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30.09.2014

Besch-eidene Euroweb Jobs: Maxworker (sonstwas) GmbH sucht jetzt "vertraulich" - aus gutem Grund

Die Maxworker GmbH, früher wohl mal in Bochum, jetzt angeblich am Sitz der Euroweb in der Düsseldorfer Hansallee 299 ist eins der Firmchen, bei denen die Äußendienste der Euroweb (und der angeschlossenen Firmen) angestellt werden. Die Firma tarnt sich als "Personalvermittlung" gehört aber zum Euroweb-Konzern.

Ohne den Vertrieb in solche Firmen ausgelagert zu haben könnte Christoph Preuß auch nicht behaupten, bei der Euroweb gäbe es nur geringe Fluktuation. In den Vertriebsfirmchen ist diese extrem nämlich hoch. Die Mitarbeiter schmeißen entweder hin oder werden rausgeschmissen. Einige berichten mir davon, dass diese immer wieder neue Arbeitsverträge unterschrieben mussten, mit jeweils neuer Probezeit. Die Chefs halten sich für besonders schlau, sind es aber nicht:


Die vollständige Anzeige für den prekären Drückerjob:

Wie intelligent der von Daniel Fratzscher eingesetzte Geschäftsführer Christian Stein wohl sein kann ergibt sich aus den Anzeigen. Erst wird eine "vertrauliche", also anonyme Anzeige bestellt und dann die Firma im ersten Satz doch genannt. Derlei passiert bei "Textbausteinzusammenklickern" der Euroweb-Klasse.

Der Satz
"Maxworker gehört zu den größten Personal- und Vertriebsdienstleistern in Deutschland, Österreich und der Schweiz."
zeigt übrigens deutlich an, dass da gewiss nicht das Reserverad "ab ist".


Toller Job bei Maxworker? Eher nicht!

Mir liegen Verträge von anderen Euroweb-Vertrieben vor. Demnach erhalten die Mitarbeiter ein Grundgehalt von 1000 Euro. Warum dauernd neue gebracht werden und ob tatsächlich Provisonen verdient werden können kann man hier nachlesen.

Wir bieten:  (Achtung! Es folgt "Bullshitbingo")
Der Schnellkurs im Lügen fehlt. Dabei ist der doch das Beste an dem "tollen Angebot".

Im übrigen sollten Einstellungskandidaten einen Zuschlag und eine angemessene Versicherung verlangen. Mir ist nämlich von so manchem der im Auftrag der Euroweb heimgesuchten berichtet worden, er habe die Drücker auf, sagen wir mal "rüde Weise" von seinem Gelände entfernt.

Ich behaupte nicht, dass "rüde Weise" für jene Weise steht, in welcher in manchem Filmen Personen aus einem Restaurant oder Club entfernt werden. Könnte aber so gewesen sein. Oder schlimmer. Je nach Film halt...

20.03.2014

Enormer Fachkräftemangel! Sie suchen einen Job im Vertrieb? Kommen Sie zur Euroweb / Webstyle / Internet Media GmbH! Danach können Sie rennen!

Am 3. und 4.9.2013 hat die Euroweb mindestens 85 freie Stellen im Vertrieb ausgeschrieben. Diese stehen noch immer auf deren Jobseite.

Da die Euroweb nicht gleichzeitig mit der Vergrößerung des Personalbestandes an die Öffentlichkeit drang (die machen wegen jedem Fliegenschiss enormen Lärm in PR-Portalen und der Presse), sich deren Bosse Daniel Fratzscher und Christoph Preuß auch nicht von einem besonders unbedarft-doofen CDU-Mitglied die Hände schütteln ließen, wird es sich kaum um Neueinstellungen handeln. Eher um unbesetzte Arbeitsstellen oder darum dass die Euroweb - welche eine derart hohe Fluktuation stets verneint - den bisherigen Außendiensten wegen Erfolglosigkeit kündigte und die Stellen neu besetzt. Natürlich kann es gut sein, dass der Euroweb auch die Leute davonlaufen. "Vermutlich" wegen prekärer Bezahlung und auch sonst als übel empfundenen Bedingungen. Längst nicht nur der wahrhaft beschissenen 1000 Euro (brutto!) Grundgehalt wegen dürfte man das Geschrei der deshalb auch mit den Armen rudernden Davonlaufenden oft und weit hören.

DIW-Chef Marcel Fratzscher, Bruder des tatsächlichen Euroweb-Bosses Daniel Fratzscher, parlierte passend dazu am 28.12.2013 auf einer Veranstaltung der Commerzbank über "Fachkräftemangel".

Da hat er wohl an seinen gar bedauernswerten Bruder Daniel Fratzscher gedacht, der einfach nicht genug Idioten findet, die dann - für prekäre 1000 Euro (brutto) monatlich - den Treppenterrier für die Euroweb geben und an zwei Tagen der Woche Kleinunternehmer per Telefon terrorisieren (Kaltanrufe). Das dürfte, weil sich immer mehr immer weniger ehrenrührige - dafür aber deutlich angemessener bezahlte Jobs finden, auch immer schwieriger werden.
Die Euroweb definiert also was Lobbyisten mit "Fachkräftemangel" wirklich meinen.
Die Euroweb selbst hat natürlich formell nicht diese enorme, auf asoziale Bedingungen schließen lassende Fluktuation. Die Außendienste werden nämlich bei scheinselbständigen Vertriebsfirmchen vor Ort angestellt, damit sich die Euroweb bei Rechtsbrüchen, Betrugsvorwürfen und dergleichen nicht selbst die Finger schmutzig macht.

Bildschirmfoto: Auch Alexander Luckau leitet(e) ein scheinselbständigen Vertriebsfirmchen

Tut sie aber! Ich schrieb ja "scheinselbständig". So wird z.B. öffentlich auf den Webseiten der Euroweb (s.o.) vorgemacht, die "Firmenchefs" seien Euroweb-Mitarbeiter und diese "Firmen"  vertreiben nur "Euroweb". Erst bei Vertragsunterzeichnung werden die künftigen Treppenterrier und Telefonterroristen damit konfrontiert, dass diese bei einer "Mikro-Vertriebsbude" anfangen und lernen - falls sie tatsächlich so blöd (oder derart in Not) sind, diesen Vertrag nebst einer unzulässigen Schweigeverpflichtung zu unterschreiben - schon sehr bald kennen, was die übelste Auswüchse des Extremkapitalismus neoliberaler Natur sind.

Eben bis diese wegen der prekären, weit unter dem Mindestlohn liegenden 1000 Euro Grundgehalt (brutto), dem enormen Druck und wegen der illegalen 12-14-Stunden-Tage wild mit den Armen rudernd und laut fluchend wegrennen!

Bildschirmfoto: So "geil" ist es bei der Euroweb zu arbeiten!

Die 85 von der Euroweb beworbenen freien Stellen muss man in Relation zu den rund 400 Stellen im Euroweb-Vertrieb setzen (macht eine Fluktuation von rund 22%) und dazu, dass dieses nur die Stellenangebote eines Quartals sind.

Mithin scheint es nach den Regeln der Statistik so, dass die Euroweb etwa 90% der Vertriebsstellen binnen eines Jahres neu besetzen muss.

Ich hoffe doch sehr, dass diese tolle Firma nach dieser tollen Werbung ausschließlich genügend intelligente Bewerber findet.

Ihr versteht was ich meine.

03.09.2013

Arbeitsagentur (JOBBÖRSE) vermittelt der Euroweb keine Außendienst-Mitarbeiter mehr

Das die Euroweb Internet GmbH den Vertriebsbeauftragten nur ein Grundgehalt von 1000 Euro (brutto) zahlt, wovon ein Lebensunterhalt in vielen Fällen (Familie!) nicht zu bezahlen ist, habe ich schon berichtet. Kürzlich erreichte mich eine Nachricht eines ehemaligen Prozessgegners des Euroweb Konzerns. Dieser hatte die Arbeitsagentur darauf aufmerksam gemacht, dass Euroweb-Außendienste die "Referenzkunden" arglistig täuschen. Offenbar war dieser nicht der Erste:
Subject: WG: Hinweis auf einen schwerwiegenden Mißbrauch der jobboerse? (HBi)
Date: Tue, 16 Jul 2013 06:47:44 +0000
From: _BA-Zentrale-VAM-Kundeninfo
To: XXXXXXXXXXXX

Sehr geehrter Herr XXXXXXXXXX,

vielen Dank für Ihre Hinweise.

Der Vorgang ist im fachlichen Support der JOBBÖRSE bekannt. Aus diesem Grund befinden sich in der JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit keine Stellenangebote für Außendiensttätigkeiten der genannten Firma.

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXXXXX
Auch Hartz IV-Empfänger (andere müssten schon sehr dumm sein um bei einem Grundgehalt von 1000 Euro brutto bei der Euroweb einzusteigen) können sich darauf berufen und eine Arbeitsaufnahme ablehnen. Gezwungen werden können diese nun nicht mehr, denn den Arbeitsämtern (jetzt "Arbeitsagentur") ist somit bekannt, dass die Euroweb ein unseriös agierender Laden ist und das denen, die so dumm sind, sogar eine Verfolgung wegen Betruges droht.

Auch dürfte die Arbeitsagentur  nach dieser Stellungnahme Euroweb-Außendiensten, die selbst kündigen, keine Sperren auferlegen. Denn das Argument, 
"Ich habe gekündigt um keine Straftaten begehen zu müssen!" 

weist auf einen wirklich wichtigen Grund. Ist nämlich die Arbeitsaufnahme "unzumutbar", dann ist die Forstsetzung eines solchen bestehenden Arbeitsverhältnisses auch nicht zumutbar.