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03.08.2017

Euroweb: Was hier alles so reinkommt ... Provoziert die Euroweb etwa (unwahre) Berichterstattung über Sozialbetrug?

Immer mal wieder erhalte ich anonyme Nachrichten wie die folgende. Ich kann in den meisten Fällen nicht wissen ob das alles so stimmt, in dem folgenden Einzelfall kann es aber zumindest im Detail nicht stimmen. Warum das so ist erkläre ich unter dem Zitat:
Hallo Herr Reinholz,

ein Vögelchen hat mir gezwitschert.

angeblich haben aktuell einige ehemalige Gebietsleiter der EW große Probleme mit dem Finanzamt. Die EW, die ja die komplette Lohnabrechnung für die scheinselbständigen Vertriebsbuden gemacht hat, hat angeblich seit Jahren die Lohnnebenkosten nicht bezahlt. Und da das offiziell ja selbständige Firmen waren, steht jetzt das Finanzamt mit Forderungen von bis zu 100.000,- auf der Matte.
Was daran nicht stimmt? Nun ja. Nicht, dass ich sowas der Euroweb als Organisation nicht zutraue, denn groß angelegter Beschiss (das Geschäftsmodell der Euroweb ist mindestens Beschiss) richtet sich regelmäßig gegen mehrere Seiten und das die Maxworker GmbH (am Sitz der Euroweb Deutschland GmbH) die Abrechnungen für aus der Euroweb ausgelagerten Vertriebsbuden tätigt(e) ist mir als Nachricht nicht neu. Aber auf keinen Fall ist das Finanzamt dafür zuständig, die Lohnnebenkosten (Beiträge der Sozialversicherungen) "einzutreiben". Zuständig für die Vollstreckung sind die Hauptzollämter, wenn z.B. die gesetzliche Krankenkasse keine eigene Vollstreckungsbehörde eingerichtet hat. "Auf der Matte" steht dann nämlich der Zoll. Und damit muss ich leider davon ausgehen, dass die mir anonym zugegangene Nachricht in einem wichtigen Punkt unstimmig ist. Weiter kann ich wegen dieser Unstimmigkeit derzeit auch nicht davon ausgehen, dass die Nachricht wahr ist.

Es ist schließlich auch nicht unmöglich, dass die Euroweb mich durch solche Zusendungen (es gibt mehr davon) zu einem unbedachten Bericht provozieren und sodann ausnahmsweise mal erfolgreich gegen mich klagen will. Immerhin wurde seitens der Euroweb eine Klage, die auf vorsätzlich falschen Versicherungen an Eides statt basierte, schon versucht - und verloren. Auch vorsätzlich falsche Gutachten - wie das eines Dr. Frieder Nau aus Köln in Gerichtsverfahren zu verwenden - gehört zum "Euroweb-Style". Das alles (und noch viel mehr!) richtete sich gegen mich und erfolgte in der offensichtlichen Absicht, mich durch Urteile zu diffamieren und die Euroweb wahrheitswidrig als seriöse und stets gesetzestreu agierende Organisation darzustellen.

An die Richtigkeit einer solchen Nachricht kann ich also erst dann glauben, wenn ich was schriftliches habe. Die Kopie eines entsprechenden Bescheides wäre das passende Dokument.

(Eine solche Kopie könnte mir aus vielen Quellen zugegangen sein. Das muss nicht zwingend der ehemalige Inhaber einer dieser Vertriebsagenturen selbst sein. Was meine Quellen betrifft bin ich selbst zudem ziemlich vergesslich...)

05.07.2014

Die Euroweb und der Mindestlohn - warum DIW-Chef Fratzscher dagegen ist. Und was "Unternehmer" wie Alexander Luckau und Christian Stein damit wohl zu tun haben...

Marcel Fratzscher, Bruder des Daniel Fratzscher (letzterer ist Haupteigentümer und Hauptprofiteur der kriminell anmutenden Euroweb-Methoden) schreibt zusammen mit einem Gert G. Wagner auf diw.de:
 "Ein Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde würde viele Menschen betreffen. 17 Prozent der Erwerbstätigen oder fast sechs Millionen Arbeitnehmer verdienen weniger als 8,50 Euro. Eine neue Studie des DIW Berlin zeigt, dass ein solcher Mindestlohn den Bruttostundenverdienst der Betroffenen im Durchschnitt um 35 Prozent erhöhen würde, wenn sie in derselben Beschäftigung verbleiben würden. Profitieren würden vor allem geringfügig Beschäftigte, Ungelernte oder die, die nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten, Erwerbstätige in kleinen Dienstleistungsfirmen und Beschäftigte in Ostdeutschland."
Soweit stellt er die Vorteile dar, kommt dann aber zu folgendem Ergebnis:
"Auch wenn präzise Prognosen unmöglich sind, sind Beschäftigungseinbußen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro wahrscheinlich, denn dafür müssten die Bruttostundenlöhne der Betroffenen um durchschnittlich 37 Prozent steigen. Ihren Job verlieren dürften vor allem Arbeitnehmer in kleinen Unternehmen in konsumnahen Sektoren."
Rechnen wir mal.

Die Euroweb hat angeblich 600 Mitarbeiter, von denen wohl mehr als die Hälfte (nehmen wir 350 an) im Vertrieb tätig ist. Bekannt ist, dass deren Grundgehalt laut den hier vorliegenden und ziemlich aktuellen Verträgen bei prekären 1000 Euro liegt.

Bei 8,50 € / Stunde Mindestlohn müssten denen rund 1500 € im Monat gezahlt werden.

Unter Annahme dieser groben Zahlen steigen die jährlichen Vertriebskosten der Euroweb um 350 * 500 € * 12 an. Das sind 2.100.000 €. In Worten: Über 2 Millionen Euro. Damit wäre die Euroweb aber ein gutes Stück weit weg von der Gewinnzone. (Und ich finde, das ist gut so!)

Weil ich die Neigung der Euroweb zum groben Rechtsbruch kenne nehme ich mal an, dass die empfindsamen und sicherlich sehr teure Wagen fahrenden Herren Daniel Fratzscher und Christoph Preuß folgendes verwirklichen werden:
"Ein ganz großes Risiko besteht darin, dass Arbeitnehmer durch einen einheitlichen Mindestlohn noch stärker in prekäre Beschäftigung gedrängt werden könnten."
Einen Schritt in diese Richtung hat die Euroweb nämlich schon früh getan: Nachdem zuerst mit der Maxworker GmbH (GF: Der Euroweb-Dauerzeuge Christian Stein) ein eigener Container für die Arbeitnehmerüberlassung gegründet wurde (wohl auch damit in Geschäftsberichten von einer geringen Fluktuation gesprochen werden kann) ist die Euroweb schon längst dazu übergegangen, die Treppenterrier zu prekären Bedingungen bei formell selbständigen "Unternehmern" anzustellen. Nur einer dieser nur scheinbar selbständigen Unternehmer ist Alexander Luckau, Roseggerstraße 3, 99867 Gotha. Wie schrieb doch Marcel Fratzscher?
"Profitieren würden vor allem geringfügig Beschäftigte, Ungelernte oder die, die nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten, Erwerbstätige in kleinen Dienstleistungsfirmen und Beschäftigte in Ostdeutschland."
Doch ich denke, dass die Euroweb versuchen wird, die Angestellten dieser von ihr abhängigen Unternehmer "noch stärker in prekäre Beschäftigung" zu drängen, z.B. durch den formellen Abschluss von Teilzeitarbeitverträgen und dem Verlangen nach unbezahlten Überstunden, was man, so man den in dieser Hinsicht höchst eindeutigen Wortmeldungen auf Kununu glaubt, schon heute annehmen kann.

"Gearscht" sein könnten dann - bei einer Anzeige bei dem für die Überwachung zuständigen Zoll - genau diese auch eher nur scheinselbständigen "Unternehmer" vom Schlage des Alexander Luckau. Die Euroweb würde (auch das zeigt meine Erfahrung mit deren Lügengeschichten) natürlich behaupten, "selbstverständlich nichts von dem Gesetzesbruch gewusst" zu haben - und wohl auch Typen wie den allerwertesten Herrn Luckau auf der Strafe sitzen lassen und sich einen anderen Dummen als Vertriebschef für die Region suchen.

Das die Euroweb auf diese dreist anmutende Weise lügt ergibt sich für mich schon daraus, dass diese über den genannten Alexander Luckau frech unwahr behauptete, dieser sei nicht über die Euroweb zu laden. In dessen Zeugenaussage hieß es dann aber, er sei nach wie vor Mitarbeiter.

Ein Rat für die Vertriebsmitarbeiter

Dennoch sollten die so angestellten Vertriebler die Adressen und Telefonnummern austauschen und über die Arbeitszeiten, besonders die Überstunden (und die geleistete Arbeit) ordentlich Buch führen. Bei der hohen Fluktuation wird sich in kürzester Zeit mindestens einer der Kollegen oder Kolleginnen als Zeuge finden mit dem man als weiteren Zeuge erst den nicht gezahlten Mindestlohn für die tatsächlich geleistete Arbeitszeit vom "Unternehmer" Alexander Luckau einklagen und dann den Gerichtsvollzieher zur Roseggerstraße 3 in Gotha schicken kann. Die beim Abschluss des Arbeitsvertrages abgegebene, Rechtskundigen lächerlich erscheinende "Unterlassungserklärung" gilt in diesen Fällen erst recht nicht. (Und mindestens deren Verfasser ist definitiv ein "juristischer" Vollidiot!)

Wie heisst es doch so schön: "Der Unternehmer trägt das Risiko." Ob die Einkünfte des Alexander Luckau und seiner scheinselbständigen Kollegen das Risiko rechtfertigen wird sich zeigen.


24.10.2013

Wenn Anne will - muss ich dann? (About: Euroweb-Daniel und DIW-Marcel Fratzscher)

Bei Anne Will schwatzten gerade ein paar Vertreter des assozialsten Raubtierkapitalismus gegen Mindestlöhne an und behaupten allerhand Quatsch, wie den, dass dieser Arbeitsplätze koste.

Darunter ein Vertreter der DIW. Präsident der Quatschbude ist ein Marcel Fratzscher. Die haben ein tolles "Herbstgutachten" gemacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass alles über 6 Euro für die deutsche Wirtschaft gefährlich wäre.

Das wundert mich nicht.

Da hat der Präsident des DIW (Bruder Marcel  Fratzscher) wohl bei seinem Euroweb-Bruder Daniel Fratzscher nachgefragt.

Und genau der ist an der Euroweb beteiligt, die den eigenen Mitarbeitern einen solchen Hungerlohn zumutet. Die zahlen nämlich - selbstverständlich über Subunternehmen - 1000 Euro brutto für Außendienste. Ich habe solche Verträge deshalb gewiss nicht grundlos völlig unzufriedener und sogar verärgerter Ex-Mitarbeiter mehrerer dieser Euroweb-Vertriebsbuden inzwischen nahezu "im Dutzend" vorliegen.

1000/6 sind rund 166. Und das wieder ist eine typische Stundenzahl in einem Monat.

Ohne die verlangten - und "selbstverständlich nicht" - bezahlten Überstunden.

Auch das kann ich nur als asozial empfinden. Da ist nämlich verwandt, was sich auch sonst gern zusammen gesellt - und zusammen gehalten - hätte.