20.08.2026

„Das Pferd des Gerichtsvollziehers“
Oder: „Bei einem dumm quakenden Maulnazi wird gepfändet“

Das Pferd des Gerichtsvollziehers kennt den Weg in die Schiersandsstraße ganz gut. In der Gegend wohnen viele, die er besucht. Was es stört ist der Geruch menschlicher Scheiße, der dann auftritt, wenn der Wind in den alten Rieselfeldern Miesbachs den Staub aufwirbelt.

Einen Weg kennt es besonders gut: Denn zum dumm quakenden Maulnazi und demnächst wird es den Gerichtsvollzieher dahin tragen um die Kostenfestsetzungsbeschlüsse aus zwei Verfahren einzutreiben. Beide hatte der Schuldner selbst begonnen und, weil er das Gericht belog, verloren. Mehrere tausend Metallstückchen sind dafür seit langer, langer Zeit überfällig.

Das Pferd weiß auch schon, dass es manchmal eine Haustür weiter muss, weil der Quaki nämlich größere Summen durch seine Mutti zahlen lässt - die im Übrigen auch schon in der Vergangenheit immer wieder mit Ihrer Freikarte aus Plastik verhindern musste, dass Sohnematz ein paar Tagessätze dort verbringt wo er ansonsten hin soll und vielleicht sogar dahin kommt, wo er hingehört: In die Psychiatrie.

Das Pferd des Gerichtsvollziehers kümmert das alles nicht wirklich: Es läuft, es frisst, es trinkt - und es ärgert sich wegen dem Gestank nach menschlicher Scheiße - der dann auftritt, wenn der Wind in den alten Rieselfeldern Miesbachs den Staub aufwirbelt...

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