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02.02.2013

Warnung: "Mehrwert" a la Euroweb und Webstyle GmbH

Die Berliner Webstyle GmbH des Daniel Fratzscher (eine Tochter der Euroweb Internet GmbH, die auch schon mal "durchschnittlich 0 Mitarbeiter" hatte, aber vor Gericht vortragen ließ, dass alle Leistungen durch fest angestellte Mitarbeiter erbracht würden [Lügen Nr. 11, 12]) überrascht kündigungswillige Kunden (am Ende des Vertrages) mit einem Besuch und bietet den Kunden ein "Vertragsupdate" an.

Übers Ohr gehauen!

Für "nur" weitere 20 Euro monatlich zu dem ohnehin wahnwitzig-teuren Vertrag bekommen die so abzogenen Kunden laut Werbeaussage der Drücker einen QR-Code "programmiert". Den gibt es allerdings an anderer Stelle völlig kostenfrei. Was den Opfern dieser betrügerisch anmutenden Praxis nicht bewusst ist, gerade weil es auch nicht gerade deutlich im Vertrag steht: Der alte Vertrag wird damit nach Lesart der Euroweb/Webstyle um weitere 4 Jahre verlängert! Der Schaden beträgt aus Kundensicht also 48 * alter Monatbetrag + 48 * 20 Euro für den "tollen" QR-Code. Abzüglich der Kosten, die durch die Erstellung und den Betrieb einer Webseite durch alternative Dienstleister entstehen. Das dürfte (bei besserem Service und erfüllten Versprechen) zu weit weniger als 40% der Kosten möglich sein, welche die Euroweb oder die Webstyle verlangen.

Figur 1: QR-Code: Nicht nur wahnsinnig teuer verkauft, sondern auch von fragwürdigen Nutzen. Dieser QR-Code wurde kostenlos erstellt.

QR-Codes sind kleine Grafiken, mit denen man diesen oder jenen Text, diese oder jene URL aber auch Informationen wie Kontaktdaten oder Termine verbreiten kann:

Figur 2: Kostenlos erstellt: QR-Code "Sag nein, wenn die kommen" als Visitenkarte der Webstyle - nützlich fürs Einlesen - falls man ein Programm dafür hat.
Problematisch sind dabei aber Verschmutzungen oder Knicke. Diese Probleme treten dann verstärkt auf, wenn der QR-Code sehr viele Informationen auf geringer Fläche anbietet oder aber aus großer Entfernung fotografiert werden muss. Auch blendende Flächen (Glas, und ja: Monitore) stören beim Auslesen erheblich.

Über den Nutzen von QR-Codes

Freilich haben QR-Codes einen Nutzen. Wenn Sie tausende Plakate aufhängen, wenn tausende Leute auf öffentlichen Veranstaltungen mit einem T-Shirt herumlaufen, auf dem sich ein QR-Code mit Werbung für Ihre Firma oder deren Webseite findet - dann macht vielleicht(!) jemand mal ein Foto und vielleicht(!) wird jemand  den QR-Code decodieren. Oder wenn Sie den QR-Code mit Ihren Kontaktinformationen auf der Rückseite Ihrer Vistenkarte drucken, denn dann können diese mit einem Scanner eingelesen und durch ein Programm decodiert werden. Das alles macht aber Aufwand ist daher eher etwas für Menschen, die viele als "Nerd" bezeichnen.

Der Hauptnutzen von QR-Codes liegt darin, diese auszudrucken und als Label zu verwenden, z.B. zur Kennzeichnung von Gegenständen oder Urkunden wie z.B. Fahrkarten - weil darin mehr Informationen übertragen und maschinell ausgewertet werden können als mit einem Strichcode.

Völlig nutzlos ist es hingegen, den QR-Code auf der eigenen Webseite zu verbreiten, denn niemand wird sich die Mühe machen, den QR-Code einzulesen und selbst wenn, dann hat derjenige die oben genannten Probleme. Termine bieten Sie auf einer Webseite besser als ICS-Kalenderdatei an, Adressen als VCF-Datei. Diese (es sind Textdateien) können nämlich direkt in die Programme gelesen werden - ohne den Umweg über einen Scanner und andere Mühen. Am wenigsten Nutzen haben QR-Codes, die nichts anderes als Ihre Webadresse auf Ihrer Webseite repräsentieren. Das ist - mit allem Verlaub - geradezu blöd, denn dann enthält Ihr QR-Code eine Information, die der Besucher schon längst - und bequem in der von ihm benötigten Textform - hat.

Figur 3: Unübertroffen blöd: QR-Code mit der Webadresse die gerade besucht wird. Dieser wurde aber wenigstens kostenlos erstellt und kostet also keine 20 Euro/Monat - oder 960 € wie bei der Euroweb.

Der von der Euroweb und oder der Webstyle beworbene QR-Code hat einen fragwürdigen wirtschaftlichen Nutzen, der die dafür verlangten knapp 1000 Euro (20 Euro monatlich) nur in den allerseltensten Fällen rechtfertigen wird. Und: Jeder (wirklich: Jeder mit einem IQ über 80)  kann einen solchen QR-Code innerhalb von weniger als 2 Minuten jederzeit völlig kostenlos erstellen und herunterladen. Ich habe ihn innerhalb dieser Zeit sogar außerdem hier eingefügt! So einfache Updates waren doch eigentlich im Preis mit drin?

Das Vorgehen der Webstyle zeigt, dass man von deren und der Euroweb Seite nur "das Beste" der "Kunden" will: Deren Geld! Und dass man dafür nur einen Weg kennt: Den Weg der Unverschämtheit, der nicht gerade von wenigen - darunter auch Richtern - als unseriöse "Abzocke und Betrug" erkannt wurde.

Lernen Sie "Nein" zu sagen!

Figur 4: Lernen Sie "Nein" zu sagen. (Dieser QR-Code wurde kostenlos erstellt.)
Für diese 4 QR-Codes wären bei der Euroweb 3840 Euro fällig geworden.