02.03.2026

Der „Fall“ Roven Brechlin - Also ich habe gelacht!
„Wider die Humorlosigkeit!“

Vorab: Nach Ansicht des einen oder anderen Quaknazis bin ich ein „links-grün-versiffter“. Ich selbst definiere mich zwar ganz anders - aber da alles links der AfD in den Augen von Quaknazis „links-grün-versifft“ ist, ist (und bleibt!) das zwar im Hinblick auf das „versifft“ eine Beleidigung, aber was meine politische Position betrifft, kann man das hernehmen: Jedenfalls links der AfD.

„Über Hitler kann man lachen! Über Hitler muss man lachen!“

habe ich irgendwann und irgendwo gelesen.  Und ja: Man sollte das auch tun, denn der Typ war eigentlich lächerlich und ich frage mich bis heute wie man den - oder heute eben die ebenso populistischen Schreihälse von der AfD - wählen konnte. So dass Hitler zum wohl übelsten Massenmörder der Weltgeschichte werden konnte - und wie es ein konnte, dass der sich tatsächlich dabei auf die Deutschen stützen konnte, denn Hitler hat ja bekanntlich nicht allein gemordet. Eine Parodie, die Hitler lächerlich macht, zwingt jeden zum Nachdenken, wie DAS passieren konnte. Vielleicht ja auch jene AfDler, die sich nicht für Nazis halten.

Und jetzt das: 

Alles, was ich weiß, ist das der ehemalige AfD-Mann Rouven Brechlin Hitler krass parodiert hat - und das, jedenfalls für einen Laie, ganz ordentlich.

Seine, aus heutiger Sicht krrrasse Pathetik, seine rrrrollende Aussprache, die verrrulkten Parrrolen, sogar die zitterrrrnde Hand! - Alles drin! Nichts von dem, was ich im Ausschnitt sehe, läuft darauf hinaus, Hitler auch nur irgendwie gut aussehen zu lassen. Die „Sieg-Heil“-Rufe gehörten meines Erachtens dazu. Immerhin nimmt § 86 Absatz 4 StGB ausdrücklich u.a. Kunst, Wissenschaft und Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte aus.

Man möge Rouven Brechlin also womöglich viel vorwerfen können - aber bitte nicht das aushaltbare Video. Und vielleicht hat er sich durch das Video Feinde in der AfD gemacht, weil quakrechtsnationalem Pack gar nicht gefällt, dass er deren „hehren Führer und ewige Lichtfigur“ parrrodierte. Aus Nazi-Sicht beging Rouven Brechlin jedenfalls Blasphemie! Die Nazis hätten Rouven Brechlin für diese Parodie mindestens ins KZ gesteckt. Darüber sollte man also auch nachdenken bevor man deswegen „anpisst“.

Ich lese nun an vielen Stellen von „verstörenden Aufnahmen“. „Wie kann das sein?“ frage ich mich, denn ich habe herzlich gelacht. Und ich denke:

„Diesen Humor kann man nicht nur aushalten! Diesen Humor muss man aushalten!“

Denn wenn man das nicht kann, läuft man in Gefahr völlig unhinterfragt und zu Unrecht etwas in böser Weise zu kritisieren und die Wähler durch die eigene Humorlosigkeit zu verstören - und letztendlich sogar in die Fänge der AfD zu treiben, denn wer hat Lust in einer völlig „spaßbefreiten“ Gesellschaft und unter der Knute von „Sauertöpfen“ zu leben, in der die Mitglieder einer Reggae Band nicht mal Rasta-Frisuren tragen dürfen - die ignoriert, dass in der Welt schon immer Kultur, Kochrezepte und auch Moden ausgetauscht wurden - und dass genau das auch gut ist?

Krach machen ist also richtig. Aber nicht wegen dieses Videos, meine lieben „Mit-links-grün-versifften“! Und, was die Staatsanwaltschaft betrifft - ich (als „links-grün-liberal-Versiffter“) denke, die wird (sollte) den „Fall“ mit den oben von mir genannten Argumenten und (ganz humorfrei) mit den Worten „Diese Parodie fällt unter die, durch das Grundgesetz gewährte Kunstfreiheit.“ beerdigen.

(Wahrscheinlich bekomme ich jetzt verbale „Prügel“ von allen Seiten ... aber eben auch Zustimmung von manchen.)

1 Kommentar:

Er, der wieder da ist hat gesagt…

Stalin! Sie haben doch Deutschland errrrroberrrt. Stecken Sie den ins Gulag!

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