24.07.2018

"Querulatorischer" kleiner Schlosser aus dem Osten erzielt Sieg gegen das System (FĂŒr's ZĂ€hlen werden es langsam zu viele...)

Ein Schlosser vor dem Hochgericht
das mag so mancher Richter nicht.
Er ist der Richter von dem Land -
"Kein Anwalt? Also Querulant!"

Ich glaub, ich hab Rechtsgeschichte geschrieben. Diejenigen drei Richter abzulehnen, die einen Ablehnungsantrag gegen einen vierten Kollege zurĂŒck gewiesen haben, dĂŒrfte bisher zumindest vor einem Landgericht noch kein "Rechtslaie" erfolgreich durchgezogen haben.

Wenn Richter lĂŒgen - kann auch so ein Beschluss folgen:
Allerdings wĂ€re da der "noch nicht tief genug beerdigte" Strafantrag von Albrecht Simon. Ich halte es fĂŒr "besonders unertrĂ€glich", dass der ĂŒberhaupt gestellt wurde. Immerhin hat der Jurist Albrecht Simon ja auch behauptet, er habe sich die Akte angesehen. Dann hĂ€tte er auch sehen mĂŒssen, dass meine Äußerung im Hinblick auf das vorherige unertrĂ€gliche Unrecht von den Richtern zu ertragen ist.

Nachtrag: Mit dem Rest hat das OLG aufgerÀumt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gratuliere!

Rolf SchĂ€like hat gesagt…

Schicke mir doch bitte mal den Beschluss.

Warst Du bei der sofortigen Beschwerde anwaltlich vertreten oder war das nicht nötig.

Anonym hat gesagt…

Also wenn man den - inhaltlich ĂŒberzeugenden - Beschluss so liest dann drĂ€ngt sich der Eindruck auf, dass die Richter es dem Herrn Reinholz sehr leicht gemacht haben.

Was nichts daran Ă€ndert, dass die - erfolgreiche - Ablehnung derjenigen Richter wegen Befangenheit, die zuvor einen Befangenheitsantrag zurĂŒck wiesen, tatsĂ€chlich höchst selten ist. Gelingt das einem Rechtslaie, dann hat er sich Respekt fĂŒr die Leistung verdient.

. hat gesagt…

Schicke mir doch bitte mal den Beschluss.

Nun, der aktuelle ist verlinkt. Die Adresse zum Kopieren: https://www.fastix.org/r/2018-07-20_LG_Kassel_Beschluss_Ablehnung_Quandel,Eimelt-Niemann,Lange.pdf

Anonym hat gesagt…

Geil-o-mat! So isses halt, wenn Organe der Rechtspflege meinen, ihre Position ausnutzen zu können. Scheiße gelaufen. Schade, dass es fĂŒr solche Typen keine beruflichen Konsequenzen gibt.

Anonym hat gesagt…

Ist das nicht gefÀhrlich, den positiven Beschluss so völlig ohne SchwÀrzungen zu veröffentlichen ?

. hat gesagt…

> Ist das nicht gefÀhrlich, den positiven Beschluss so völlig ohne SchwÀrzungen zu veröffentlichen ?

Nein. Oder eben nicht gefĂ€hrlicher als zu schreiben "Meine Katze ist ein kleiner Dieb" - worauf hin die AnwĂ€lte von Frau KatzhĂŒgel (Twitterprofessor Dr. Buckel) abmahnen, dann klagen und man sich z.B. mit dem beliebten, leider aber komplett uneinsichtigen Richter (jetzt: A.D:) Wolters vom LG Möchengladbach darĂŒber streiten muss ob das der Leser mit der Frau KatzhĂŒgel assoziiert oder mit der darunter abgebildeten Katze Schnurri, die sich auf dem Bild mit einem WollknĂ€ul davonmacht. Oder das der Richter sich schlicht weigert zur Kenntnis zu nehmen dass die Leser "Katze" mit "Miau" assoziieren und nicht ohne weiteres mit einer ihren Ruf besorgten Dame, die so gerne ihre kĂŒnstlichen Titten in die Öffentlichkeit hĂ€ngt.

Die Richter mĂŒssen das gerade auf Grund ihrer besonderen Stellung in der Gesellschaft und den daraus resultierenden Möglichkeiten der MachtausĂŒbung dulden, weil in einer Demokratie der Öffentlichkeit hier eine Kontrollfunktion zusteht und was den GeschĂ€ftsfĂŒhrer der KlĂ€gerin betrifft steht ĂŒber den nicht mehr drin als im - öffentlichen - Handelsregister - und die Klage ist eine öffentliche Sache, eben nicht sein Privatsache. Damit muss er leben.

Außerdem sind Urteile sind per se öffentlich (Auch hier: Kontrollzweck). Und wenn ein Richter deswegen eine Klage auf den Tisch bekommt und auch urteilt ohne den Mist zu lesen (und also nicht mitbekommt, dass ich mir so eine Nummer nicht gefallen lasse) - dann hat eben auch der verloren.

Anonym hat gesagt…

GeschĂ€ftsfĂŒhrer? Ist dies nicht eine Beleidigung in den Augen derjenigen, die wirklich ein GeschĂ€ft fĂŒhren?
Den besagten Herrn, der hier laut Handelsregister GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Webseiten Area in Hannover ist, möchte ich persönlich nicht so bezeichnen.
Wer nicht in der Lage ist, auch fĂŒr seine Mitarbeiter soziale Verantwortung zu zeigen, anstatt ihnen Blubberbrause zu servieren und Stripspielchen zu veranstalten, hat in einer solchen FĂŒhrungsposition nichts zu suchen und sollte sich lieber wieder auf sein ursprĂŒngliches Handwerk in der Holzverarbeitung konzentrieren.

Anonym hat gesagt…

"Twitterprofessor Dr. Buckel" Warum nur muss man dazu so ganz unverblĂŒmt an eine gewisse Filmszene [1] denken? o.O

[1]
https://www.youtube.com/watch?v=-gU7XXzyT6k

Anonym hat gesagt…

Nach den klaren Worten im Beschluss wundert man sich nicht mehr ĂŒber die Zahl der "Querulanten", "Selbstverwalter" und "ReichsbĂŒrger".

Es hat ja offenkundig nicht jeder diese erstaunliche Beharrlichkeit, mit der dieser Beschluss erwirkt wurde. Vermutlich geben viele nach solchen - offensichtlichem - Unrecht auf, ziehen sich ins Schneckenhaus zurĂŒck und regeln viele Angelegenheiten dann mit FĂ€usten oder Waffen.

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