvenz f├╝hren, denn die ├Âffentlichen Kassen sind in dieser Frage sehr unnachgiebig. Ferner ist es Usus den "Unternehmern" dann auch ein Gesch├Ąftsf├╝hrungsverbot auszusprechen.

Die Betreiber der Euroweb-Vertriebsagenturen sollten dieses enorme und realistische Risiko hinsichtlich eines pers├Ânlichen wirtschaftlichen "Fiaskos" sehr genau bedenken. Und falls Typen wie Christoph Preu├č oder Daniel Fratzscher irgendwelche Versprechen abgegeben und die Anw├Ąlte der Berger Law LLP einiges an Zeug gefaselt haben, sollten die Inhaber der Vertriebsagenturen bedenken, was den Kunden der Euroweb erst versprochen und dann unter Berufen auf den schriftlichen Vertrag nicht gegeben wird...

Wer da denkt, die Euroweb wird mit einem nutzlos gewordenen Inhaber einer Vertriebsagentur anders umspringen als mit den Kunden, der hat wohl "ein wenig zu viel positive Phantasie".

Ich denke n├Ąmlich auch, dass den anderen Inhabern der anderen Vertriebsagenturen unwahres Zeug hinsichtlich der Gr├╝nde f├╝r deren Abgang erz├Ąhlt wird. Etwas wie "Von dem mussten wir uns trennen, der war unf├Ąhig, faul, geldgierig, arbeitsscheu und hat uns betrogen!" n├Ąmlich. Das Verfahren kenne ich sogar von anderen Unternehmen aus anderen Branchen - so wird begr├╝ndet, wenn in der Transportbranche ein Subunternehmer "pl├Âtzlich ausf├Ąllt".

Und ach ja: Ich selbst werde mit den Inhabern der Vertriebsagenturen auch keine zehntel Sekunde lang Mitleid haben!

Es lohnt sich also, die Risiken sehr ernst zu nehmen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Alles klar auf dem sinkenden Schiff? Aber wie auch immer. Wenn das Heinz Weiss noch w├╝sste! o.O

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