17.04.2018

Kachelmann ./. BILD: Was feiert der Professor Ralf Höcker da eigentlich?

Der BGH hat die Nichtzulassungsbeschwerde gegen ein, wohl eher zuf√§llig richtiges Urteil des OLG K√∂ln nicht angenommen, der Springer-Verlag (BILD) muss 395 000 € zz. Zinsen an J√∂rg Kachelmann (dem trotz des groben Fehlgriffs bei der Anwaltswahl meine volle Sympathie geh√∂rt) zahlen. Allerdings ist immer eine Verfassungsklage m√∂glich. Deren Aussichten sch√§tze ich indes als "ziemlich tr√ľb" ein. Wer so viele Anw√§lte wie die BILD hat und Fotos aus einem Knast ver√∂ffentlicht, der ist sich n√§mlich des Unrechts voll bewusst. Und ein Konzern soll das auch sp√ľren, wenn er einem anderen so schadet.

Soweit. So Recht. So auch gut.

Aber was feiert Ralf Höcker da eigentlich?

In dem Prozess wollte der K√∂lner Anwalt Ralf H√∂cker, bekanntes Gro√ümaul, Mitschreiber bei der durchaus rechtsradikalen "Jungen Freiheit" und erkl√§rter Freund starker M√§nner (wie man von ihm liest "wie Donald Trump") , eigentlich sehr viel mehr: Allein vom Verlag des Wurstblattes(ūüõ†) namens "BILD" wollte Kachelmann demnach 1,5 Millionen Euro erstreiten.

Also ich sehe das so: Wenn man 1,5 Millionen erklagen will und nur 25% davon bekommt, dann hat man zu 75% verloren!

Da w√ľrde ich nicht noch umhergehen und auf den Umstand aufmerksam machen, Herr Professor Ralf H√∂cker!


ūüõ†) Bitte keine Wurst in die BILD oder ein anderes Wurstblatt einwickeln. Das Zeug ist nicht lebensmitteltauglich. Fett transportiert Gifte!

1 Kommentar:

Rolf Sch√§like hat gesagt…

Das meiste Geld von den 300.000 € d√ľrfte in die Taschen der Kanzei des Prof.H√∂cker und in die Justizkasse geflossen sein. Kachelmann d√ľrfte maximal 100.000 € zu sehen bekommen haben.

Bei den Geldentsch√§digungs-Prozessen der Zensurgerichte ist das meist so. Die √ľberh√∂hten eingeklagten Betr√§ge dienen der Finanzierung der Rechtsanw√§lte und Gerichte. Die Gerichte entscheiden meist so, dass die Finanzierung der Kanzleien gew√§hrleistet ist und beim Kl√§ger nicht viel - oft gar nichts - √ľbrig bleibt.

So sieht das Geldentschädigungs-Geschäft der Rechtsanwälte aus.