23.02.2025

Guten Morgen. Es ist Wahlsonntag.

Schwere Wahl heute. Keine Partei vertritt wirklich alle meiner Interessen.

Ich halte mich fĂŒr eher liberal, aber nicht wirtschaftsliberal, will einen wirksamen Interessenausgleich zwischen arm und reich, dass die Umwelt nicht mehr versaut wird als unbedingt notwendig und dass der kriegssĂŒchtige Tyrann Putin nebst seinem KGB-Oligarchen-Gesindel und in Asien (Sibirien und der Ă€ußeren Mandschurei) zusammengezogenen, teils beim nordkoreanischen Diktator erbettelten Söldnern uns EuropĂ€ern nicht nĂ€her auf die Pelle rĂŒckt - also auch wenn es weh tut - eine volle und absolut bedingslose UnterstĂŒtzung der Ukraine. Gleichberechtigung will ich auch und dass man einerseits CIS-Leute und andererseits die, die es nicht sind oder nicht sein wollen, a) in Ruhe lĂ€sst und b) nicht wegen des Genderkrames bevorzugt oder gasr benachteiligt. Ich will einen funktionierenden(!) Rechtsstaat, der die bestehenden und erheblichen Dysfunktionen nicht dazu ausnutz oder dadurch ausgleicht, dass er eine anlasslose TotalĂŒberwachung aller Einwohner anstrebt oder gar betreibt. Ich will das die Gesellschaft vor durchknallenden Irren jeglicher Herkunft, jeglichen „Glaubens“ und jeder „politischen Neigung“ beschĂŒtzt wird, statt deren Namen und GefĂ€hrlichkeit faktisch tatenlos auf Listen zu verwalten.

Was ich nicht will ist Übertreibung jeglicher Art. Es ist mir z.B. zuwider, wenn z.B. Konzerte abgesagt werden weil ein Reggae-Musiker eine Rasta-Frisur trĂ€gt und sich deswegen eine rechthaberische, nur selbstvermeintlich „linke“ Person „unwohl“ fĂŒhlt. Ich will einen ehrlichen und entschlackten Staat, der funktioniert und in dem z.B. der Bau eines Hauses lĂ€nger dauert als die Erteilung der Baugenehmigung, und ich will nicht, dass die Kosten der Papierkriegs ĂŒber den reinen Baukosten liegen, dass alles, was der Staat auch nur „anfasst“, Jahrzehnte dauert und irre teuer wird (nehmen wir den Berliner Flughafen und das fĂŒr viele Milliarden verbuddelte Stuttgarter Bahnhöfchen) und danach „nur vielleicht“ funktioniert oder fĂŒr „teuer Geld“ der BĂŒrger nutzlos die Gegend zustellt (Flughafen Kassel).

Ich will auch nicht aberdutzende Seiten an Formularen ausfĂŒllen nur weil ich als freiberuflicher Dozent ein paar Wochen lang Linux- oder Unix-Administratoren fĂŒr ein Bundesland ausbilde.

Aber ich werde hingehen und meine Stimmen so vergeben, dass weder das „hĂ€mische  GrinsebĂ€ckchen“ Chrupalla, noch die stets schnell „angepisste“ Alice, noch „Glattnazis“ wie Höcke, noch „Putinliebchen“ wie Krah und die kackblauen Dumm-LĂŒgner und Hasser auf der Seite des Neokolonialisten Donald Trump sich ĂŒber meine Entscheidung freuen werden. 

Wer die wÀhlt zÀhlt - wegen kaum zu fassender Dummheit - nicht zu meinen Freunden.

Update: Kein „blauer”(*)  Montag nach der Wahl

(1)

Alles richtig gemacht. Deutschland bleibt regierbar. Ein zweites 1933 gibt es jedenfalls 2025 nicht.

(2)

In Hanau „siegte“ mit Pascal Reddig (CDU) ein Kandidat, dem man besser einen kontrollierenden Kollegen zur Seite setzt, damit der nicht Aktenzeichen verwechselt und versehentlich mit der AfD stimmt. Und am Ende einer Rede etwas behauptet, was mit dem eigenen Tatsachenvortrag am Anfang seiner Rede offensichtlich nicht in Übereinstimmung zu bringen ist...

*)  Das angebliche „Blau“ wĂ€re auch sehr kackbraun gewesen. Und der Tag ein schwarzer Montag.

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