06.03.2021

Neue Masche des LG Kassel: Naseweise Rechtsbeuger werden einfach versetzt

Mir ist das jetzt binnen (jedenfalls dafĂŒr) kurzer Zeit zweimal passiert:

Ich lehnte vor einiger Zeit (es sind Jahre!) einen Richter des LG Kassel wegen meiner „Besorgtheit“ bezĂŒglich dessen Befangenheit bzw. Voreingenommenheit zu meinem Nachteil ab und hatte das mit hanebĂŒchnen Unsinn des Richters begrĂŒndet. Was es genau war muss ich erst heraussuchen: Entweder hatte ich „notorische Tatsachenresistenz“, „glatten Gesetzesbruch“ oder halt beides vorgetragen. Das ist schon mal klar und kommt (in der auch in Kassel oft gesehenen Grobheit des Rechtsbruchs) auch bei Richtern an anderen (Land-)Gerichten vor.

Das LG Kassel hatte diesen Ablehnungsantrag wahrscheinlich zurĂŒck gewiesen ohne meinen Tatsachenvortrag zu beachten. Auch das ist am LG Kassel absolut ĂŒblich.

Vom OLG erfahre ich nun, dass meine Beschwerde hiergegen zurĂŒck zu weisen sei, weil der Richter nicht mehr am LG Kassel tĂ€tig sei und ich nicht befĂŒrchten mĂŒsse, dass der nochmal mit meinen „Sachen“ befasst sei.

Was ich davon halte?

„Die Versetzungen sind ein netter Trick, einer Entscheidung und klaren Worten an die Adresse des naseweisen Richters aus dem Weg zu gehen und erfolgen offenbar in der offensichtlichen Absicht eine „rechtsfreie Zone“ am LG Kassel zu schaffen.“

Aber der Trick ist womöglich nicht ganz rechtens: Immerhin mĂŒsste das OLG den Sachstand so beurteilen, wie er zum Zeitpunkt meiner Beschwerde war. Und da waren „Richter Naseweis I.“ und „Richter Naseweis II.“ noch am LG Kassel. Ich hoffe, die sind jetzt an einer Position wo diese wirklich keinen Schaden mehr anrichten können.

Übrigens: 

Die Kassler Staatsanwaltschaft behandelt Rechtsbeugung angeblich nur mit einer einzigen Schnelleingabe in der Textverarbeitung:

„RBWGNV“ (Rechtsbeugung wird grundsĂ€tzlich nicht verfolgt):

Das wird dann automatisch durch allerhand „Geblubber“ mit folgenden Kernsatz ersetzt ...

„Eine Durchsicht der beigezogenen Akte ergab, dass dem beschuldigten Richter nicht nachzuweisen ist, dass er sich bewusst und in schwerer Weise von der Rechtsordnung entfernt hat.“

... und fertig! 

Das machen die seit 1949 so, als Nazi-Richter (auch solche mit Blut an den HĂ€nden) durch die lieben Kollegen aus den fest geschlossenen (schon 1934 war kaum ein Richter nicht in der NSDAP) Reihen der Justiz beschĂŒtzt werden mussten. Gegen mehr als 70 Jahre Übung, Zusammenarbeit und Tradition im „Recht beugen“ und „Strafe vereiteln“ kommt man nur sehr schwer an. Wer es versucht ist gemĂ€ĂŸ den „Rechtsprechern“ (nicht nur) des LG Kassel auch schnell mal ein angeblicher „Querulant“.

Nachtrag:

Ich habe es gefunden. Es war ein Richter dessen Mist durch das OLG aufgehoben wurde. Der hat dann auch am Verfahren - welches ich nach diesem wichtigen Teilsieg in einem Nebenverfahren durch die nachfolgende AntragsrĂŒcknahme vollstĂ€ndig gewann - nicht mehr teilgenommen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Solche FĂ€lle hatte ich drei an der Zahl am AG Bonn. Richterin Antje KlĂŒsener abgelehnt (weil sie dem KlĂ€ger Umsatzsteuer zusprechen wollte, obwohl die Umsatzsteuer nicht entstanden ist), die Richterin GrĂ€fin von Irgendwas, weil Sie Zeugin in einem anderen Verfahren ist, bei dem es um GeldwĂ€sche durch eine Bank geht, fĂŒr die ich mal gearbeitet habe), den Richter Szech, der dann ganz plötzlich und völlig unerwartet ans OLG Köln zurĂŒck versetzt wurde.

Ich wette, dass macht die in weiten Teilen korrupte Justiz ĂŒberall so.

Wusstest Du, dass bald die europĂ€ische Staatsanwaltschaft ihre Arbeit aufnimmt? Die sind unter anderen fĂŒr Korruption in den EU LĂ€ndern zustĂ€ndig

Anonym hat gesagt…

Deutschlands Demokratie brÀuchte ganz dringend mehr Menschen wie Sie, Herr Reinholz!

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