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09.04.2013

WAZ OnlineService Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen - Kompletttausch der Geschäftsführung - Steuertrick mit GmbH als "Vollhafter"

Amtsgericht Essen Aktenzeichen: HRB 19944
Bekannt gemacht am: 05.04.2013 12:00 Uhr

In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Veränderungen
03.04.2013

WAZ OnlineService Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen, Friedrichstraße 34-38, 45128 Essen. Bestellt zum Geschäftsführer: Howe, Ingo, Arnsberg, *03.12.1963; Kopatzki, Joachim, Laatzen, *25.04.1956; Dr. Kroll, Axel, Hattingen, *26.03.1966. Nicht mehr Geschäftsführer: Zowislo, Stefan, Essen, *23.06.1963. Prokura erloschen: Gehrke, Petra, Leverkusen, *13.06.1956; Rottmann, Michael, Ibbenbüren, *04.01.1971.
Bei der WAZ OnlineService Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen fand offensichtlich ein Kompletttausch der Geschäftsführung statt. Das geht oft einher mit Veränderungen seitens der Gesellschafter und/oder des Geschäftszwecks.

Derlei geschah schon vor einem knappen Jahr und ist demnächst wieder zu erwarten:
Amtsgericht Essen Aktenzeichen: HRB 19944
Bekannt gemacht am: 27.04.2012 12:00 Uhr
In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Veränderungen
24.04.2012

Ruhr Ticket Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen, Friedrichstraße 34-38, 45128 Essen. Die Gesellschafterversammlung hat am 14.03.2012 beschlossen, die Firma, den Unternehmensgegenstand und den Gesellschaftsvertrag in §§ 1 (Firma, Sitz), 2 (Gegenstand des Unternehmens) und 5 (Stammkapital) zu ändern sowie diesen insgesamt neu zu fassen. Neue Firma: WAZ OnlineService Verwaltungsgesellschaft mbH. Neuer Unternehmensgegenstand: Die Verwaltung, Geschäftsführung und Beteiligung an anderen Gesellschaften, insbesondere die Übernahme der Rechtsstellung einer persönlich haftenden Gesellschafterin in der WAZ OnlineService GmbH & Co. KG.
Das war also einst eine "Ruhr Ticket Verwaltungsgesellschaft mbH"...

Auch einen entsprechende Änderung bei der WAZ OnlineService GmbH & Co. KG (AG Essen, HRA 9117) warte ich noch. Der letzte, mir zugängliche Eintrag stammt noch vom 03.05.2012:
Ruhr-Ticket Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen, Friedrichstr. 34-38, 45128 Essen. (Der Vertrieb, die Erstellung und der Betrieb von Unternehmenswebseiten sowie die Erbringung damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen.). Neue Firma: WAZ OnlineService GmbH & Co. KG. Nach Änderung der Firma nunmehr Persönlich haftender Gesellschafter: WAZ OnlineService Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen (Amtsgericht Essen HRB 19944). Die Firma ist geändert.

Eine GmbH als Komplementär einer "GmbH & Co. KG" zu gründen ist ein in Deutschland zulässiger Steuervermeidungstrick: Sofern die Gewinne durch Ausschüttungen aus dem Unternehmen herausgezogen werden ist der Steuersatz der GmbH & Co KG gegenüber einer GmbH deutlich günstiger! Die Verwaltungs-GmbH tritt als formeller "Vollhafter" einer GmbH & Co KG auf. Damit wird einerseits die Haftung für den Fall der Pleite (weil der Komplementär "Vollhafter" eben auch nur beschränkt haftet) begrenzt und andererseits der Steuervorteil der GmbH & Co KG (der angeblich gewährt wurde um durch den Vollhafter eine greifende Haftung für z.B. Steuerschulden zu schaffen) erreicht. Für mich ist das nichts anderes als ein legalisierter Steuerbetrug. Ein vernünftiger Kreditgeber wird sich schon darüber informieren, dass der Eigentümer der als "Komplementär" fungierenden GmbH die gleiche Person ist wie der zweite Gesellschafter der GmbH & Co. KG - und, anders als der Staat, seine Konditionen und Bedingungen an den mit höherer Wahrscheinlichkeit möglichen Zahlungsausfall anpassen.

Ich frage mich, weshalb der Staat solche Konstrukte - die das Ziel ja deutlich verfehlen - subventioniert. Denn es findet eine nicht durch den behaupteten Zweck gerechtfertigte Steuerminderung statt. Zudem müssen die anderen, nicht so tricksenden Steuerzahler auch für einen großen Teil der Verwaltungskosten aufkommen. Profiteure sind ausgerechnet Millionäre wie Frau Petra Grothkamp oder halt die Herren Christoph Preuß und Daniel Fratzscher von der Euroweb. Das ist gegen die Vernunft und schafft steuerliche Ungerechtigkeit.

Ich sag mal, nicht gänzlich frei von Häme: 
"Die waren Profiteure, als die Unternehmen noch Profit machten oder wären Profiteure gewesen, wenn mit der WAZ Onlineservice auch nur ein müder Euro verdient worden wäre..."

05.12.2012

Die WAZ und die Euroweb ... oder wie die Presse zur Hure wird

Figur 1: So "gut" sehen nur Webseiten von "Referenzkunden" aus. Auch diese Webseite wurde letztendlich von der Euroweb - womöglich von einer bulgarischen Tochter - erstellt. Anno 2011 wurde die WAZ anno 2011 aus drängenden pekunären Gründen Partner der Euroweb.

Figur 2: Falls es es jemand nicht glaubt, weil laut Werbung nur ganz tolle Leistungen erbracht werden: Unten rechts ist der "Pranger".
Und weil für die WAZ-Eigentümer um Petra Grotkamp so viel daran hängt (gemunkelt wird von einem "Millionengeschäft") dürfen deren Redakteure "alles" über die Euroweb berichten. Zum Beispiel wenn die mal wieder einen Preis gekauft hat. Berichte über Urteile wegen arglistiger Täuschung oder wegen des Strafverfahrens gegen den Euroweb-Anwalt Philipp Berger wegen Anstiftung zur uneidlichen Falschaussage werden diese wegen des eigenen Interesses am nächsten Gehaltsscheck ebenso nicht wahr nehmen wie die WAZ natürlich auf die Leistungen der Euroweb voll vertraut, sich sogar "Referenzkunden borgte" und von einer eigenen Qualitätssicherung absieht.

Ja ja, Kredite sind kündbar...

Die WAZ-Onlineservice wirbt wie folgt:
 "Profitieren Sie von über 50 Jahren Medienkompetenz." 
So lange gibt es das Internet noch gar nicht. Auch keine Webseiten. Als "Medien" unterscheiden sich Printmedien vom Web grundsätzlich. Wie die Kunden da von "über 50 Jahren Medienkompetenz" profitieren sollen ist angesichts der 50-jährigen Kompetenz im falschen Fach höchst fragwürdig. Wie die Kunden von der "Medienkompetenz" der WAZ "profitieren" sowieso, denn die WAZ verkauft nur "Euroweb". Die Kunden werden also eher mit der Drückerkompentenz des WAZ-Vertriebs "konfrontiert" - und selbst da stammten, wie andere fest stellten, zumindest die "Drückerbandenführer" direkt aus dem Euroweb-Vertrieb.

Die WAZ-Onlineservice wirbt wie folgt:

"Durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement stellt WAZ Online Service sicher, dass Ihr Internetauftritt höchsten technischen und gestalterischen Ansprüchen genügt."
Karikatur: "Soso. Durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement stellt WAZ Online Service sicher, dass Ihr Internetauftritt höchsten technischen und gestalterischen Ansprüchen genügt."
Karikatur: Soso. Dieser, nach Verkauf durch die WAZ Onlineservice von der Euroweb erstellte Webauftritt einer "Gemeinschaft mehrerer Kleiner Unternehmen" genügt "höchsten technischen und gestalterischen Ansprüchen".
Ebenso "genügt" den "höchsten technischen Ansprüchen" das technisch fragwürdige Hosting im fernen Bulgarien auf einem Server mit der IP 94.156.146.21 - zusammen mit (mindestens) 626 weiteren Domains. Die "höchsten technischen Ansprüche" sind ergo tatsächlich "höchst genügsame technische Ansprüche". Ich schrieb mehrfach:
"In der Werbung wird viel gelogen!"
Auf die Euroweb, deren Töchter und Schwestern - eben auch auf die "WAZ-Onlineservice" (die in Wirklichkeit eine "WAZ NewMedia GmbH & Co. KG" ist, trifft das in einem besonders drastischen Ausmaß zu.

19.05.2012

Petra Grotkamp/WAZ: Die Presse als Hure von Betrügern

In jüngerer Zeit häufen sich lobende Berichte über die Euroweb u.a. in der "Westfälischen Rundschau". Dieses Blatt gehört zur WAZ-Gruppe und die WAZ-Gruppe überwiegend einer Petra Grotkamp.

Zu dieser WAZ-Gruppe gehört auch die WAZ Onlineservice GmbH. Diese wieder ist eine Kooperation mit der Euroweb Internet GmbH. Die Euroweb Internet GmbH ist wieder eine Firma, deren Geschäftsmodell mit "systematischer, gewerbsmäßig und bandenmäßig betriebener Betrug" sicherlich richtig bezeichnet ist, hierfür sprechen zahlreiche Urteile und Verfahren vor Staatsanwaltschaften. Die Problematik und die Betrugsvorwürfe sind öffentlich bekannt, dass muss gerade auch für die "Journalisten" aus dem Hause der Petra Grotkamp gelten. Wenn diese jetzt aber nur noch positiv über die Euroweb berichten und negative Aspekte gänzlich außen vor machen, dann wird das von der der Frau Petra Grotkamp gesteuerte Haus zum Mittäter, die Journalisten des Verlages überschreiten eine Grenze. Denn über mit der WAZ-Gruppe wirtschaftlich kooperierende Firmen nur das Positive zu berichten, derartig massive Betrugsvorwürfe gegen das verbundene Unternehmen aber auszublenden ist gewiss nicht die Aufgabe der Presse, die hier vorliegend zur Hure von Betrügern wird.

Denn die "Westfälische Rundschau" schreibt über über die Verleihung von Preisen an die Euroweb, deren Zustandekommen über eher zweifelhafter Natur ist, erwähnen aber die vielen harten und auf Urteile wegen arglistiger Täuschung gestützten Betrugsvorwürfe nicht. Sogar ein (angeblicher) 17. Platz in einer völlig bedeutungslosen Wertungsliste einer ausländischen Organisation wird zum Artikel aufgeblasen. Da wird also auch nichts recherchiert, es wird das geschrieben, was die Euroweb an die Zeitung zum Veröffentlichen gibt. Ja es wird noch nicht einmal die Werbung vom redaktionellen Teil getrennt, auch die wirtschaftliche Verbindung zum eigenen Konzern ist im Artikel nicht erwähnt. Redaktionelle Arbeit geht aber ganz anders.

Die Sache zeigt, wie wichtig es ist, dass auch Bürger jenseits jener Pressekonzerne - die auf Grund des Kapitalbedarfes und gegenseitiger Verbindungen oder Beteiligungen zunehmend mit zahlenden Unternehmen kooperieren - frei berichten dürfen. Denn den Journalisten in Pressekonzernen ist sehr wohl klar, welche Auswirkungen es auf diese hätte, wenn zum Beispiel die "Westfälischen Rundschau" über die Betrugsverfahren gegen Philipp Preuß berichten würde. Der Chefredakteur der Westfälischen Rundschau, Malte Hinz, würde seinen Posten wohl nicht mehr lange haben. Petra Grotkamp würde ihn wahrscheinlich achtkantig feuern (lassen), tatsächlich (der formelle, also offizielle Grund wäre sicher ein anderer) weil er die wirtschaftlichen Interessen der WAZ-Gruppe konterkariere.

Die "Westfälische Rundschau" ist durch die Selbstzensur und die Werbung für Betrüger jedenfalls für mich auf den Status eines "Wurstblattes" gefallen. Was da getrieben wird ist aus Sicht eines jeden anständigen Journalisten abartig. Und man kann nun auch sagen, dass es sich bei der Euroweb Internet GmbH um eine durchaus mafiöse Form kriminellen Handelns handelt. Denn es ist kaum glaubbar, dass die Verbindung zur WAZ, also zur Pressezarin Petra Grotkamp, nicht auch ganz bewusst und zielstrebig mit dem Ziel eingegangen wurde, negative Presse zu vermeiden und das eigene Unternehmen, damit den Betrug zu fördern.