Posts mit dem Label Viren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Viren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

01.09.2012

Java-Plugin unter Linux stillegen

Heise berichtet seit Tagen über einen Fehler in Java, durch den beliebige Systeme angreifbar werden. Zumindest lässt sich mit den Benutzerrechten, mit denen eine Browsersitzung gestartet wurde, Code ausführen wenn eine Webseite aufgerufen wird, die Schadcode enthält.

Das Plugin lässt sich für alle Benutzer ganz einfach abschalten, in dem man jedem(!) Benutzer alle Rechte entzieht

user@host: ~> sudo bash
host:/home/user # cd /usr/lib64/browser-plugins
host:/usr/lib64/browser-plugins # chmod 000 javaplugin.so

Bei meiner SuSE-Installation ist dadurch letztendlich /usr/lib64/IcedTeaPlugin.so betroffen, weil die Links (s.u.) auf diese Datei verweisen. Aber dieses Plugin hat die selbe Sicherheitslücke.

Das einfache Umbenennen bringt hier nichts, Opera lädt z.B. offenbar alles, was der Ordner hergibt, also nicht nur Bibliotheken mit der Endung '.so'. Die Datei ganz zu löschen könnte einige Mühe verursachen, wenn das heute still veröffentlichte Update über das Paketmanagement der Distribution verfügbar wird...

Hinweis: Auf 32-Bit-Systemen liegt die Datei (der Link) in /usr/lib/browser-plugins

Freilich kommt auch das Löschen in Frage. Eine Alternative wäre den Link in /etc/alternatives/javaplugin zu manipulieren. z.B. auf /bin/false verweisen zu lassen:

user@host: ~> sudo bash
host:/home/user # cd /etc/alternatives/
host:/etc/alternatives/ # mv javaplugin javaplugin_aus
host:/etc/alternatives/ # ln -s /bin/false javaplugin

Zuvor muss man natürlich prüfen, ob /usr/lib(64)/browser-plugins überhaupt auf /etc/alternatives/javaplugin verweist. Sonst macht das nämlich keinen Sinn.


Der Erfolg sollte durch einen Abruf der Seite http://www.heise.de/security/dienste/Java-403125.html getestet werden.

13.07.2012

Diese dummen Banken!


Hauptaufgabe: "Entwicklung dynamischer Finanz-Webseiten"

Qualifikation: "Idealerweise haben Sie Kenntnisse mit einem weit verbreitetem Content Management System"

Klar ist folgendes: Die Anwendung eines  "weit verbreitetem Content Management Systems" verbietet sich für alles, was irgendwie sicherheitsrelevant sein könnte. Der Grund dafür findet sich in tausenden Zugriffen auf meinen Honeypot, mit denen sonst genau diese "weit verbreitetem Content Management Systeme" angegriffen werden.

Offensichtlich hat da eine Bank aber genau das vor. Und bitte: Das ist dumm.



03.07.2012

Virenverseuchte Euroweb-Lober

Nachdem ich gestern auf "anonyme" Blogger gestoßen bin, welche auf eine besonders perfide Weise Schleichwerbung für die Euroweb machen und auf eine noch perfidere Weise Kunden, die sich mittels Anwälten gegen die garstige Abzocke durch das Euroweb-Konklomerat  um Daniel Fratzscher, Philipp Berger, Christoph Preuß, Christian Stein & Co. erwehren wollen, genau davon durch bewusste Falschmeldungen und Enten abhalten wollen, hatte ich mir diese "Experten und Eminenzen" von der
Advertiso GmbH
Kiebitzhof 1a
22089 Hamburg

mit dem Geschäftsführer Marco Remmert an der Spitze mal genauer angeschaut und einen, von diesen sehr wohl bewusst ausgesendeten Trojaner gefunden.

Heute erreichte mich ein Email in welchem ich darauf hingeweisen wurde, dass auf der für das Betrügerlob missbrauchten Domain "lobby-fuer-menschenrechte.de" von einem Virenprogramm ein Virus aus dem "Blackhole Exploit Kit" aufgetaucht sei. Und das sein Browser deshalb die Anzeige der Webseite verweigere. Er schickte auch ein Bildschirmfoto.




Nachgeschaut. Ein paar Mal [F5] gedrückt. Stimmt!


Hier ist der Wurm:


Kommt wohl nicht bei jedem Abruf.

Ich enthalte mich jeder Äußerung darüber, ob der Virus absichtlich von Marco Remmert (Advertiso GmbH) verbreitet wird oder ob seine Systeme verseucht sind. Denn nichts von dem würde mich wirklich wundern. Und eines davon trifft definitiv zu.

Aber den Trojaner, den hat die Advertiso GmbH des Marco Remmert absichtlich verbreitet, die haben davon auch profitiert.