02.01.2026

Crans‑Montana: Deckenplatten aus zu leicht entflammbaren Schaumstoff, bisher 40 Tote aus pekunären Gründen

40 Tote, rund 120 teils schwer verletzte Personen und diese Zahlen sind womöglich noch nicht (hoffentlich doch) das traurige Ergebnis einer menschengemachten Katastrophe. Dies auch weil davon manche noch immer in Lebensgefahr schweben. Und viele junge Menschen werden bis an ihr Lebensende unter Entstellungen und Schmerzen leiden, eine durch die sauren und giftigen Gase zerstörte Lunge, womöglich Gliedmaßen und das Augenlicht verloren haben. Hinzu kommt bei vielen sicherlich auch ein „posttraumatisches Belastungssysdrom“.

Das ist eine „Riesenscheiße“, die also vermeidbar gewesen wäre. Denn offenbar sind (auch) zu leicht entflammbare Akkustikplatten aus Schaustoff die Ursachen des Brandes. Da hat jemand aus pekunären Gründen seine Verantwortung nicht wahr genommen, denke ich.

„Aber der Sound war prima!“

Wer hätte gedacht, dass sowas in der „schönen und sicheren“ Schweiz passiert? 

Ich vermute, demnächst werden wir davon lesen und hören, dass die dafür Verantwortlichen vor Gericht stehen. In Deutschland wäre das wohl „grob fahrlässiger Körperverletzung in 160 Fällen, mit Todesfolge in 40 Fällen“. Davor, danach oder gleichzeitig werde ich wohl lesen, dass sich libertäre Wirtschaftsverbände gegen eine Verschärfung oder Durchsetzung der Bauvorschriften wenden: Es „könne doch nicht sein“, dass eine ganze Branche „wegen nur eines zufälligen Unglückes“ leide.

Es sind aber rund 160!

Und da habe ich das Unglück der Angehörigen der Todesopfer und Verletzten noch nicht einmal mitgezählt. Auch das „zufällig“ bestreite ich, denn wie die Dinge liegen musste das regelrecht passieren, weil eben Flammen und (viel zu leicht) entzündbarer Schaumstoff genau diese Folge haben.

In Deutschland gibt es dafür jedenfalls Vorschriften. Warum? Einfach den Artikel von vorn lesen.