11.11.2015

Ablasshandel: Christoph Preuß, Euroweb und die (mir) vergangene Unschuldsvermutung

Nun, das Verfahren in Leipzig gegen Christoph Preuß wurde gleich am ersten Prozesstag eingestellt, rein formal gilt die "Unschuldsvermutung".

Allerdings erfolgte die Einstellung gegen eine fĂŒnfstellige Summe.

Hintergrund des von Christoph Preuß akzeptierten Angebotes einer Einstellung gegen Geld ist die, zu einer erheblichen Milderung fĂŒhrende, ĂŒberlange Verfahrensdauer und die Tatsache, dass das Gericht seiner Meinung nach "besseres" zu tun hat, als gegen "mutmaßliche" Kriminelle vorzugehen, welche die "mutmaßlichen" Taten vom Schreibtisch aus begehen. Oder halt begehen lassen.

Wenn eine derart geldgierige Person wie der Euroweb-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christoph Preuß auf einen Ablasshandel eingeht und derart viel Geld auf den Tisch legt statt den VorwĂŒrfen zu begegnen, dann ist jedenfalls fĂŒr mich das "mutmaßlich" (und damit die "Unschuldsvermutung") vom Tisch. Und das hier ist fĂŒr mich also nichts anderes als eine weitere LĂŒge, die er (jedenfalls fĂŒr mich: rotzfrech bis dummdreist) verbreiten ließ:


Oder, um es, wie ein einst OnabrĂŒcker Richter grinsend zum Knasti Michael B. zu sagen: "Dann versuchen Sie mal Ihr GlĂŒck in Frankfurt". Denn gegen Christoph Preuß und Co. sind in DĂŒsseldorf weitere (Ermittlung-)Verfahren - u.a. wegen wahrhaft multiplen Prozessbetruges und mindestens einer vorsĂ€tzlich falschen Versicherung an Eides statt im Gange. Und die dĂŒrften jetzt eher nicht eingestellt werden.

Ich hÀtte ihn - allerdings zusammen mit Daniel Fratzscher - am liebsten im Knast gesehen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

"Der VertrĂ€g hĂ€tte sie also 12  000 Euro gekostet. Von der Laufzeit sei im GesprĂ€ch mit dem Vertreter keine Rede gewesen."
Quelle:
http://www.hildesheimer-allgemeine.de/news/article/ploetzlich-mehrere-tausend-euro.html

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